Archiv der Kategorie: Bodensee

Obstgartenmauer

Campus Galli 2017 – Obstgarten


Nachdem in der Saison 2015 beim Steintreffen der Wandergesellen mit dem Bau der Mauer des Gemüsegartens begonnen wurde, gehen seit dieser Woche diese Arbeiten nun weiter.

Obstgarten - Westmauer

Obstgarten – Westmauer

Begonnen haben Jens, der Steinmetz, ein Maurer und zwei Freiwillige an der Westmauer. Bevor sie mit den Arbeiten anfangen konnten, musste das notwendige Material – Steine, Sand, Ziegelmehl, Kalk, Wasser – und die benötigten Werkzeuge an Ort und Stelle gebracht werden.

Obstgarten - Ecksteine

Obstgarten – Ecksteine

Sorgfältig gelagert wurden die bereits behauenen Ecksteine.

Obstgarten - mauern

Obstgarten – mauern

Obstgarten - messen

Obstgarten – messen

Während Jens, der Steinmetz und der Maurer (Name fehlt mir noch) für den Fortschritt an der Mauer verantwortlich sind, sieht man in Hintergrund die beiden Helfer bei der Mörtelherstellung.

Obstgarten - Westmauer 2

Obstgarten – Westmauer 2

Am späten Nachmittag sind die Fortschritte zu erkennen. Später werden die neuen Teile der Mauer mit nassen Säcken abgedeckt, um so das Abbinden des Mörtels zu verlangsamen. Würde dieser zu schnell trocknen, würde er seine Bindefähigkeit verlieren.

Der Klosterplan

Chorschranke

Campus Galli 2017 – Chorschranke


Im Augenblick wird im Rahmen des Innenausbaus der Holzkirche die Chorschranke in Form eines Omegas gebaut. Sie umfasst einen Abschnitt innerhalb des Kirchenraums, welcher den singenden Mönchen vorbehalten war. Auf dem Titelbild erkennt man Andreas und Oscar beim ausmessen und anreißen der Stellen, an welchen die Pfosten stehen sollen. Im vorderen Bildteil ebenfalls erkennbar die Aussparung in der Eichenschwelle, die den Eingang bildet. Bis zu deren Höhe werden die Schwellen im Estrich sein.

Zapfen - sägen

Zapfen – sägen

Für die Verbindung zwischen Pfosten und Schwellen werden Zapfen und Zapfenlöcher hergestellt.

Zapfen - behauen

Zapfen – behauen

Bei der Zapfenherstellung werden Gestellsäge und Bundaxt verwendet.

fertiger Zapfen

fertiger Zapfen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Zapfenloch- ausstemmen

Zapfenloch- ausstemmen

Mit Holzhammer und Stechbeitel arbeitet Daniel das erste Zapfenloch heraus.

Holzverbindungen - überprüfen

Holzverbindungen – überprüfen

Andreas und Oscar, inzwischen in die Sonne gezogen, überprüfen und passen wenn notwendig die Holzverbindungen an. Am Oberteil des Pfostens erkennt man einen weiteren Zapfen, dieser dient als Verbindung für eine runde Säule, die bei allen Pfosten aufgesetzt wird.

Dies verspricht neues Material für einen weiteren Bericht.

Gemüsegarten - Pfosten und Riegel

Campus Galli 2017 – Fortschritte beim Gemüsegarten


Nach einer Woche sind die Fortschritte beim Gemüsegarten deutlich erkennbar. Alle Posten und Riegel sind verbaut. Man erkennt auf dem Titelbild, dass es zwei sich gegenüber liegende Zugänge gibt.

Gemüsegarten - Staketenzaun

Gemüsegarten – Staketenzaun

Auf der rechten Bildseite entdeckt man noch die mächtige Wurzel einer Buche. Einer der freiwilligen Helfer ist ihr im Laufe des Tages zu Leibe gerückt, ich vermute, sie wird verlieren.

