Archiv der Kategorie: Bayern

Route 2

Schloss Linderhof


Nachdem Feli und Joachim den Vormittag zu einem großen Teil in Kirchen verbracht hatten (Bericht), besuchten sie am Nachmittag mit Schloss Linderhof eine der drei Schlossanlagen, die der Märchenkönig Ludwig II errichten ließ. Nach einer interessanten, fundierten Führung durch das Schloss, kann der Besucher die weitläufige Anlage erkunden. Innerhalb des Schlosses ist photographieren strengstens untersagt. Der Eintrittspreis inklusive Führung (Dauer ca. 25 Minuten) beträgt € 8,50. Bei der Führung konnte Joachim erneut feststellen, dass die weibliche Aufmerksamkeit hinsichtlich dem Besonderen überaus ausgeprägt ist. Ihm wäre der Herr in Damenkleidung und Plateau Sandalen niemals aufgefallen.

Linderhof - Schlosspark

Linderhof – Schlosspark

Zu den folgenden Bildern ist ein Kommentar überflüssig, sie sprechen für sich selbst.

Linderhof - Frontansicht (1)

Linderhof – Frontansicht (1)

Linderhof - Frontansicht (2)

Linderhof – Frontansicht (2)

Linderhof - Frontansicht (3

Linderhof – Frontansicht (3

Schloss Linderhof - Brunnen (1)

Schloss Linderhof – Brunnen (1)

Schloss Linderhof - Brunnen (2)

Schloss Linderhof – Brunnen (2)

Schloss Linderhof - Gärten (1)

Schloss Linderhof – Gärten (1)

Schloss Linderhof - Gärten (2)

Schloss Linderhof – Gärten (2)

Schloss Linderhof - Gärten (3)

Schloss Linderhof – Gärten (3)

Während sich Feli und Joachim auf das Schloss konzentrierten, bietet die Parkanlage noch einige „Fluchtburgen“, wie die künstliche Grotte (Renovierung bis 2021), den Maurischen Kiosk, Hundinghütte. etc.. Für eine genaue Betrachtung der gesamten Anlage ist sicher ein ganzer Tag notwendig.

Für den Rückweg wählten die Beiden eine Strecke vorbei am Plansee und über einen kleinen Pass nach Reutte in Tirol. Die Fahrt führt über einige Kilometer am Ufer entlang. An diesem Tag hatte der See, wahrscheinlich durch den Lichteinfall, eine wunderbare Farbe, die ins türkis ging.

Plansee (1)

Plansee (1)

Plansee (2)

Plansee (2)

Plansee (3)

Plansee (3)

Nach diesen tollen Eindrücken machten sie sich auf den Rückweg. In Wohmbrechts im Gasthaus zur Tanne beschlossen sie den Tag mit einem ausgezeichneten, gutbürgerlichen Abendessen. Sie kamen beide zur Ansicht, dass sie die Gegend um Füssen irgendwann bei einem mehrtägigen Aufenthalt erkundigen möchten.

Informationen:

Schloss Linderhof

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Route 1

Oberammergau und Ettal


Nach dem vergnüglichen Abend mit alten Freunden machten sich Feli und Joachim auf den Weg nach Oberbayern. Um dem hohen Verkehrsaufkommen zu entkommen, wählte Joachim eine Route parallel zum Bodensee. Ihr erster Zwischenstopp war in Lengatz. Dort besuchten sie Felis jüngere Schwester Charlotte und deren sechsjährige Tochter Laura. Nach einem zweiten Frühstück ging die Fahrt mit Hilfe des Navis weiter. Dieses Navi hatte die lobenswerte Eigenschaft, einen sinnvollen Weg zum Ziel zu anzuzeigen. Es wählte einen über Reutte in Tirol. Der Grenzübergang verbunden mit dem Hinweis auf das „Pickerl“ erschreckte Feli und Joachim so sehr, dass sie anstatt genau zu lesen, unverzüglich die Strasse verließen und einen Umweg in Richtung Füssen wählten. So fuhren die Beiden vorbei an Schwangau und dem Forggensee in Richtung Norden.

Neuschwanstein

Neuschwanstein

Der Umweg bescherte einen Blick auf das Schloß Neuschwanstein, bevor die Fahrt zum geplanten Ziel weiterging.

Ammergauer Alpen GmbH

Ammergauer Alpen GmbH

In der Nähe dieses eindrucksvoll bemalten Hauses und des Theaters in Oberammergau fanden sie einen Parkplatz. Die erlaubte Parkdauer betrug zwar nur 30 Minuten, aber zunächst empfanden sie es als eine glückliche Fügung, dass sich eine Metzgerei Vorort befand. Vom „kleinen Hunger“ getrieben, wählte jeder eine rote Bratwurst. Schon nach dem ersten Biss waren sie sich einig, dass ist die schlechteste Bratwurst des bisherigen Lebens. Sehr fettig und mit einem kräftigen Rotstich, was auf eine großzügige Verwendung von Pökelsalz schließen ließ. Der Hunger gewann und sie erkundeten den Ort.

