Spätherbst 2018

Bodman im Spätherbst


Stille ist eingekehrt am See. Nun gehört er den Wasservögeln, dem Wind und manchmal, wenn man viel Glück hat, noch einmal den warmen Sonnenstrahlen. Die Touristen sind weg, die meisten Lokale haben geschlossen, einige wenige Spaziergänger sind unterwegs. Man könnte meinen, es kommt alles zur Ruhe. Ein besonderes Licht erfüllt die Landschaft.

Uferanlage

Uferanlage

Herbstimpression (1)

Herbstimpression (1)

Herbstimpression (2)

Herbstimpression (2)

Herbstimpression (3)

Herbstimpression (3)

Herbstimpression (4)

Herbstimpression (4)

Herbstimpression (5)

Herbstimpression (5)

Es ist tatsächlich soweit!

winterfest

winterfest

Ende der Saison

Ende der Saison

Und es ist gut so!

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Bild der Saison

Campus Galli 2018 – Bilder


Zum Abschluss noch einmal einige Bilder, die ich sehenswert finde, die aber in keinem Artikel ihre Verwendung fanden. Ausnahme bildet das Titelbild, es ist mein Bild der Saison.

Steinmetzhütte

Steinmetzhütte

Sehenswert ist auch die gekalkte Wand der Steinmetzhütte. Jens hat ganze Arbeit geleistet.

Kalebasse

Kalebasse

Die Flaschenproduktion kommt auch auf Touren.

Ofen

Ofen

Jürgen, der Schindelmacher, bekam von Mutti (Andreas) einen tollen Ofen gebaut.

Korbmacherhütte

Korbmacherhütte

Maga, also seine Hütte, hat ein Schindeldach bekommen.

Holzstapel

Holzstapel

Kreativität – wohin man blickt!

Holzschloß

Holzschloß

Nele hat ein Schloss geschaffen. Es wird an der Seitentür der Holzkirche eingebaut werden.

Mispel

Mispel

Nach dem ersten Frost sehen die immer noch gut, ob sie auch schmecken?

Gewichtswebstuhl

Gewichtswebstuhl

Hier kommt Farbe ins Spiel.

Sonnenanbeter

Sonnenanbeter

Das Highlight dieses kleinen Bilderreigens.

Die Kommentare sind mit einem Augenzwinkern zu lesen. Es ist eben das Ende der Saison.

Das Ende der Saison

Ambo - Titelbild

Campus Galli 2018 – Der Ambo


Das letzte Werk der Holzhandwerker während der öffentlichen Saison in diesem Jahr war die Fertigstellung des Ambo. Das Titelbild zeigt die feinen Holzarbeiten am letzten Sonntag kurz vor der Schließung in diesem Jahr.

Definition: „Ambo (griech. ἄμβων, im Gebrauch vielfach durcheinandergehend mit den Bezeichnungen für Lesepult, Lettner, Presbyterium und erhöhte Sitze überhaupt: analogium, auditorium, bema, dicterium, gradus, lectorium, pluteus, pulpitum, pyrgus, suggestus, tribunal, tribuna usw.) nennt man in der frühchristlichen und mittelalterlichen Kirche die erhöhte, von einer Brüstung umgebene und durch einen Stufenaufgang erreichbare Plattform zum Verlesen der Epistel und des Evangeliums, zum Vorsingen liturgischer Texte und zum Predigen. Er bleibt bis in das 13. Jh. hinein gebräuchlich und bildet eine wesentliche Voraussetzung der Kanzel, der Chorschranken und des Lettners. – Quelle.“

Vorarbeit

Vorarbeit

Begonnen haben die Arbeiten früh in der Saison, indem man schon gelagerte Buchen- und Eichenbretter grob gehobelt hat.

Feinarbeit

Feinarbeit

Buchenbretter

Buchenbretter

Im äußeren Bereich hat man Buchenbretter verwendet, die glatt gehobelt und genau angepasst eingebaut wurden.

Eichenbretter

Eichenbretter

Danach wurden zwei Reihen Eichenbretter eingebaut, bis nur noch vier kleine Dreiecke übrig blieben.

Sägen

Sägen

Für diese Dreiecke wurde dann ein sehr edles Holz verwendet. Andreas und Michael sägen dazu ein Stück von einer Mooreiche ab.

Einpassen

Einpassen

letzter Schliff

letzter Schliff

Das letzte Dreieck wird von Michael angepasst.

