Nordseite Klosterscheune

Campus Galli 2021 – Strohdach


An der Nordostseite (Titelbild) der Klosterscheune haben die Handwerker teilweise die Dachlattung angebracht. Der Bereich um den Gratsparren wurde ausgewählt, da hier die Deckung mit den Strohschauben anspruchsvoller ist.

Vorbereitungen
Vorbereitungen

Am Samstagnachmittag begannen Andreas („Mutti“), Hansi und Nils mit dem Decken der ersten Gratschauben. Andreas bohrt noch Löcher für Holznägel an welchen dann die ersten Schauben mit Strohseilen befestigt werden. Nils im Hintergrund klopft die Schauben noch einmal auf Holz, um die letzten Ähren zu entfernen. Dies dient dazu, ein Keimen zu verhindern.

erste Gratschauben
erste Gratschauben

Die ersten Schauben werden befestigt. Dabei wurde entschieden in welcher Form die Deckung in diesem Bereich erfolgen soll. Dazu hat man im Vorfeld nach reiflichen Überlegungen unterschiedliche Schauben, nach Länge und Art der Bindung, gefertigt.

untere Lage
untere Lage

Die Deckung der ersten Lage wurde immer wieder überprüft und teilweise auch angepasst. Insgesamt erhält das Dach eine dreifache Deckung aus Strohschauben. Die Anzahl der verwendeten Schauben wird genau dokumentiert. Es wurden insgesamt 7.500 Schauben vorgefertigt. Rein rechnerisch reichen diese für die gesamte Dachdeckung.

Nordseite
Nordseite

Zeitgleich mit der Eindeckung haben die Holzhandwerker die letzten drei Sparren über dem Eingang im Dach verbaut.

"fliegende Schauben"
„fliegende Schauben“

Mit etwas Geschick erfolgt die Materialversorgung auf dem Dach durch „Luftfracht“.

Schaubentransport
Schaubentransport

Ist die „wurfgewaltige“ Kollegin nicht mehr vor Ort, hilft eben die eigene Muskelkraft beim Transport.

Fortschritt
Fortschritt

Nach den ersten beiden Tagen lassen sich die Konturen des Daches erahnen. Nun wird einem noch besser bewusst, dass es sich um einen stattlichen Bau handelt. Die weitere Entwicklung bleibt spannend.

Campus Galli 2021 – Fortschritte beim Scheunenbau


Die Arbeiten beim Bau der Klosterscheune gehen voran. Das Titelbild zeigt Andreas und Aurel beim Zusägen eines Schifters.

Die Schifter laufen schräg vom Gratsparren auf die Pfette. Aurel bohrt ein Loch für die notwendige Verbindung mittels eines Holznagels.

Während die Holzhandwerker am Dachstuhl zügig vorwärtskommen, haben die Mauerer den Freiraum zwischen Fußpfette und Boden mit Bruchsteinen unterfüttert.

In Zusammenarbeit mit dem Korbmacher wurden die Wänden mit Flechtwerk ausgestattet.

Im Innenbereich erhielten die Unterfütterungen aus Bruchstein einen Lehmverputz.

Die Nordseite der Scheune gibt inzwischen ein beeindruckendes Bild ab. Sobald die Dachlatten angebracht sind, kann mit dem Eindecken begonnen werden. Es bleibt also spannend.

Campus Galli 2021 – Klosterscheune


Während der Pfingstfeiertage hatte ich wieder die Möglichkeit, mehrere Tage am Stück vor Ort zu verbringen. Mit großem Interesse habe ich den Fortgang beim Scheunenbau verfolgt. Die Holzhandwerker haben sich dem Aufrichten des Dachstuhls gewidmet. Auf dem Titelbild erkennt man die ersten Sparrenpaare im Bereich der Durchfahrt.

Ostseite

Weitere Sparren auf der Ostseite wurden über das Gerüst geschoben und in der richtigen Position fixiert.

Klosterscheune
Klosterscheune
Klosterscheune

Im nächsten Schritt wiederholte sich der Vorgang auf der Westseite.

Klosterscheune

Die beiden Sparren wurden abschließend an ihrer Spitze durch Julian mit einem Holznagel verbunden.

