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Dach Töpferofen

Campus Galli 2017 – Töpferei


Im Laufe der diesjährigen Saison hat der Töpferofen ein Dach erhalten. welches während eines Brennvorganges sinnvollerweise abgenommen werden kann. Zum Ende der öffentlichen Bauphase hat Martin noch einmal 150 Gefäße und auch Gewichte für den Webstuhl gebrannt. Es handelte sich dabei um den fünften Brand. Der Ausschuss mit drei Gefäßen war minimal.

Ausbeute

Ausbeute

Bei diesem Brand haben Martin und seine Helfer eine Reduktion durchgeführt. Sie haben also während des 16-stündigen Brands ein Menge Holz zugeführt und dann den Ofen hermetisch verschlossen. Dies hat zur Folge, dass ein Teil der Gegenstände durch den entstehenden Kohlenstoff eine schwarze Farbe angenommen hat.

Glanzstücke

Glanzstücke

Besonders eindrucksvoll ist der Effekt bei vorab polierten Gefäßen, sie werden zu wahren Glanzstücken.

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Ausbeute

Campus Galli 2016 – Grubenbrand


Am Samstag war es wieder soweit, Martin, der Töpfer, hat einen Grubenbrand durchgeführt. Am Sonntag konnten die Besucher bei der Töpferei die Ausbeute begutachten. Bis jedoch die auf dem Titelbild sichtbaren Gefäße enstehen, sind einige Vorarbeiten notwendig.

töpfern

töpfern

Die einzelnen Gefäße werden auf der großen Töpferscheibe oder auf der im Hintergrund sichtbaren kleinen Scheibe hergestellt. Auf der kleinen Scheibe geschieht dies in Form von Aufbaukeramik, auch als Wulsttechnik bekannt.

Kanne

Kanne

Die fertigen Gefäße werden für einige Zeit zum Trocknen zur Seite gestellt.

ungebrannte Gefäße

ungebrannte Gefäße

Die sich auf dem Tisch stehenden Gefäße werden in absehbarer Zeit im daneben befindlichen Töpferofen gebrannt werden. Die unterschiedlichen Farben erklären sich aus den Fundorten des Ausgangsmaterials.

heißes Gefäß

heißes Gefäß

Die Grube hat eine Nacht durchgeschwelt, die Gefäße sind noch sehr heiß, sodass Martin sie mit einem Stock transportiert.

Grubenvertiefung

Grubenvertiefung

Für den anstehenden Betrieb des Töpferofens hat Silke die Grube, aus welcher die Befeuerung erfolgt, etwas vertieft. Hierbei trat eine Lehmschicht zutage, die sich zum Töpfern eignet. Der Aufwand hat sich also doppelt gelohnt. Im Vordergrund des Bildes sieht man den geschlämmten Lehm in einer Molle.

Einen detaillierten Bericht zum Ablauf eines Grubenbrandes findet man hier.

Informationen:

Über Aufbaukeramik

Modell Töpferofen

Campus Galli 2016 – Der Töpferofen im Betrieb


An diesem Wochenende war es nach langer Vorbereitung soweit, Martin, ein befreundeter Töpfermeister und Archäologie Studenten der Universität Tübingen haben zum ersten Mal den neuen Töpferofen getestet. Um den Aufbau und die Wirkungsweise besser zu verdeutlichen, hat Martin, selbst Archäologe und Hobbytöpfer, ein Modell geschaffen. Ein tolle Idee! Eine Beschreibung über den Bau des Ofens findet man in diesen beiden Artikeln Teil 1 und Teil 2.

Am Samstag Morgen wurde der Ofen befüllt und langsam angeheizt. Es wurden ca. 60 Gefäße in den Ofen gestellt.

Töpferofen mit Deckel

Töpferofen mit Deckel

Auf diesem Bild erkennt man nicht nur den Deckel, mit welchen der Ofen später verschlossen wird, sondern auch den Feuergeist, der den Ofen beschützt und dem in gebührendem Maße zu huldigen ist. Dazu später mehr. Der Ofen wurde am dann bis Sonntag Morgen um Uhr 2.00 geheizt. Danach wurden alle Öffnungen verschlossen und die Gefäße über Stunden der gespeicherten Hitze ausgesetzt.

gefüllter Töpferofen

gefüllter Töpferofen

Ab ca. Uhr 16.00 am Sonntag Nachmittag wurden nach und nach alle vermauerten Öffnungen wieder freigelegt. So war ein langsames Abkühlen möglich, was Risse an der gebrannten Keramik verhindert.