Vollendung

Vollendung

Kurz bevor Andreas mit den 40 Schlägen auf die Tabula die Saison 2018 beendete, war der Ambo fertiggestellt. Er wird noch ein bewegliches Pult für die Textablage erhalten. Er ist aber voll funktionsfähig, da die Texte ja auch in der Hand gehalten werden könnten.

Auch meine Berichte in diesem Jahr über das Campus Galli sind fast vollständig, ein kleiner Beitrag mit unveröffentlichten Bildern wird noch folgen. Für meinen Teil war es wieder ein tolles Jahr, mit guten Gesprächen, neuen Erkenntnissen und vielen freundlichen Gästen. Ich freue mich schon heute auf den Saisonbeginn 2019.

Glockenaufhängung

Campus Galli 2018 – Die Glocke im Glockenturm


Am letzten Freitagnachmittag im Oktober war es soweit, die Glocke sollte auf den Glockenturm kommen. Zunächst mussten, wie auf dem Titelbild sichtbar, die Einzelteile vom Abbundplatz zum Turm transportiert werden. Zuvor hat Thilo, der Schmied, noch die geschmiedete Aufhängung für das Glockenseil am Holzjoch angebracht. Sie ist auf des Linken Seite des Jochs zu erkennen.

Glockenaufhängung (1)

Glockenaufhängung (1)

Glockenaufhängung (2)

Glockenaufhängung (2)

Im Kreuzgang hat dann Hans die Glocke auf das Joch geschoben. Als Führung dient dazu das Bronzedreieck im Mittelteil der Rundbügelkrone. Daher war im Joch ein genau passender Streifen ausgespart, der auf dem zweiten Bild wieder mit einer Holzleiste verschlossen wird. Passgenau mit Holznägel befestigt, hat die Glocke auf dem Joch nun kaum noch Spiel.

Deckeneinbau (1)

Deckeneinbau (1)

Deckeneinbau (2)

Deckeneinbau (2)

Im nächsten Schritt haben Daniel und Julian die Teile der Deckenkonstruktion eingebaut.

Deckeneinbau (3)

Deckeneinbau (3)

Deckeneinbau (4)

Deckeneinbau (4)

Danach wurden die Lager für das Holzjoch an den vorgesehenen Stellen verbaut.

Glockenbefestigung

Glockenbefestigung

Bevor die Glocke mit vereinten Kräften an ihren Platz gehoben wurde.

Klöppel einhängen

Klöppel einhängen

Im vorletzten Schritt hat dann Thilo den geschmiedeten Klöppel eingehängt.

Glockengeläut

Glockengeläut

Am späten Nachmittag war es dann soweit, Bastian hat die Glocke zum ersten Mal unter dem Applaus der anwesenden Zuschauer geläutet.

Information und Video:

Die Bienenkorbglocke läutet

Kirche

Oktoberausflüge 2018 (3)


Mein letzter Besuch an diesem Tag im Oberschwäbischen galt dem Kloster Heiligkreuztal. Das Titelbild zeigt das Münter St. Anna, welches an diesem Tage leider verschlossen war. Die Anfänge des Kloster liegen im Jahre 1227 als Beginengemeinschaft aus Altheim. Als Beginen bezeichnet man Frauen, die ein religiöses, eheloses Leben in einer Gemeinschaft leben, ohne ein Gelübde abgelegt zu haben. Diese in in Deutschland bis heute seid dem 13. Jahrhundert bekannt. Ab 1233 war es ein Zisterzienserinnenkloster unter der Betreuung des Zisterzienserkloster Salem.

Herrenhaus

Herrenhaus

Beim Herrenhaus handelt es sich um ein Gebäude, dass den weltlichen Besuchern des Klosters zur Unterkunft diente. Das Haus dürfte aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Herrengarten

Herrengarten

Der ehemalige Klausurbereich ist für den Besucher nicht zugänglich, hier befinden sich die Zimmer der Gäste. Die gesamte Anlage wurde nämlich im Jahre 1972 durch die Stefanus-Gemeinschaft erworben und nach und nach restauriert. Heute ist es unter anderem ein Tagungshotel.

Beichtigerhaus

Beichtigerhaus

Das Beichtigerhaus war das Wohnhaus des Beichtvaters und des Kaplans, die vom Kloster Salem gestellt wurden. Es ist in seiner Entstehung genau auf das Jahr 1403 datiert.

Kräutergarten

Kräutergarten

Der Kräutergarten nach dem Vorbild der Insel Reichenau darf natürlich nicht fehlen.

Mühle

Mühle

Als einzige Gebäude, dass noch nicht renoviert wurde, ist die Mühle und Pfisterei (Bäckerei) zu nennen. Aber wie auf dem Bild zu sehen, macht das ihren besonderen Charme aus.