Forstamt Oberammergau

Forstamt Oberammergau

Wie schon beim ersten Gebäude erkennt man auch hier, dass die Kunst der „Lüftlmaler“ überzeugende Darstellungen liefert. Das Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte, die vom Privathaus, Richterhaus, Prälatenhaus und ab 1830 zum Sitz der Forstverwaltung reicht.

St. Peter und Paul

St. Peter und Paul

Weithin sichtbar im Ort ist der Kirchturm von St. Peter und Paul. Während die Kirche von Außen schmucklos wirkt, bietet sie im Innern ein Juwel des Rokoko.

. Peter und Paul - Hauptaltar

. Peter und Paul – Hauptaltar

St. Peter und Paul - Seitenaltar

St. Peter und Paul – Seitenaltar

St. Peter und Paul - Deckenmalerei

St. Peter und Paul – Deckenmalerei

St. Peter und Paul - Orgel

St. Peter und Paul – Orgel

Zunächst, so wird vermutet, befand sich an diesem Ort eine Kirche aus Holz. Bis zum Jahre 1200 dann eine Steinkirche, die durch einen gotischen Bau abgelöst wurde. In der bestehenden Form begann der Neubau im Jahre 1735. Obwohl im alemannischen Sprachgebrauch ein „Wüstgläubiger“ bezeichnet, also evangelisch, befand Joachim die Figur des Heiligen gleichen Namens an der Seite des Hauptaltars für recht imposant.

Basilika Ettal

Basilika Ettal

Nach kurzer Fahrt erreichten Feli und Joachim die Benediktinerabtei Ettal. Das Kloster wurde 1330 durch Kaiser Ludwig IV. („der Bayer“) gegründet. Nach einem großen Brand im Jahre 1744 begannen unverzüglich die Wiederaufbauarbeiten. Im Jahre 1803 wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisation aufgehoben. Seit 1900 besteht wieder ein Kloster und seit 1905 ein Gymnasium und Internat. Die Basilika bildet den Mittelpunkt der Klosteranlage.

Basilika Ettal - Hauptaltar

Basilika Ettal – Hauptaltar

Basilika Ettal - Seitenaltar (1)

Basilika Ettal – Seitenaltar (1)

Basilika Ettal - Seitenaltar (2)

Basilika Ettal – Seitenaltar (2)

Basilika Ettal - Seitenaltar (3)

Basilika Ettal – Seitenaltar (3)

Eine stattliche Anzahl von Seitenaltären (abgebildet sind drei Beispiele) schmücken das Kirchenschiff.

Basilika Ettal - Beichtstuhl

Basilika Ettal – Beichtstuhl

Basilika Ettal - Kuppel

Basilika Ettal – Kuppel

In der Kuppel sind eine Vielzahl von Heiligen dargestellt, die die Größe Gottes preisen.

Auch dieser Sakralbau ist beeindruckend. Bei nächsten Besuch wollen die Beiden aber an einer Führung teilnehmen, um detailliertere Informationen zu erhalten. Nach soviel geistlicher Anschauung wendeten sie sich nun der weltlichen Schönheit zu. Davon an anderer Stelle mehr.

Informationen:

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Forstamt Oberammergau

Benediktinerabtei Ettal

Dinkelgarben

Campus Galli 2016 – Ein kleiner Streifzug durch die Felder


Wie schon berichtet, sind Teile des Dinkelfeldes am letzten Wochenende geerntet worden. Das Titelbild zeigt eine Garbenreihe und den beladenen Ochsenkarren. Im Gegensatz zur letzten Saison sind die Felder weitestgehend von Unwettern verschont geblieben, und momentan ist mit einer guten Ernte zu rechnen. Weiterer ergiebiger Regen ist aber nicht notwendig.

Getreidefeld

Getreidefeld

In einem weiteren Getreidefeld sind noch einige Sonnenstunden bis zur vollständige Reife von Nöten.

Ackerbohnen

Ackerbohnen

Die Acker-, Sau- oder auch Puffbohnen sind gut gewachsen, und eine ertragreiche Ernte könnte ins Haus stehen.

Mohn

Mohn

Selbst der Mohn, der sich zunächst zierte, hat sich teilweise zum Blühen entschlossen.

Flaschenkürbis

Flaschenkürbis

Die Flaschenkürbisse umschlängeln ihr Gestell und haben eine Vielzahl von Blüten.

Ackerringelblume

Ackerringelblume

Die besondere Bewandtnis mit der Ackerringelblume hat mir Mareike, die Agrarbiologin, gezeigt. Zunächst erkennt man nur etwas unscheinbare gelbe Blüten.

Verwandlung

Verwandlung

Nach dem Verblühen neigen sich die Pflanzen dem Boden zu. Anstelle der ehemaligen Blüte bilden sich nun anscheinend behaarte Beine und mehrere Spinnenleiber aus. Zunächst noch in grüner Farbe.