Gemüsegarten - Torpfosten

Gemüsegarten – Torpfosten

Auf Tormechanismus bin ich gespannt. Am Anschlagpfosten hat Jürgen eine Einkerbung herausgearbeitet, um wahrscheinlich die Torstange einzuhängen.

Gemüsegarten - Beeteinfassung

Gemüsegarten – Beeteinfassung

In der Zwischenzeit führt Sofie die letzten Handgriffe an der nächsten Beeteinfassung durch, bevor sie mit einem weiteren Freiwilligen, die nächste der insgesamt 18 Einfassungen in Angriff nimmt.

Schleifarbeiten

Campus Galli 2017 – Innenausbau Holzkirche (2)


Ein scharfes, gepflegtes Werkzeug vereinfacht die Arbeit. Andreas und Michael, zwei der Zimmerleute, sind dabei, am Westgipfel der Holzkirche ihre Breitbeile abzuziehen. Die Breitbeile werden zur feinen, letzten Oberflächenbehandlung bei den zuvor mit der Bundaxt behauenen Balken verwendet.

Chorschranke - Schwelle

Chorschranke – Schwelle

Hier erkennt man, dass Andreas und Michael bei der Bearbeitung des Balkens sofort das Breitbeil benutzen. Dies hat einen einfachen Grund, der Abschlag auf dieser Seite des Balkens ist so schmal, dass man auf den Arbeitsschritt mit der Bundaxt verzichten kann. Bei dem bearbeiteten Balken handelt es sich um einen der Schwellbalken für die Chorschranke.

Chorschranke -ausmessen

Chorschranke -ausmessen

Der Schwellbalken wird nach dem Einbau zum größten Teil im Estrich eingebettet sein. Mit Fußmaß, Winkel und Anreißnadel werden der Eingang und die Pfostenverbindungen angezeichnet und danach ausgearbeitet.

Chorschranke - Eckpfosten

Chorschranke – Eckpfosten

Die Reliefe der Pfosten werden durch Hans, den Drechsler, geschmitzt. Da ein Eckpfosten zwei Sichtseiten hat, erhält er auch zwei Reliefe. Eine sehenswerte Arbeit!

Wollfäden

Campus Galli 2017 – färben und spinnen


Bevor solche Wollknäuel entstehen, wird langer Weg beschritten. Die Wolle wird gesäubert und gewaschen, manchmal auch noch geschoren, und kommt dann zu Karin und ihren Helferinnen, die dann das Färben durchführen. Dabei verwenden sie neben Zwiebelschalen. Brombeerblättern, etc. auch die Färberkamille.

Färberei - Färberkamille

Färberei – Färberkamille

Ein besondere Pflanze in der Färberei ist der Krapp. Nach drei Jahren werden die Wurzeln geerntet, die dann noch einmal ein Jahr trocknen. Zerstoßen oder auch zerschnitten, werden sie dann zum Färben benutzt. Hier kommt dann die hohe Kunst der Färberinnen zum tragen, die richtige Wassertemperatur beim Erhitzen zu erreichen und vor allem auch beizubehalten.

Färberei - Krapp

Färberei – Krapp

Die ausgekämmte Wolle in der ursprünglichen Form oder schon gefärbt, wird mit der Handspindel zu Fäden versponnen.

Spinnen

Spinnen

Bei den mit Birkenblättern gefärbten gesponnen Wollfäden fallen die unterschiedlich Farbnuancen ins Auge. Das liegt einmal an der Anzahl der Züge (Wiederholung des Färbens mit neuer Wolle), oder auch an der Verwendung eines Eisentopfs, wodurch Eisensulfat frei wird.

Färberei - Birkenblätter

Färberei – Birkenblätter

Erst wenn alle diese zeitaufwendigen Tätigkeiten vollbracht sind, kann Mechthild, die Weberin, mit dem Weben am Gewichtswebstuhl beginnen.

am Webstuhl

am Webstuhl

Nun wird dem Betrachter der Wert von Kleidung erneut bewusst.

