Schluchsee - Einstieg Jägersteig

Oktobertouren (2) – Der Jägersteig


Der Jägersteig in Schluchsee ist ein sogenannter Genießerpfad im südlichen Hochschwarzwald. An diese Wanderwege werden bestimmte Anforderungen wie Länge, landschaftliche Besonderheiten, etc. gestellt. Der Jägersteig hat eine Länge von 11,3 km, als An- uns als Abstieg sind jeweils 236 Höhenmeter zu bewältigen, der niedrigste Punkt liegt bei 924 müM, der höchste bei 1.157 müM. Der Startpunkt liegt gegenüber dem EDEKA-Markt an der Landstraße (B500) in Richtung Feldberg.
Bei herrlichem Herbstwetter machten sich Feli und Joachim an einem Sonntag auf den Weg. Sonntag ist ein vorteilhafter Tag, da man auf dem Parkplatz des EDEKA-Markts kostenfrei parken kann. Nach einem letzten Blick in Richtung Fischbach und dem Aussichtsturm oberhalb von Schluchsee führt der Pfad in den Wald.

Schluchsee - Jägersteig

Schluchsee – Jägersteig

Der Weg macht seinem Namen von Beginn an alle Ehre, ein schmaler Wurzelpfad, der langsam und stetig sich bergan schlängelt.

Schluchsee - Pfad

Schluchsee – Pfad

Nach einem Anstieg von ca. 1,5 km mit rund 100 Höhenmetern lichtet sich der Nadelwald, und die Laubbäume zeigen sich in ihren herbstlichen Farben.

Schluchsee - Seeblick

Schluchsee – Seeblick

Kurz vor der Stutzhütte hat man zum ersten Mal einen tollen Blick auf den Schluchsee. Der See ist ein Stausee und die oberste Staustufe für mehrere Wasserkraftwerke, die bis zum Hochrhein reichen.

Schluchsee - Herbstfarben

Schluchsee – Herbstfarben

Durch die herbstliche Kulisse führt zunächst ein Schotterweg, später wieder ein Pfad zum höchsten Punkt der Wanderung. Nach einen leichten Abstieg und einem kurzen, giftigen Anstieg erreicht man den Höhepunkt der Strecke.

Schluchsee - Bildstein (1)

Schluchsee – Bildstein (1)

In ca. 200 Höhenmetern über dem See genießt man ein wunderbares Panorama. In den Felsen sind Stufen gegossen, was den Anstieg erleichtert. Oben gibt es einige Sitzgelegenheiten, die an einem solchen Tag natürlich besetzt waren. Feli und Joachim fanden jedoch auf einem größeren Stamm Platz, der in einer erloschenen Feuerstelle lag. Das Salamibrot mit Gurke und die Weintrauben schmeckten trtotzdem einfach gut.

Schluchsee - Bildstein (2)

Schluchsee – Bildstein (2)

Im Südwesten erkennt man das Äulemer Kreuz, eine Passhöhe hinter der die Straße nach Menzenschwand hinunter führt.

Schluchsee - Bildstein (3)

Schluchsee – Bildstein (3)

Im Westen erhebt sich der Feldberg, mit 1.493 müM der höchste Berg des Schwarzwalds.

Schluchsee - Abstieg

Schluchsee – Abstieg

Der Abstieg vom Bildstein ist als steil zu bezeichnen, auf 1,6 km verliert man rund 180 Höhenmeter, ein gewisses Maß an Konzentration ist sinnvoll. Waren die Wege und Pfade bisher im überwiegenden Teil still und Natur pur, ändert sich dies mit dem Erreichen des Ortsteil Aha grundlegend. Die letzen knapp 4,5 km führen zum großen Teil direkt am See entlang. Da trifft man auf die unterschiedlichsten Naturfreunde. Powerwalker mit breiten Gesäßen, die dich zu überrennen drohen, oder andere die lautstark in ihr flaches Kommunikationsgerät sprechen. Die meisten jedoch genießen einfach den tollen Tag, und erfreuen sich an manchen beruhigenden Anblick den der See gewährt.

Schluchsee - Uferweg (1)

Schluchsee – Uferweg (1)

Schluchsee - Uferweg (2)

Schluchsee – Uferweg (2)

Kurz vor der Amalienruhe fanden Feli und Joachim eine Bank, auf welcher die Beiden sich den selbst gebackenen Käsekuchen von Feli sich munden ließen. Das Feli dabei einiges auf den Boden fiel, ist nur eine kleine Randnotiz eines tollen Tages.