Weitere Information finden Interessierte auf dem angegebenen Link. Das ehemalige Kloster hat auch ein Museum, das leider nur an Sonntagen von April bis Oktober geöffnet hat. Dort wird ein reichhaltiger Kirchenschatz gezeigt.

Informationen:

Die Klosteranlage

Holzkirche mit Glockenturm

Campus Galli 2018 – Der Glockenturm


Seit letzter Woche kann man auf dem Campus Galli ein stimmiges Ensemble bewundern. Das Titelbild zeigt die Holzkirche mit ihrem Kreuzgang, dessen Öffnung genau auf den eben erstellten Glockenturm weist. Abgerundet wird das Bild durch die Einfriedung mit ihrem Tor. Die Balken des Turms, die dann zu den einzelnen Gebinden auf dem Abbundplatz verbunden wurden, sind in ca. 10 Wochen von den Zimmerleuten hergestellt worden.

Glockenturmelement 1

Glockenturmelement 1

Dieses Bild zeigt einen Zwischenboden. Der Einstieg erfolgt dann über eine Leiter im rechten Viereck im hinteren Bereich.

Glockenturmelement Seitenwand

Glockenturmelement Seitenwand

Glockenturmelemente Seitenwände

Glockenturmelemente Seitenwände

Das untere Bild zeigt schön eines der Prinzipien auf dem Abbundplatz, einmal wird genau gemessen, und dann wird auf die deckungsgleichen Elemente nur noch übertragen.

Glockenturmelement Verbindung

Glockenturmelement Verbindung

Die Verbindungen werden von den Zimmerleuten größtenteils nur mit der Axt gefertigt, was ihre hohe Geschicklichkeit im Umgang mit diesem Werkzeug zeigt.

Glockenturmelement Holzdecke

Glockenturmelement Holzdecke

Glockenturmelement Holzdecke 2

Glockenturmelement Holzdecke 2

Auf die abgebildete Holzdecke kommt der Dachstuhl und in der Mitte wird die Aufhängung für die Glocke eingebaut.

Glockenturmelement Aufhängung

Glockenturmelement Aufhängung

An der Aufhängung erkennt man wieder das notwendige Zusammenspiel der einzelnen Handwerker, Zimmermann, Drechsler und Schmied. Die Glocke wird später fest mit der Aufhängung verbunden sein, und sich beim Läuten als Ganzes bewegen.

Glockenturmelement Dachstuhlteile

Glockenturmelement Dachstuhlteile

Glockenturmelement Dachstuhlteile 2

Glockenturmelement Dachstuhlteile 2

Der Dachstuhl ist ebenso zu großen Teilen schon fertiggestellt und wird nach dem Einbau der Glocke aufgebaut.

Glockentrum - Südostseite

Glockentrum – Südostseite

Am Freitag (26. Oktober 2018) wurde die Glocke aufgehängt. Dies wird in einem weiteren Artikel dann beschreiben.

Blick vom Bussen

Oktoberausflüge 2018 (2)


Der Bussen wird auch als der „heilige Berg Oberschwabens“ bezeichnet. An klaren Tagen hat man sicher einen phänomenalen Blick auf die Alpenkette. Wie das Titelbild zeigt, war es bei meinem Besuch leider etwas trübe. Die Kirche auf dem Bussen ist erstmals in einer Urkunde des Kloster St. Gallen aus dem Jahre 805 erwähnt. Die jetzige Kirchturm stammt aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche selbst wurde von 1960 bis 1963 restauriert.

Bussenkirche St. Johann Baptist - Südseite

Bussenkirche St. Johann Baptist – Südseite

Bussenkirche St. Johann Baptist - Altar

Bussenkirche St. Johann Baptist – Altar

Die Wallfahrt zur schmerzhaften Muttergottes ist seit 1521 bezeugt.

Bussenkirche St. Johann Baptist - Bildtafel

Bussenkirche St. Johann Baptist – Bildtafel

Interessant ist diese Bildtafel, deren tieferer Sinn sich mir leider nicht erschließt.

Auf der anderen Kuppe des Bussens finden sich die Reste einer ehemaligen Burganlage.

Bussen - Burgruine Tor

Bussen – Burgruine Tor

Bussen - Burgruine Turm

Bussen – Burgruine Turm

Insgesamt betrachtet war ich etwas enttäuscht, denn die verwendete Bezeichnung des Bussens hat in mir größere Erwartungen geweckt.