Klosterscheune

Innerhalb eines Tages haben die Holzhandwerker fünf Sparrenpaare verbaut. So langsam werden dem Betrachter die Ausmaße des Gebäudes besser bewusst. Dies gilt umso mehr, da ja ca. ein Drittel des Gebäudes an der Südseite noch aufgerichtet wird.

Südseite

Wie geräumig das Gebäude nach der Fertigstellung sein wird, zeigt ein Blick ins Innere. Die weitere Entwicklung verspricht einiges an Spannung.

Campus Galli 2021 – Eröffnung


Seit Christi Himmelfahrt hat der Campus Galli seine Pforten für die Besucher (die Vorgaben findet man auf der Homepage) wieder geöffnet. Natürlich gehörte ich mit zu den frühen Gästen. Meine ersten Eindrücke publiziere ich mit den verwendeten Bildern.

Das Titelbild zeigt die Holzkirche mit dem fertiggestellten Vorbau, dem Portikus.

Scheune

Beim Scheunenbau stehen inzwischen sechs der acht tragenden Eichenpfosten. Die beiden Zufahrten sind links und rechts erkennbar und mit ihrer Firstpfette verbunden. Malte arbeitet an einem Wandpfosten mit der Kreuzaxt die Fugen für das Weidengeflecht heraus. Die deutlich erkennbaren Gräben bilden den Ablauf für das Regenwasser vom Strohdach. Dies bedeutet die Dachkante reicht jeweils bis dorthin.

Zisterne

Gesammelt wird Wasser in einer eigens gebauten Zisterne. Sie hat eine Tiefe von ca. 2,30 m und ein Fassungsvermögen von etwa 3.000 Litern.

Spechthöhle

Den verantwortungsvollen Umgang mit dem Rohstoff Holz erkennt man an der Verwendung des abgebildeten Pfostens. Anstatt jenen Teil mit der ehemaligen Behausung eines Spechtes zu entfernen, wurde er sinnvoll in der Konstruktion verbaut.

Zaunpfosten

Der Heilkräutergarten bekommt zum Schutz vor „Meister Lampe“ einen Weidenzaun. Maga, der Korbmacher und sein Kollege Roman fertigen dazu rund 120 Pfosten aus Roteiche.

Ecksteine

Für den beginnenden Bau des Nebengebäude des Abtshauses stellt Jens, der Steinmetz, die notwendigen Ecksteine her. Das verwendete Material ist Jurakalk.

Holzgefäß

Hans, der Drechsler, fertig auf seiner Wippbogendrechselbank eine Holzschüssel. Die Spannvorrichtung hat eine unterschiedliche Dicke, wodurch er die Geschwindigkeit der Drehung des Werkstückes variieren kann.

Dies war ein kleiner Überblick über mein erstes, verlängertes Wochenende vor Ort. Auf die weiteren darf man sich freuen.

Campus Galli 2021 – Video „Beim Steinmetz“


Da im Augenblick noch keine Besuche im Campus Galli möglich sind, bilden die dort produzierten Videos eine willkommene Möglichkeit einige Informationen zu vermitteln. Das Titelbild – eine Aufnahme aus dem letzten Jahr – zeigt Jens, den Steinmetz, bei der Bearbeitung eines Buntsandsteines.

Beim Steinmetz

Campus Galli 2021 – Scheunenbau


Das Titelbild zeigt den Bauplatz für die Scheune des Klosterplans Anfang 2020. Inzwischen gibt es einen sehenswertes Video über das Aufstellen der tragenden Pfosten der Konstruktion. Die Scheune ist das größte Holzgebäude des Klosterplans.

Das Video

Frühlingsimpressionen von der Höri


Die Höri ist eine Halbinsel im Bodensee. Der Name entstand nach dem Volksmund bei der Erschaffung der Welt. Als Gott den letzten Rest Erde von den Händen streifte, sagte er: „Jetzt hör i uff!“

Die Höri lockte eine Vielzahl von Malern wie Otto Dix oder auch Schriftstellern wie Hermann Hesse an. Sie ist zum großen Teil Naturschutzgebiet und hat noch vieles von der Ursprünglichkeit bewahrt.

