Archiv für den Monat April 2017

Weiden

Campus Galli 2017 – Der Korbmacher


Von Anfang November bis Ende Februar dürfen in Baden-Württemberg Weiden geschnitten werden. Der Korbmacher muss in dieser Zeit, der sogenannten Saftruhe, einen so großen Vorrat anlegen, dass dieser über die ganze Saison hinweg ausreicht.

Weidenkorb

Weidenkorb

Egal ob Steine, Früchte, Wolle, Ton … alles wird in Weidenkörben transportiert.

Kraxe

Kraxe

Eine Besonderheit hat Petra im letzen Jahr geflochten, eine Art Kraxe, die ihre Verwendung beim Tierfuttertransport fand. Petra ist eine freiwillige Mitarbeiterin, die immer wieder an den Wochenenden vor Ort ist.

Flechtwerk

Flechtwerk

Die Weiden dienen auch als Grundlage beim Bau von Lehmwänden, Zäunen oder als Boden an einer Karre. Selbst kleine Vorlegeschalen werden hergestellt, und als Besonderheit auch ein Spielzeug. Aus den Weiden wird eine Art geschlossener Zapfen geflochten in dessen Innerem einige Steine sind und fertig ist die Rassel.

Der Korbmacher

Der Korbmacher

Für ständig benötigten Nachschub ist Maga, der Korbmacher, verantwortlich. Besonders fällt bei diesem Gewerk auf, dass immer eine Vielzahl, in Regel weibliche Freiwillige, diese alte Handwerk erlernen möchten.
Die Herstellung der Körbe steht sinnbildlich für die starke Abhängigkeit der einzelnen Handwerker voneinander. Nur gemeinsam sind Fortschritte zu erzielen.

Klosterplan

Campus Galli 2017 – Veranstaltungshinweis


Freitag, 28. April 2017 um 19.00 Uhr

Der St. Galler Klosterplan, seine Erforschung und seine Umsetzung

Der Stiftsbibliothekar Cornel Dora stellt den Plan vor und berichtet über seine langjährige Erforschung. Eingehend beleuchtet wird auch die Frage nach der Umsetzung des Planes, und was es bei der Verwirklichung im Campus Galli zu berücksichtigen gilt.

Veranstaltungsort: Zunfthaus Narrizella Ratoldi, Kaufhausstraße 3, Radolfzell
Eintritt: 3 €
Veranstalter: Förderverein Museum und Stadtgeschichte Radolfzell e.V.

Die Sandbader

Campus Galli 2017 – Sandbad


Es muss nicht immer eine besondere Leistung sein, es muss nicht immer von Menschenhand geschaffen sein, es muss nicht immer für jeden erstrebenswert sein, manchmal reicht einfach etwas Sand, um ein wahres Vergnügen zu genießen.
Bei der Weberinnenhütte haben die Besucher die Möglichkeit, durch ein großes, offenes Fenster in das Innere zu blicken. Damit dies auch bei regnerischem Wetter gefahrlos möglich ist, baut Mechthild mit mehr oder weniger flachen Kalksteinen einen sicheren Boden. Nun haben die Hühner mit ihrem Hahn bei ihren Streifzügen den dabei verwendeten Sand entdeckt. Die Gelegenheit für ein gemeinsames, ausgiebiges Sandbad haben sie unverzüglichen ergriffen. Die Damen nahmen den Herrn in die Mitte, und der Spruch „Hahn im Korb“ erhielt seine volle Berechtigung.

Gemüsegarten Frühjahr 2015

Campus Galli 2017 – Gemüsegarten


Das Titelbild zeigt den ersten Gemüsegarten im Frühjahr 2015. Zum damaligen Zeitpunkt lag der Standort noch bei den Feldern. Anordnung und Anzahl der Felder entsprachen bereits der Vorlage aus dem Klosterplan.
„Hier grünen die schön aufwachsenden Gemüsepflanzen. / GEMÜSEGARTEN: Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Schalotten, Sellerie, Petersilie, Koriander, Kerbel, Dill, Kopfsalat, Mohn, Pfefferkraut, Rettiche, Pastinaken, Mohn, Kohl, Mangold, Schwarzkümmel“ (Quelle: Beschreibung des Gemüsegartens).
In dieser Saison ist nun geplant, den Gemüsegarten an dem im Klosterplan festgelegten Ort (Darstellung im Klosterplan – rechts oben) anzulegen. Hierzu wurde die benötigte Fläche im Vorjahr fast vollständig gerodet.