Ergebnis

Ergebnis

Das Endergebnis, ein schwarzer Spinnenleib mit Beinen, ist verblüffend und täuschend echt.

Zum Abschluss noch ein Blick in die Holzkirche, …

Ostgiebelwand

Ostgiebelwand

… der Ostgiebel ist vollständig ausgefacht.

Information zum Flaschenkürbis

Route Tag 4

Eine Reise nach Mittelschwaben (4)


4. Tag

Krumbach (Schwaben) – Münsingen – Obermarchtal – Radolfzell – Stockach

Zum letzten Mal bei dieser Reise trafen sich die beiden zum gemeinsamen Frühstück. Joachim hatte in seinem Moleskine (Notizbuch), ein Geschenk seiner Arbeitskollegen zum 60. Geburtstag, das Gedicht von Eugen Roth notiert. Was in Zeiten von WLAN ja keine Schwierigkeit war.

Das Schnitzel

Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet
Bemerkte, dass ihm das mißriet
Jedoch, da er es selbst gebraten
Tat er, als wär es ihm geraten
und, um sich nicht selbst strafen Lügen
Isst er´s mit herzlichem Vergnügen.

Rita Maria meinte nach der Lektüre, nun wisse sie endlich, was Männer in diesem Büchern stehen hätten, eigenartige Wortgebilde eben. Während des Frühstücks bemerkte Rita Maria, dass sie sich nun seit 25 Jahren kennen würden. Dies veranlasste Joachim zum bewundernden Ausruf: „Da sieht man mal, was Männer alles aushalten!“. Rita Maria bemerkte dazu nur lakonisch, es wäre an der Zeit, dass sie ihn wieder zu Hause abgebe. Nach diesem überaus erquicklichen Wortgefecht holten die beiden ihr Gepäck, gaben die Schlüssel zurück und Rita Maria war erstaunt, dass sie keine Kurtaxe zu entrichten hatten. Die Wirtin teilte Ihnen mit, sie wären doch kein Kurort, was genau betrachtet, ja auch nicht sein konnte. Die beiden gingen zum Auto und machten sich auf eine gemütliche Überlandfahrt in Richtung Kloster Obermarchtal.

Da den beiden die Strecke irgendwann durch die Besuche der Stadt Ulm bekannt war, hatte das Navi seinen Dienst getan. Trotzdem bog Joachim versehentlich nach Untermarchtal ab. Der Ort erschien den beiden bescheiden, aber da ein Verkehrsschild mit dem Hinweis – Münsingen/Donau 2 km – auftauchte, fuhren sie einfach weiter.

Junge Donau bei Münsingen

Junge Donau bei Münsingen

Landschaftlich liegt Münsingen sehr reizvoll, das alte Städtchen hat man aber relativ schnell erkundet.

Seitengasse Münsingen an der Donau

Seitengasse Münsingen an der Donau

Als die beiden dann den Ort wieder verließen und Richtung Obermarchtal fuhren, fiel Rita Maria ein, dass sie hier schon einmal im Gasthaus Rose übernachtet hatte. Es war eine gute Unterkunft auf dem Donauradweg gewesen.

Als sie Obermarchtal erreichten, hatten sie bei der Parkplatzsuche wie immer Glück in diesen Tagen und stellten das Auto in der Nähe des Klostereinganges ab. Im Ort fand offensichtlich ein Oldtimer-Treffen statt. Die Fahrzeuge hatten zwar alle vier Räder, jedoch waren die hinteren sehr eng beieinander. Auf einem der Fahrzeug war der Name Morgan zu lesen.

Kloster Obermarchtal

Kloster Obermarchtal

Die Klosteranlage ist imposant und doch zugleich wiederum zurückhaltend. Es ist eine Realschule untergebracht, und es gibt einen getrennten Bereich zur Unterbringung von Seminarteilnehmern.

Klosterkirche Obermarchtal

Klosterkirche Obermarchtal

Auch die Klosterkirche ist für katholische Verhältnisse eher schlicht. Atemberaubend ist der Blick auf die Stromschnellen der Donau.

Blick vom Kloster Obermarchtal

Blick vom Kloster Obermarchtal

Nun fuhren die beiden gemütlich über Land Richtung Bodensee. Als Joachim bei Herbertingen vorschlug noch die Heuneburg zu besichtigen, stieß er bei Rita Maria auf keine Gegenliebe. Nach einigen Kilometern wurde der Grund offensichtlich, der kleine Hunger machte sich langsam bemerkbar. Da sich auf der Strecke keine geeignete Gaststätte fand, beschlossen die beiden bis nach Radolfzell zu fahren. Hier gab es in der Seestraße das Altstadtcafe Seekatze, das durchgehend warme Küche hat und in welchem sie schon mehrfach gut gespeist hatten. Aus dem obligatorischen Salätchen wurde bei Joachim Schnitzel, Pommes und Salat und bei Rita eine Salatplatte mit Schweineschnitzel. So gestärkt verbrachten sie danach noch einige Zeit am Wasser.