Schluchsee - Amalienruhe

Schluchsee – Amalienruhe

Die Beiden waren sich einig, dass die an diesem Wochenende gemachten Touren, Lebküchlerweg und Jägersteig, einfach erlebenswert waren.

Informationen:

detaillierte Karte

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Todtmoos - Rüttebächle

Oktobertouren (1) – Der Lebküchlerweg


Der Lebküchlerweg in Todtmoos ist einer der Genießerpfade im südlichen Hochschwarzwald. Diese Premiumwanderwege zeichnen sich durch landschaftliche Vielfalt, bestimmte Länge, etc. aus. Der beschriebene Weg ist etwas über 12 km lang, hat jeweils 611 Höhenmeter Anstieg und Abstieg, der niedrigste Punkt liegt bei 815 müM, der höchste bei 1.161 müM. Die Wanderung wird als leicht bewertet, was ich angesichts mancher Steigungen als verwegen bezeichnen würde. Der Name ist in der Tradition begründet, dass die Todtmooser seit dem 18. Jhd. Lebkuchen für die zahlreichen Pilger Lebkuchen herstellten. Das Gebäck war nahrhaft und haltbar. Im Volksmund heißen die Todtmooser daher auch „Läbküechlr“ (mundartlich).

An einem wunderschönen Herbsttag machten sich Felizitas und Joachim mit ausreichend Rucksackverpflegung auf den Weg. Startpunkt war der Parkplatz am Schwimmbad in Todtmoos, von wo es zunächst ein Stück am Rüttebächle (Titelbild) entlang ging.

Todtmoos - Modell Schwarzwaldhaus

Todtmoos – Modell Schwarzwaldhaus

Nach dem Überqueren der Landstraße kann man diese wunderschöne Handwerksarbeit bewundern, bevor der Weg im Wald verschwindet.

Todtmoos - Rückstaubecken

Todtmoos – Rückstaubecken

Am Überlauf der Stauhaltung der Wasserkraftanlage „Höflesäge“ vorbei geht es zunehmend steiler bergan. Die Anlage produziert im Regeljahr den Strom für 50 Haushalte und reduziert dadurch die Umweltbelastung um ca. 150.000 kg CO².

Todtmoos - Anstieg Schwarzfelsen

Todtmoos – Anstieg Schwarzfelsen

Die herbstliche Landschaft bietet wunderbare Ausblicke für denjenigen, der sich Zeit lässt und die Vielzahl der Eindrücke genießt.

Todtmoos - auf dem Schwarzfelsen

Todtmoos – auf dem Schwarzfelsen

Vom Schwarzfelsen (943 müM) hat man einen überwältigenden Blick ins Tal und auf die gegenüberliegenden Hänge. An unterschiedlichen Punkten des Weges stehen die einheimischen Tiere als Holzfiguren. Sie alle erzählen eine Geschichte, in welcher jemand „ES“ gestohlen hat, wobei ein Jeder, egal ob Reh, Bussard, Amsel, Auerhahn, etc. eine glaubhafte Erklärung formuliert, warum er es keinesfalls gewesen sein kann. Auf jeder der angebrachten Tafeln ist dann ein Buchstabe vermerkt, die in ihrer Summe dann das Lösungswort ergeben. Ein toller Spaß! Felizitas und Joachim waren der Meinung, wenn der vierte Buchstaben ein „K“ ist, dann ist die Lösung logisch.

Todtmoos - Rudolf-Jordan-Hütte

Todtmoos – Rudolf-Jordan-Hütte

Der Weg steigt stetig an und immer wieder ergeben sich tolle Ausblicke ins Tal.

Todtmoos - Wurzelpfad

Todtmoos – Wurzelpfad

Nach der Rudolf-Jordan-Hütte geht es auf einem schmalen Pfad weiter nach oben, und nach einem kurzen Wegstück hat man die erste nennenswerte Höhe im Streckenprofil erreicht.

Todtmoos - Herbststimmung

Todtmoos – Herbststimmung

Die Strecke führt nun auf einem breiten Feldweg wieder leicht nach unten.