Beeteinfassung

Beeteinfassung

Alle Beete erhalten die abgebildeten Beeteinfassungen aus Holz. Die Rechtecke bestehen aus mit der Axt behauenen Fichtenstämmen.
Über den Gemüsegarten des Klosterplans gibt es natürlich unzählige Veröffentlichungen, die man im Netz finden kann. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich mit Mareike, der Agrarbiologin des Campus Galli, vor Ort auszutauschen.

Altarbereich

Campus Galli 2017 – Fenstereinbau


Bis auf ein Gefach, die beiden Türen und den Innenausbau ist die Holzkirche von den sofort erkennbaren Holzarbeiten fertiggestellt. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man trotzdem immer wieder Neues.

Fenstereinbau

Fenstereinbau

So haben Johannes und Michael das mittlere Fenster im Ostgiebel eingebaut. Das Fenster besteht aus Pergament, dass auf einen Rahmen gespannt ist. Zur Herstellung wurde eine Ziegenhaut verwendet.

Abschluß

Abschluß

Der offene Zwischenraum zwischen der Seitenwand und der Dachtraufe wird geschlossen. Die quer liegenden Holzbrettchen werden mit einer Leiste auf dem Riegel festgeklemmt. (Zum besseren Verständnis, das Bild ist von unten nach oben aufgenommen.)

Holzkirche im April 2017

Campus Galli 2017 – Fortschritte an der Holzkirche


Während des Winters sind einige Arbeiten in der Holzkirche durchgeführt worden.

Baldachin

Baldachin

Vom Ostgiebel aus wurden zwei Balken eingebaut, die knapp über den beiden sich kreuzenden Balken des Windverbands auf diesen treffen. Dadurch entsteht ein Baldachin oberhalb des Altars.

Seitenwand - Nord

Seitenwand – Nord

Momentan werden die beiden letzten Felder der Seitenwand auf der dem Wetter abgewandten Seite geschlossen.

Zisterne

Zisterne

Fast seit Baubeginn des Fundamentes der Holzkirche befindet sich schräg hinter dem Ostgiebel eine Zisterne. Sie sammelt das Wasser aus der Drainage der Holzkirche und Oberflächenwasser. Da es zukünftig für die Besucher möglich sein soll, die Kirche von allen Seiten zu betrachten, wird die Zisterne mit einem Weidenzaun gesichert. Die Hebevorrichtung für das Wasser wird auch wieder installiert. Das ist dann sicher ein weiteres Bild wert.

Schweinestall

Campus Galli 2017 – neuer Schweinestall


Die Weideschweine, beides Damen, haben ein neues Domizil erhalten. Während der äußere Teil gegen Ende der letzten Saison bereits fertig war, wurde über den Winter der Innenbereich ausgebaut.

Schweinestall Boxen

Schweinestall Boxen

Hier gibt es die Möglichkeit, durch den Einsatz von Holzelementen, die Boxen zu verkleinern oder zu vergrößern. Somit kann man die beiden Damen gemeinsam oder getrennt im Stall halten.

Schweinestall Ausgang

Schweinestall Ausgang

Es gibt zu beiden Seiten einen Ausgang. Neben dem neuen Gehege wird zukünftig wechselweise auch das alte genutzt.

Schweinestall - Doppelzaun

Schweinestall – Doppelzaun

Die beiden Gehege benötigen einen Doppelzaun, damit jeglicher Kontakt zu Wildschweinen ausgeschlossen werden kann. Beim neuen Gehege ist dieser bereits teilweise fertig. Während die beiden Schweinedamen noch auf den Einzug warten, sind zwei andere alte Bekannte bereits wieder im Einsatz.

Korbinian und Jonathan

Korbinian und Jonathan

Die beiden Ochsen, Korbinian und Jonathan, in einem Gehege im Wald. Hier sollen sie die Rodung vorantreiben. Eine Sonderration Heu mundet den beiden trotzdem zu jeder Zeit.