Radolfzell - Bodensee

Radolfzell – Bodensee

Nun ließen die beiden die letzten Tage noch einmal Revue passieren und waren sich einig, dass es tolle Tage mit einer Vielzahl von wunderbaren Eindrücken, gelungenen Momenten gewesen seien. Sie viel Neues erfahren hätten. In Bayern heißen Landstraßen eben Staatsstraßen meinte Joachim, wohl dem, der glaubt es zu haben. Sie fuhren nach Stockach und verabschiedeten sich, mit der gegenseitigen Versicherung in Kontakt zu bleiben.

Anmerkung: Der Verfasser der Berichte hat sich kurz überlegt, dass man im Prinzip aus diesen beiden Protagonisten einen ganzen Roman machen könnte. Nur Phantasie wäre noch notwendig.

Informationen
Kloster Obermarchtal

Die Heuneburg

Route Tag 3

Eine Reise nach Mittelschwaben (3)


3. Tag

Krumbach – Kloster Roggenburg – Weißenhorn – Dillingen a.d. Donau – Günzburg – Krumbach

Pünktlich wie vereinbart trafen sich Rita Maria und Joachim um 8.30 Uhr vor ihren Zimmern gegenüber dem Notausgang, um sich zum Frühstück aufzumachen. Joachim schenkte Rita Maria eine weitere Packung Papiertaschentücher, da deren Nase immer noch an die Werbung für den VW-Käfer erinnerte, leicht abgewandelt:“Sie lief und lief“. Das Frühstücksbüfett ließ keine Wünsche offen, und sie hatten erstaunlicherweise einen Tisch für zwei Personen. Sie unterhielten sich unter anderem auch über Vogelpark Walsrode, den Joachim als überaus sehenswert bezeichnete. Rita Maria fragte nach dem genauen Ort, den Joachim nur vage mit in der Nähe von Achim bezeichnen konnte. Ihre niederbayerische Urlaubsbekanntschaft am Nebentisch nannte aber wie aus der Pistole geschossen das passende Autobahnkreuz. Rita Maria und Joachim verabschiedeten sich von dem Paar, dass sich auf die Weiterreise nach Biberach zu einem Kameradschaftstreffen machte. Dann stiegen die beiden ins Auto, manövrierten dieses vom Parkplatz, und machten sich auf den Weg zum ersten Tagesziel.

Nach einer kurzen Fahrt durch sehr ein ländliches Gebiet erreichten Sie die Klosteranlage Roggenburg, ein ehemaliges Reichsstift. Das 1126 gegründet Kloster wurde 1802 aufgelöst, aber seit 1982 hat sich der Prämonstratenserorden neu angesiedelt. Heute beheimatet das Kloster neben einem Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur mit Seminar- und Tagungsräumen, Übernachtungsmöglichkeiten, auch einen Klosterladen und Klostergasthof. In der weitläufigen Anlage entdeckten die beiden auch ein Schneckeninformationszentrum mit lebenden Vertretern dieser nicht überall beliebten Spezies, dieses mag jedoch dem Umweltgedanken geschuldet sein.

Kloster Roggenburg mit Klostergarten

Kloster Roggenburg mit Klostergarten

Die beiden spazierten durch die weitläufige Anlage, betraten die Kirche während der Predigt, wodurch keine Bilder möglich waren. Nach ein paar Anstandsminuten begaben sich beiden wieder nach draußen, vorbei an der Speisekarte des Gasthofes, dem gerade öffnenden Klosterladen und strebtem dem Parkplatz zu. Beim Einbiegen auf die Staatsstraße ließ Joachim den Wagen noch einmal etwas zurückrollen, um einer bergan strebenden Radfahrerin die Vorfahrt auf dem Radweg zu gewähren, was Rita Maria zu der Bemerkung veranlasste, dass es doch ewig gereicht hätte. Joachim entgegnete, er hätte sich das freundlichen Zunicken abholen wollen. Rita Maria meinte dies sei ihm zuteil geworden. Nach dem kleinen verbalen Geplänkel fuhren sie dem nächsten Tagesziel entgegen.

Nach ein paar Minuten waren sie in Weißenhorn und fanden direkt links vom historischen Stadttor einen Parkplatz.

Weißerhorn - Stadttor

Weißerhorn – Stadttor

Die beiden schritten durch das Tor und fanden sich in einer pittoresken Kleinstadt wieder. Enge Strassen, alte Häuser, teilweise mit Renovierungsstau, schmale Gässchen und ein kleiner Bach. Hinsichtlich der notwendigen Renovierungen vermutete Rita Maria, dass manchmal einfach die Auflagen des Denkmalamtes zu hoch seien, sodass die Gebäude lieber dem Verfall preisgegeben würden.