Todtmoos - Wiesenpfad

Todtmoos – Wiesenpfad

Auf einem Wiesenpfad führt der Weg nun wieder nach oben. Kurz bevor man den Ortsteil Lehen erreicht, befindet sich rechts am Wegrand eine Rastmöglichkeit, die einen weiten Rundblick über das Hochtal erlaubt. Felizitas hatte alles notwendige für eine Brotzeit auf die beiden Rucksäcke verteilt. Als besondere Überraschung hatte sie sogar zwei hartgekochte Eier dabei. Joachim verbrauchte fast das ganze Salz, da er seinen Sazhaushalt wieder auf Vordermann bringen musste. Nach einer ausgiebigen Stärkung machten sich die Beiden auf den Weiterweg.

Todtmoos - Anstieg zum Hochkopf-Haus

Todtmoos – Anstieg zum Hochkopf-Haus

Todtmoos - Brunnen mit Martl

Todtmoos – Brunnen mit Martl

Das nächste Ziel war das Hochkopf-Haus, dass an diesem Tag von Motorradfahrern völlig in Beschlag genommen war.

Todtmoos - Schönheiten (1)

Todtmoos – Schönheiten (1)

Todtmoos - Schönheiten (1)

Todtmoos – Schönheiten (1)

Neben den starken landschaftlichen Eindrücken gab auch noch weitere Schönheiten zu betrachten. Nach insgesamt rund 5 km erreichten die Beiden den Weißenbachsattel in 1.080 müM. Ab dort führt der Weg in Wellen am Waldrand entlang.

Todtmoos - Panoramaweg (1)

Todtmoos – Panoramaweg (1)

Todtmoos - Panoramaweg (2)

Todtmoos – Panoramaweg (2)

Todtmoos - Panoramaweg (3)

Todtmoos – Panoramaweg (3)

Im Hintergrund kann man, wenn auch etwas unscharf, die Schweizer Alpenkette erkennen.

Todtmoos - Weidbuche

Todtmoos – Weidbuche

Unter einer riesigen Weidbuche in inzwischen 1.110 müM locken zwei Himmelsliegen zum Verweilen. Das Pärchen welches sich auf der einen tummelte, war sichtlich dankbar, als Feli und Joachim sich wieder auf den Weg machten. Nach einem letzen Anstieg auf den höchsten Punkt der Strecke führt der weitere Weg durch den Wald zum Rüttepavillon.

Todtmoos - Waldweg

Todtmoos – Waldweg

Todtmoos - Rüttepavillon

Todtmoos – Rüttepavillon

Der Pavillon ist mit einer Grillstelle und dem dazugehörigen Werkzeug ausgestattet. Ab nun geht ein Pfad steil nach unten, der immer wieder über kleine Brücken des begleitenden Gebirgsbach führt.

Todtmoos - Bächlein

Todtmoos – Bächlein

Todtmoos - Rütte

Todtmoos – Rütte

Am späteren Nachmittag erreichten die Beiden den Ortsteil Rütte, der sehr abgelegen liegt. Ihr nächstes und letztes im Bild eingefangene Ziel war der Todtmooser Wasserfall.

Todtmoos - Wasserfall

Todtmoos – Wasserfall

Nachdem die Beiden noch eine Banane, die zur Stärkung diente, geteilt hatten, machten sie sich auf die letzen Kilometer. Entgegen der Streckenführung nahmen sie nicht mehr den Weg über die Stricker Kapelle, sondern folgten dem Rüttebächle über den Ortsteil Hintertodtmoos bis zum Ausgangspunkt ihrer Wanderung. Erstaunlicherweise zeigte die Schritte-App von Feli mehr als 14 km Strecke an.

Unabhängig von der km-Zahl waren die Beiden der Meinung, dass war eine tolle Strecke, die nur zu empfehlen ist. Die Klassifizierung „leicht“ wird dabei den Ansprüchen aber keinesfalls gerecht.

Fundament Holzkirche

Campus Galli 2017 – Fundament der Holzkirche


Kurz vor Ende der Saison, also bevor es richtig kalt wird, haben Jens, Andreas und weitere Helfer das Fundament der Holzkirche neu gestaltet.

ausfugen

ausfugen

Teilweise hat Jens, der Steinmetz, die Fugen erneuert, und so die Grundlage für den endgültigen Putz geschaffen.

neuer Putz

neuer Putz

Auf die gemauerten Bruchsteine wurde ein Kalkputz aufgetragen. Dies ist notwendig, da die verwendeten Kalksteine der Gegend nicht frostsicher sind. In die letzte Kalkschicht wurden Lehmpigmente in unterschiedlichen Farbtönen beigemischt. Durch die Verwendung von dunkleren Tönen wurden die Ecksteine der Mauern betont.