Wangen – Blick Richtung Steckborn
Wangen – Blick Richtung Kattenhorn
Hemmenhofen – Badeplatz
Hemmenhofen – Park
Hemmenfofen – ehemaliges Stallgebäude
Steckborn
Gaienhofen – Naturschutzgebiet
Friedhof Horn – Blick zur Reichenau

Die Bilder zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Halbinsel während der Frühlingszeit. Sie machen aber Lust auf weitere Besuche.

Informationen:

Halbinsel Höri

Campus Galli Rückblick 2020 – Die Mollen


Um die Zeit zur Eröffnung in diesem Jahr zu überbrücken, habe ich noch einmal in meinem Bildmaterial gestöbert. Das Ergebnis ist ein kleiner Bericht über Maga, den Korbflechter.

Im letzten Jahr hat der Campus Galli eine gefällte Pappel erhalten. Der Stamm war so groß, dass es möglich war aus ihm zwei Mollen herzustellen.

ausarbeiten
ausarbeiten

Mit Dechsel und Axt rückte Maga, der Korbmacher dem Stamm zu Leibe.

Feinarbeit
Feinarbeit

Nach rund 18 Arbeitstagen war die erste Molle fast fertiggestellt. Bei der Bearbeitung wird der Geruchssinn sehr strapaziert, da das noch feuchte Holz einen sehr unangenehmen Duft verbreitet.

Molle
Molle

Mit Wasser gefüllt werden die beiden Mollen nun dazu genutzt, um die gesäuberten und zwischenzeitlich trockenen Weiden durch das Einweichen wieder geschmeidig zu machen. Nur so ist eine Weiterverarbeitung zu Körben etc. möglich.

Um die besondere Art von Maga einmal allen Lesern etwas näher zu bringen, ist der beigefügte Podcast Bauen wie im Mittelalter (ab Min. 19.30) hörenswert.

Kleine Frühjahrswanderung 2021


Diese kleine Rundwanderung bietet sich zu jeder Jahreszeit an. Man bewegt sich auf dem Hinweg oberhalb der Plantagen und damit weg von allen touristischen „Begierden“. Entgegen der Routenbeschreibung auf dem Titelbild ist der letzte Schlenker vor dem Lispenthal nicht notwendig, man folgt einfach dem vorher beschrittenen Weg (Google kannte den nicht). Auf die Gesamtstrecke hat es jedoch keinen Einfluss.

stiller See
stiller See

Im Frühjahr, speziell unter der Woche, gehört der See den Wasservögeln, den Fischern und nur vereinzelt einem Freizeitkapitän.

Blick Richtung Ludwigshafen
Blick Richtung Ludwigshafen
Blick Richtung Sipplingen
Blick Richtung Sipplingen

Auf den rund vier Kilometern am Waldrand sind die Begegnungen selten. Ab und zu trifft man einen Mountainbiker oder auch Wanderer.

Lispenthal
Lispenthal

Im Lispenthal besteht die Möglichkeit über zwei Treppen bequem an das Ufer zu gelangen. Wer länger sitzen möchte, sollte eine Unterlage mit sich führen.

Richtung Marienschlucht
Richtung Marienschlucht

Folgt man dem Weg weiter in Richtung Osten, so gelangt man in die Marienschlucht. Nach einem tragischen Unfall vor Jahren ist der Zugang gesperrt, denn es besteht Lebensgefahr durch den in Bewegung geratenen Hang. Die Sperrung führt natürlich zu einer Reduzierung des Publikumsverkehrs. Die Gegend ist nicht mit dem Auto zu erreichen, was weitere potentielle Besucher abschreckt.

Uferweg
Uferweg

Der etwa gleichlange Rückweg führt über den Uferweg oberhalb der Böschung zurück nach Bodman. Die auf dem Bild sichtbaren gefällten Bäume sind links und rechts mit Pfählen in ihrer Position fixiert. Vermutlich dienen sie Wasservögeln und auch kleinen Fischen als Rückzugsgebiet.

In Bodman selbst bietet es sich an, beim Obsthof Kuppel (im Hofladen gibt es einen guten Schnaps zu erwerben) am Ortseingang zu parken. Die Tageskarte kostet € 8.–. Kostenlose Parkplätze gibt es fast keine und innerorts kostet die halbe Stunde € 2.– bei einer begrenzten Parkzeit. Viel Spaß!