Straßenbild Weißenhorn

Straßenbild Weißenhorn

Rathaus und Museum - Weißenhorn

Rathaus und Museum – Weißenhorn

Nachdem die beiden durch kleine Gässchen und Seitenstraßen den Großteil des Ortes erkundet hatten, warfen die noch einen schnellen Blick in die Kirche, um danach zum Abschluss das Stadtschloss der Fugger zu betrachten. Im Augenblick werden im Schloss und auf dem Vorplatz Renovierungsarbeiten durchgeführt.

Fuggerschloss - Weißenhorn

Fuggerschloss – Weißenhorn

Wieder im Auto wünschte sich Rita noch eine Fahrt durch die 30er-Zone, um auch den scheinbar neueren Teil des Ortes kennen zu lernen. Auffallend war nur, wie bisher in allen Städten oder Dörfern, die Vielzahl der Gasthäuser, kleinen Brauereien und Cafes, entweder gibt es noch eine lebendige Wirtshauskultur oder es ist, wie Rita Maria vermutete, der Vielzahl der Radler geschuldet. Zum Erreichen ihres nächsten Zieles wählten sie zum ersten Mal eine Autobahn, nämlich die A7.

Von der A7 kommend, Aussagen des Navis ignorierend, folgten sie dem Schild Stadtmitte und landeten in Lauingen anstatt wie gewünscht in Dillingen an der Donau. Dieser Fauxpas wäre keiner Erwähnung wert, hätte Rita nicht bei rot die Fußgängerampel überquert, wodurch sich die beiden durch eine im Straßencafe sitzende Männergruppe einen lautstarken Rüffel einhandelten. Nachdem die beiden feststellten, dass am Ort in ihrem Bereich wenig interessantes zu entdecken war, überquerten sie erneut die Straße außerhalb der Sichtweite der „Aufpasser“ und fuhren nach Dillingen an der Donau. In der Stadt angekommen, wählten eine Ringstraße, und entdecken an einem Donaualtarm den letzten Parkplatz. Hier folgten die beiden der Beschilderung in Richtung Wehr.

Donau bei Dillingen

Donau bei Dillingen

Auf dem Wehr angekommen, bot sich den beiden eine reizvolle Flusslandschaft dar. Das Wehr besitzt an der linken Uferseite eine Schleuse für kleine Boote. Die beiden machten sich auf den Rückweg, entdeckten, dass sie einem alten Trimm-Dich-Pfad folgten, und fuhren Richtung Altstadt.

Schloß Dillingen

Schloß Dillingen

Das Dillinger Schloß diente den Fürstbischöfen, die aus dem lutherischen Augsburg „vertrieben“ wurden, viele Jahrzehnte als Residenz. In dieser Zeit nahmen sie eine Vielzahl von Umbauten vor, so errichten sie auch das Torhaus, welches ihnen einen direkten Zugang zur Stadt schuf.

Torhaus - Schloß Dillingen

Torhaus – Schloß Dillingen

Heute dient das Schloß als Amtsgericht und Finanzamt, beherbergt in der Anlage die Sparkasse und ein Restaurant. Die repräsentativen Räume werden zu Empfängen, Vernissagen etc. genutzt.

Es war ca. 13.45 Uhr als sich bei Rita Maria der legendäre kleine Hunger meldete und es sie nach einem kleinen Salätchen gelüstete. Es war Feiertag, also fielen alle möglichen Fleischtheken aus, und der zuerst besuchte Gasthof mit Biergarten wollte im 14.00 Uhr seine Pforten schließen.

Dillingen - Altstadt

Dillingen – Altstadt

Die Pizzeria fand keine Gnade vor Rita Marias Augen, und der Grieche auf der rechten Seite im ersten Stock kurz vor dem Tor teilte den beiden mit, dass er auch ab 14.00 Uhr geschlossen habe. Als sie dann wieder durch das Tor schritten, auf dem gegenüber liegenden Platz ein reines Cafe entdeckten, fiel Joachim ein, dass sie an einem Kebap vorbeigekommen waren. Als er dies Rita Maria kund tat, bezweifelte jene seine Ortskenntnis, folgte ihm aber dann doch ohne größeren Widerstand. Bei Kebap angekommen, entsahn sich Rita Maria, dass sie beim vorherigen Vorbeikommen von einer Frau gegrüsst worden waren. Sie bestellte einen Kebap mit allem aber wenig Fleisch zum Mitnehmen, Joachim ebenso, aber mit der üblichen Portion Fleisch. Das Verständnis von wenig war aber bei dem türkischen Mitbürger anders ausgeprägt als bei Rita Maria. Nachdem die beiden noch verneint hatten, dass sie Ortsansässige seien, machten sie sich mit Kebap und Servietten bewaffnet auf die Suche nach einem angenehmen Sonnenplatz. Sie wurden auf der Eingangstreppe eines Lehrerseminars fündig und verspeisten in der Sonne sitzend mit großem Vergnügen den ausgezeichneten Kebap. Die auf der Treppe entstandenen Kleckereien beseitigten die beiden mittels der Servietten. So gestärkt machten sich die beiden auf, den auch in diesem Ort vorhandenen goldenen Saal (zwischen 12.00 und 14.00 Uhr geschlossen) zu besichtigen.