Töpferofen - Rückseite

Töpferofen – Rückseite

Die gebrannten Gefäße sehen sehr gut aus, und werden als Kochgeschirr in Zukunft ihren Dienst tun. Die Flasche Met diente als Opfer für den Feuergeist, jeder der davon trank, gab ihm die Hälfte ab.

gebrannte Gefäße

gebrannte Gefäße

Töpferofen - Feuergeist

Töpferofen – Feuergeist

Für alle, die an diesem Versuch teilhaben konnten, hat sich jede Minute des Wartens gelohnt.

Ofenbau - fertige Lochplatte

Campus Galli 2016 – Der Brennofen (2)


Nachdem die Lochplatte eine Woche Zeit zum Trocknen hatte, wurde die Schalung am letzen Wochenende entfernt.

Ofenbau - Weidengerüst

Ofenbau – Weidengerüst

Während fleißige Hände von Archäologie Studenten den Ring formten, erstellte Martin, der Töpfer, die Kuppel aus Weidenruten.

Ofenbau - Töpferofen

Ofenbau – Töpferofen

Am Sonntagnachmittag war die Kuppel des Brennofens fertig modelliert. Das Bild zeigt die Seite mit dem Feuerungskanal. Die Öffnung für die Bestückung des Ofens befindet sich auf der gegenüber liegenden Seite (das Bild wurde leider nichts). Der Ofen muss nun langsam trocknen, und wird, sofern das Wetter mitspielt, am Themenwochenende „Feuer“ (25. – 26- Juni 2016) zum ersten Mal getestet. Da es augenblicklich hier jeden Tag regnet, denke ich, dass Martin eher einen Grubenbrand an den Tagen durchführen wird.

Ofenbau - Start

Campus Galli 2016 – Der Brennofen (1)


Gemeinsam mit einer Gruppe Tübinger Archäologie Studenten baut Martin, der Töpfer, an mehreren aufeinanderfolgenden Wochenenden einen Töpferofen. Das Titelbild zeigt wie im ersten Schritt Brennkammer, Feuerungskanal und die Arbeitsgrube ausgehoben werden.

Ofenbau - Lehm fertigstellen

Ofenbau – Lehm fertigstellen

Die Herstellung der passenden Lehmmischung weckt wahrhaft Kindheitsträume. Je nach Verwendungszweck mischt Martin roten oder gelben Lehm mit Sand, Stroh, Schafwolle oder auch Dung. Jede der Zutaten hat dabei ihre Bedeutung, sei es Formbarkeit, Dämmung oder auch Witterungsbeständigkeit zu verbessern.

Ofenbau - Start Brennkammer

Ofenbau – Start Brennkammer

Mit dem fertigen Lehm wurde dann die Wände der Brennkammer verputzt. Auf dem Bild erkennt man, wie zunächst die Zunge in der Brennkammer mit feuchtem Lehm moduliert wird.

Ofenbau - Brennkammer

Ofenbau – Brennkammer

Die fertiggestellte Brennkammer mit ihrem Feuerungskanal wurde bis zum Rand mit Schindeln gefüllt. Die Schindeln bilden im Prinzip eine Schalung für die nun folgende Überbauung mit der Lochplatte.

Ofenbau - Lochplatte

Ofenbau – Lochplatte

Die Lochplatte, durch deren Löcher die Hitze nach oben steigt, ist aufgebaut und muss nun trocknen. Im Feuerungskanal wurde schon mal Feuer gemacht, und man erkennt an der Verfärbung den erzielten Fortschritt beim Trocknen.

Jeder Arbeitsschritt wird von den StudentINNEN genau protokolliert, jede verwendete Menge dokumentiert, um die vollständig Nachvollziehbarkeit des Projektes zu gewährleisten.

In einem weiteren Artikel werde ich dann die endgültige Fertigstellung beschreiben.

weitere Informationen

Themenwochenende