Feuer

Campus Galli 2017 – Schmiedearbeiten


Feuer, ein immer anziehendes Element, ein Stück Stahl und die Kunst des Schmiedes lassen die benötigten Werkzeuge auf dem Campus Galli entstehen.

Schmieden

Schmieden

Mit dem Hammer und auf dem Amboss wird zunächst eine Spitze geformt.

Bundhaken

Bundhaken

Mit der passenden Biegung und nach der Wiederholung der Vorgänge auf der anderen Seite des Werkstücks ist ein kleiner Bundhaken fertig.

Nuteisen

Nuteisen

Ein Nuteisen entsteht, ein Werkzeug, dass die Zimmerleute nutzen, um in die breite Seite der Spaltbohlen eine Nut einzuziehen.

Messerbearbeitung

Messerbearbeitung

Die Klinge eines Messer wurde nach dem Schmieden in Öl gehärtet. Damit sie an Elastizität gewinnt, wird sie „angelassen“. Sie wird solange erhitzt, in vorliegenden Fall auf einen glühenden Stahlwürfel, bis auf der gesamten Klinge die gewünschte Anlassfarbe entsteht. Johannes, der Schmied, beschrieb sie als goldbraun.

schleifen

schleifen

Auf dem Schleifrad aus Sandstein erfolgen dann einige Anpassungen, die die Klinge gleichzeitig reinigen.

Messer

Messer

Nachdem die Klinge in einen Holzgriff (Heft), der noch geölt wird, erhalten hat, bekommt das Messer mit feinen Schleifsteinen noch die notwendige Schärfe. Es handelt sich um einfaches Messer für die Landwirtschaft, das innerhalb kurzer Zeit fertig war. Im Gegensatz dazu steht das Messer rechts auf dem Bild, hier hat Johannes ein viel drößeren Aufwand betrieben, denn es ist sein eigenes.

Informationen zum Anlassen

Roteiche

Campus Galli 2017 – Holzkirche Innenausbau


Nachdem bis auf die beiden Türen, Eingangs- und Seitentür, alle Holzarbeiten an den Wänden und dem Dach erledigt sind, steht der Innenausbau an. Auch hier ist das verwendete Baumaterial Holz, wie auf dem Titelbild ersichtlich ist.

Pfosten behauen

Pfosten behauen

Die angewendete Vorgehensweise von Hans, dem Drechsler, ist an dieser Stelle schon mehrfach beschrieben worden. Nach dem Anzeichnen mit Holzkohle werden Kerben geschlagen, die die Tiefe bestimmen. Dann werden die einzelnen Abschnitte zwischen den Kerben, die ein ungewolltes Ausreißen der Faser verhindern, abgeschlagen. Nachdem dies auf allen vier Seiten geschehen ist, hat man als Ergebnis einen Pfosten aus Roteiche. Bei diesem sind die Maße zwei Hand auf zwei Hand.

fertiger Posten

fertiger Posten

Der Pfosten ist das erste Element für die Chorschranke. Der Einbau einer Chorschranke entspricht dem Vorgehen in den frühchristlichen Kirchen. Mit der Schranke erfolgte die Trennung von Laien und den für Chorgesang zuständigen Geistlichen. Die Chorschranke ist nicht zu verwechseln mit einer Altarschranke.

Schnitzarbeit

Schnitzarbeit

Alle Pfosten werden verziert, sie erhalten Säulen als Aufbau und dazwischen werden geschnitzte Bretter eingebaut. Nach meinem Wissenstand erhält die Chorschranke die Form eines eckigen Omegas.

Flachrelief

Flachrelief

Bei diesem Relief ist ein Zopf als Ornament gewählt worden. Er verläuft in einer Kreisform ohne Anfang und Ende, und steht so als Symbol für die Unendlichkeit.

Es wird spannend sein, den weiteren Fortschritt zu beobachten.

Chorschranke von San Clemente, Rom