Dillingen - Goldener Saal

Dillingen – Goldener Saal

Das Erklimmen hatte sich gelohnt und die beiden nahmen Platz, um die Pracht auf sich wirken zu lassen. Sie befanden sich im Kongregationssaal, der zwischen 1761 und 1764 seine prunkvolle Form erhielt. Der Saal war die Aula der 1549 gegründet „Hohen Schule“, die 1563 durch Papst Pius zur Universität erhoben wurde. Dillingen wurde unter der Führung des Jesuitenorden eines der Zentren der Gegenreformation. Die Universität wurde 1803 aufgelöst, heute ist die Akademie für Lehrerfortbildung in den Räumen untergebracht. Die wunderbaren Deckenfresken beschreiben religöse (Maria) und universitäre Themen (die einzelnen Fakultäten). Aber auch der Stadt selbst ist ein Fresko gewidmet. Ein Saal zum Genießen, darüber waren sich die beiden einig. Danach machten sich die beiden zum Auto auf, um vorbei an Baggerseen, kleinen Dörfern, die nächste Station ihrer Tagestour zu erreichen.

Günzburg - Altstadt

Günzburg – Altstadt

Auch in Günzburg stand den beiden das Glück zur Seite, nicht nur das sie den letzen Parkplatz direkt vor der Altstadt ergatterten, inzwischen herrschte auch Kaiserwetter. So erkundeten die beiden dann die Altstadt, der sehr viel geschäftiger war als die anderen besuchten an diesem Tage. Auch fielen die Vielzahl der Radler einem ins Auge. Nachdem Rita Maria sich noch ein großes Eis leistete, was bei ihrer Figur sicher problemlos ist, verzichtet Joachim genau aus diesem Grund darauf. Danach machten sich beiden auf den Rückweg nach Krumbach.

Am Hotel angekommen, übersahen sie leider den Parkplatz direkt vor dem Eingang, und parkten das Auto rund 50 m in der nächsten Querstraße. Da die beiden noch etwas zu früh waren zum Abendessen, dass man entweder um 18.30 Uhr oder um 19.30 Uhr einzunehmen hatte, besuchten sie noch mal den Stadtpark, um auf einer Parkbank die Sonne zu genießen. Zur passenden Zeit fanden sich die beiden dann im Gastraum ein, um an einer langen Tafel Platz zu nehmen. Wohlweislich wählten sie den Platz am Ende, um so nur mit einem Nachbarn konfrontiert zu sein. Die Tafel füllte sich nach und nach, wobei ein Pärchen sich strikt weigerte, den zugewiesenen Platz einzunehmen. An diesem Abend kamen die beiden in kein Gespräch mit den Tischnachbarn, die beiden Damen waren zu sehr mit sich und ihren Beziehungsproblem beschäftigt. Nachdem obligatorischen Salatbüfett wurde der Hauptgang bestehend aus zwei Scheiben Kassler und Kartoffelsalat mit Gurken serviert. Dieser Hauptgang erreichte leider nicht die Qualität der beiden Vortage, vor allem der Salat war gewöhnungsbedürftig. Die Nachspeise mousse au chocolat wurde sehr originell in einem kleinen Blumentopf serviert. Eine tolle Idee leider getrübt durch die Tatsache, das die Küche auch auf dem dritten Dessert eine Art von dunklen Kecksbrösel verwendete. Zum Abschluss erhielten die beiden also das am wenigsten befriedigende Abendessen, was ihrer lebhaften Unterhaltung keinen Abbruch tat. Im Rahmen dieser Gespräche kam es zu einem fast philosophisch anmutenden Disput zum Thema „vertreten bzw. beharren auf gefällten Entscheidungen“. Rita Maria vertrat dabei die These von Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Dem widersprach Joachim mit einer unvollständigen Rezitation des Gedichts „Das Schnitzel“ von Eugen Roth, da er die Ansicht vertrat, dass jeder, also auch Rita Maria, immer wieder eigene Entscheidungen verteidigt wider besseren Wissens. So endete ein Tag auf eine vergnügliche Art.