Holzkirche - Nordseite

Holzkirche – Nordseite

Als Gesamtbild eine gelungene Kombination.

dreschen

Campus Galli 2017 – Linsen


Laute Schläge hallen von den Feldern des Campus Galli bis in den Wald hinein. Es ist schwer einzuschätzen was sich dort abspielt. Wird gebaut oder trommelt ein Besucher auf einer Holzbank? Folgt man den Klängen trifft man auf Nicole, die mit einem Rundholz einen Jutesack malträtiert. Geduldig erklärt sie dann den Fragern ihr Tun, sie ist am dreschen.

Spreu und Körner

Spreu und Körner

Stroh

Stroh

Nach der Bearbeitung im Jutesack lässt sich das Stroh von Spreu und Korn einfach trennen. Bei passendem Wind lässt man das Gemisch aus Spreu und Korn auf das Tuch rieseln. Die leichte Spreu fliegt davon und die schwereren Körner fallen gut sichtbar auf das weiße Tuch.

Linsen

Linsen

Beim Dreschgut handelte es sich um Linsen, von denen sich einige vom Kindern handverlesene Exemplare in einer Holzschüssel befinden. Hier wird dem Betrachter wiederum einmal deutlich, wie viele Arbeitsschritte notwendig sein können, um die Grundlage für Mahlzeit zu erhalten.

Feldhütte im Herbst

Herbstpoesie


Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden.

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz, –
Stoß an, und laß es klingen!
Wir wissen´s doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden.

Wohl ist es Herbst; es fällt das Laub;
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an;
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

Theodor Storm

(Das Titelbild zeigt die Feldhütte des Campus Galli im Oktober 2017.)

Fichtenbohlen

Campus Galli 2017 – Wendebohlentür


Anfang Mai diesen Jahres haben die Zimmerer die notwendigen Fichtenbohlen für die Seitentür der Holzkirche hergestellt. Auf dem Bild arbeitet Michael mit der Axt die Falz heraus. Danach wurden die Bohlen für rund fünf Monate zum Trockenen gelagert.

Wendebohle

Wendebohle

Daniel arbeitet mit dem Ziehmesser die Rundung der Wendebohle heraus. Diese Bohle hat als Verlängerung des Türblattes oben und unten einen Drehzapfen.

Drehzapfen

Drehzapfen

Die beiden Drehzapfen, die sich in Sturz und Schwelle in Vertiefungen befinden, gewährleisten die Beweglichkeit der Tür.

Türblatt

Türblatt

Verbunden werden die einzelnen Bohlen durch zwei Gratleisten. Michael hobelt eine ebene Fläche für die Gratnut.

Seitentür - Innen

Seitentür – Innen

Die beiden Gratleisten sind aus Roteiche gefertigt und mit Holznägeln befestigt.

Seitentür - Außen

Seitentür – Außen

Sobald die Tür auch den honigfarbenen Ton des übrigen Fichtenholzes angenommen hat, passt sie ausgezeichnet ins Gesamtbild.

Gesims herstellen

Campus Galli 2017 – Gesims der Chorschranke


Am Wochenende haben Julian und Michael begonnen das Gesims für die Chorschranke aus Roteiche zu fertigen. Auf dem Bild bearbeitet Julian die Fase mit dem Hobel, während Michael ein Zapfenloch ausstemmt. Durch das Gesims erhält die Chorschranke neben dem Abschluss nach oben auch eine zusätzliche Aussteifung.

ausrichten

ausrichten

Bevor die Gesimsbalken genau eingepasst werden können, müssen die Säulen zunächst genau ausgerichtet werden.

anreißen

anreißen

Danach werden die Messwerte, auf dem Bild mit Winkel, Fußmaß und Anreißnadel, auf den Gesimsbalken übertragen.

einfügen

einfügen

Nach einigen Korrekturen wird dann das erste Gesims eingebaut. Auf den in der Bildmitte erkennbaren Zapfen wird später noch eine weitere Säule eingebaut.

Zapfenloch

Zapfenloch

Hier erkennt man schön das ausgestemmte Zapfenloch und den oberen Teil der Überblattung. Das zur Hälfte ausgesparte Holz wird genau in den unteren Balken passen, bei welchem die andere Hälfte fehlt. Zur Verdeutlichung beim Einbau wird der Balken gedreht.

prüfender Blick

prüfender Blick

Nach einer weiteren kleinen Anpassung wird die Überblattung auf der Ecksäule perfekt sein. Ein schönes Beispiel für Handwerkskunst.