Informationen

Vogelpark Walsrode

Der Prämonstratenserorden

Das Kloster Roggenburg

Die Fuggerstadt Weißenhorn

Die Stadt Dillingen an der Donau

Route Tag 1

Eine Reise nach Mittelschwaben (1)


1. Tag

Stockach – Pfullendorf – Bad Saulgau – Biberach – Laupheim – Illertissen – Krumbach (Schwaben)

Wenn zwei Personen, einer männlichen Geschlechtes im zarten Alter von 60, der andere Teil eine Dame, deren Alter ein Tabu bildet, eine gemeinsame Reise machen, gibt es einiges zu berichten. Nun waren die beiden, nach Aussage der Dame vor hundert Jahren, mal liiert, wodurch dem Unterfangen nach landläufiger Meinung mit einer gewissen Skepsis zu begegnen war. Sätze wie „das ist aber nicht normal“ waren im Vorfeld vielfach zu hören. Offensichtlich sprengt diese Verhaltensweise immer noch bestehende Konventionen. Unverdrossen jedoch nahmen die beiden, ich nenne sie Rita Maria und Joachim, ihr Ziel in Angriff. Ihr fahrbarer Untersatz zeigte ein ihrem Alter entsprechendes Verhalten, er kam langsam auf Touren, aber dann war er kaum zu halten. Weniger feinfühlige Zeitgenossen würden formulieren: „Die Karre hat unten raus keinen Dampf“.
Bei heiterem Wetter starteten die beiden ihre Überlandfahrt durch eine hüglige Landschaft, anfangs immer wieder unterbrochen durch mittlere Kleinstädte, später zusehends nur noch mit dörflichem Charakter versehen. Rechtzeitig, gegen Uhr 12.30, erreichten sie Illertissen. Rechtzeitig in dem Sinne, dass Rita Maria in einem festgelegtem Rhythmus, abhängig von den Zeitpunkt der Einnahme des Frühstücks, der kleine Hunger überfällt. Sie möchte in diesen Momenten einen kleinen Salat zu sich nehmen. Dieser Umstand wird uns die nächsten Tage noch begleiten. Joachim fand mitten in der Innenstadt einen Parkplatz und die beiden machten sich auf, eine geeignete Gaststätte zu finden, um die angedachte Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Nach wenigen Schritten nahmen die beiden an einem von der Sonne beglückten Tische Platz und harrten der Bedienung. Es stellte sich aber heraus, hier gilt selbst ist die Frau oder der Mann. Rita Maria empfand das als unpassend und so landeten die beiden, angezogen von liebevollen Ausschmückung, im abgebildeten Etablissement.

Der Eindruck täuscht

Der Eindruck täuscht

Doch der äußere Schein trog, die gewählten Gerichte waren drastisch formuliert einfach mies. Joachim wählte Allgäuer Käsespätzle, bei welchen der Salat fade, die Spätzle eher Knöpfle waren und zudem im Fett schwammen. Beim Hinausgehen entdeckte Rita Maria, dass das Restaurant vom Michelin empfohlen wird. Irgendwie beschlich sie der Gedanke nicht nur die Römer spinnen, sondern auch die Gallier. Daneben regte sich in ihnen der furchtbare Verdacht, dass die allgegenwärtigen Gießkannen allein dazu dienten, ahnungslose Touristen in begossene Pudel zu verwandeln.

Nun machten sich die beiden auf den für Joachim etwas beschwerlichen Aufstieg zum Schloss.

Das Zwiegespräch

Das Zwiegespräch

Im Eingangsbereich scheint es so, als ob Rita Maria sich in einem Zwiegespräch mit der Blechpuppe befindet. Aber manchmal trügt der Schein. Leider war das im Schloss beheimatete Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen, und die anderen Räume dienten der Abhaltung für irgendwelchen Seminaren im EDV-Bereich. Ein Blick durch das Fenster in den Saal war den beiden zumindest vergönnt.

Schloß Illertissen - Innenhof

Schloß Illertissen – Innenhof

Nach einem verletzungsfreien Abstieg beschlossen die beiden sich nun unverzüglich auf den Weg nach Krumbach zu machen, zumal dunkle Wolken nichts Gutes verhießen. Mittels eines Navi`s glaubten die beiden problemlos ans Ziel ihrer Wünsche, sprich ein 3*** Hotel mit Metzgerei zu gelangen. Unglücklicherweise beendete jedoch ein Toilettencontainer, aufgestellt mitten auf der Straße für das Fest am Folgetag, ihre schnelle, erfolgreiche Ankunft. Nachdem sie dann ein paar mal ums Viereck gefahren waren, landeten sie vor dem Hotel und ergatterten einen der letzten Parkplätze. An der Rezeption angekommen dämmerte es dem Wirt erstmals, dass die beiden gemeinsam reisten, was eine hektische Umbuchung seinerseits zur Folge hatte. Nachdem er den beiden einen Hotelpass im DIN A6-Format erklärt hatte, wies er Joachim noch darauf hin, dass das Zimmer klein sei, und wenn es nicht passt, er ein anderes haben könnte. Nun erklommen die beiden die Treppe in den ersten Stock, um ganz am Ende die Zimmer 19 und 20 zu beziehen. Über Ritas Zimmer soll an dieser Stelle der Mantel des Schweigen gehüllt werden, nur soviel sei verraten, es folgte im Anschluss an die Reise eine geharnischte Beschwerde an den Reiseveranstalter. Joachims Zimmer war zwar klein aber in Ordnung. Den Heizstrahler über dem Waschbecken, der bei längerem Aufenthalt einem sicher die Haare vom Kopf brennt, hatte er anfangs noch nicht entdeckt. Was beiden Zimmern zu eigen war, der freie Blick in den Innenhof auf die dort geparkten Fahrzeuge.
Nachdem sich der erste Schock gelegt hatte, machten sich die beiden auf, noch vor dem Abendessen die Schönheiten des Ortes zu erkunden. Es wurde ein schwieriges Unterfangen. Der Ort war nicht hässlich, er war nicht schön, er war nur langweilig. Das schönste Motiv, die Kirche mit dem kleinen Fluss davor, scheiterte am eingerüsteten Kirchturm. Nachdem sie einige Straßenzüge durchquert hatten, entdeckten sie zufällig das Schild Bahnhof (0,8 km). Da sie am Folgetag die Stadt Augsburg mit der Bahn, wie Internet angepriesen, aufsuchen wollten, kam dieser Hinweis überaus passend. Wie bei so vielem an diesem Tag erwies sich der gewählte Weg jedoch als eine Sackgasse. Sie folgten dem Weg an einem Bach entlang und landeten dann wieder auf einer viel befahren Straße ohne jegliches weiteres Hinweisschild. In der Straße gegenüber entdeckte Joachim am Ende ein Gebäude mit offiziellem Anschein, dies suchten sie auf, um den Stadtsaal zu entdecken. Doch das Glück ward ihnen hold, hinter dem Saal war ein Schienenstrang zu entdecken. Die Wahl der Richtung lag nun bei 50%, um die Chancen zu erhöhen, schritten sie zu den Schienen und reckten die Köpfe nach links und rechts, allein es war nichts zu entdecken. Über den großen Platz hinweg jedoch war ein Straßenschild zu sehen mit einem Hinweis in einem weißen Feld, das könnte die Rettung sein. Leider galt der Hinweis besagtem Stadtsaal von welchen sie eben kamen. Durch glückliche Fügung hatten die beiden jedoch den Busbahnhof gefunden. Es gab einen Bus nach Augsburg, Linie 600, und fuhr zu christlicher Zeit Uhr 9.35 und war nach 1 ¼ Stunden in Augsburg, der Preis von € 10,50 für Hin- und Rückfahrt pro Person empfanden beide als human. Da für Rita eine Zugfahrt jedoch mit mehr Charme verbunden war, erkundigte sie sich bei einer Wartenden nach den Zugfahrten nach Augsburg. Die Frau beschied ihr, das würde es nicht geben, nur mit dem Bus sei die Reise möglich. Dies erschien den beiden zweifelhaft und sie machten sich auf den Rückweg, gingen logisch vor, statt abzubiegen, folgten sie der Straße geradeaus. Nach einigen hundert Metern entdeckten sie das ersehnte Hinweisschild mit den Buchstaben DB. Dort angekommen, rückten sie dem Fahrkartenautomaten zu Leibe. Nach einigen Eingaben erhielten sie von ihm den überraschenden Reisepreis von € 76.– für zwei Personen genannt. Ein zufällig anwesender Lokführer betrachtete sie aus seinem Führerhaus, sicherlich mit einem breiten Lächeln. Als ihn Rita dann nach den Verbindungen nach Augsburg befragte, erfuhr sie, dass man zuerst nach Mindelheim muss, um dort in den Zug nach Augsburg umzusteigen. Die Fahrzeit entspräche inwetwa der des Busses. Die beiden hielten, auch Anbetracht des unsicheren Preisgefüges, eine Fahrt gen Süden um dann nach Norden zu gelangen für etwas eigenartig. Also war eine Busfahrt beschlossene Sache.
Auf dem Rückweg zum Hotel wollten sie dann noch den wohl gepriesene Stadtpark erkunden. Naja, ein Lichtblick war das moderne Mühlrad angetrieben durch den Kammel, dass den Strom für fünf Haushalte liefert. Über eine Treppe vorbei an der verschlossenen Kirche gelangten sie zurück zu ihrer Herberge.
Als dann begaben sie sich in freudiger Erwartung zum Abendessen. In der Gaststube wurde ihnen beschieden, dass sie mit einem anderen Pärchen den Tisch zu teilen hätten. Sie hatten Glück, der Niederbayer aus Deggendorf gehörte zu den Gesprächigen, hatte auch drei Übernachtungen gebucht. Die Zimmersituation fand auch er bescheiden. Durch seinen früheren Beruf bei der Bundespolizei kannte er die ganze Republik und es entwickelte sich eine amüsante Unterhaltung. Da das Abendessen, bestehend aus Maultaschensuppe oder Salat vom Büfett, Rinderbraten in Rotweinsauce mit Spätzle und einem Nachtisch, ausgezeichnet war, fand der Tag einen versöhnlichen Abschluss. Leicht ermattet erreichten die beiden gegen Uhr 21.15 ihre Zimmer, um sich für den nächsten Morgen um Uhr 8.00 zum Frühstück zu verabreden. Fortsetzung folgt.

Informationen:
Die Stadt Illertissen

Die Stadt Krumbach