Archiv für den Monat November 2017

Holzkirche in der Herbstsonne

Campus Galli 2017 – Schnappschüsse


Normalerweise ist nun die „campusfreie“ Zeit. Aber beim Sortieren der Bilder habe ich ein paar Aufnahmen gefunden, die ich einfach noch publizieren wollte. Die Bilder mit den Untertexten sprechen für sich.

Das Grossmaul

Das Grossmaul

Der Musterklopfer

Der Musterklopfer

Der Lächler

Der Lächler

seltsame Gestalten

seltsame Gestalten

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Rohling

Campus Galli 2017 – Portal


Als eine der letzten Arbeiten in der dem Publikum zugänglichen Saison hat Hans den halbrunden Bogen über dem Zugangsbereich der Chorschranke teilweise fertiggestellt. Zunächst hat er aus einer geschwungen gewachsenen Stieleiche in zwei Teilen den Halbkreis gefertigt.

Bogen

Bogen

Das Flachrelief wurde mit Kohle vorgezeichnet und danach der Bogen mit umfangreichen Schnitzereien verziert. Als Vorlage diente ein Fundstück aus Müstair (1.200 Jahre altes karolingisches Kloster in der Schweiz).

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (4)

Schnitzereien (4)

Am ersten Sonntagnachmittag im November haben Andreas und Michael, aufmerksam von Hans beobachtet, den Bogen an der richtigen Stelle eingebaut.

Einbau

Einbau

Ob die bestehenden Verbindung des Gesims unterhalb des Bogen erhalten bleibt, wird noch diskutiert.

Portal

Portal

Dieses Bild war die letzte Aufnahme von etwas über 1.000 Photographien, die ich in dieser Saison gemacht habe. Ich habe, als kleines Fazit meinerseits, die Stunden vor Ort und vor allem die Gespräche, die sich immer wieder ergaben, genossen. Und wie in jeder Saison habe ich einiges über die unterschiedlichen Handwerke gelernt. Besonders auffallend in diesen Monaten war, mit welcher Liebe zum Detail der Innenausbau der Kirche vollzogen wurde.

Einzelteile

Campus Galli 2017 – Ambo


Mit Ambo bezeichnet man einen erhöhten Ort, der zur Lesung oder auch zum Singen der Psalme dient. Das Wort hat seinen Ursprung im]lzhandwerker das dazu notwendige Podest hergestellt. Das Titelbild zeigt einen Teil der insgesamt acht Einzelteile aus Eiche.

messen

messen

Verbindung

Verbindung

Gehrung

Gehrung

Hier zeigte sich wieder die inzwischen erworbene Fähigkeit, mit der Axt präzise Verbindungen auszuarbeiten.

prüfen

prüfen

Das Ergebnis wurde immer wieder mit der Setzwaage und Richtscheit überprüft.

Podest (1)

Podest (1)

So entstand der achteckige Rahmen des Podests.

bohren

bohren

Mit Holznägeln wurden die Verbindungen gesichert.

Podest (2)

Podest (2)

Danach wurde eine zusätzliche Aussteifung eingebaut. Bevor das Podest dann in Lehm eingebettet wurde, erfolgte eine genaue Ausrichtung am endgültigen Standort innerhalb der Chorschranke.

einbetten

einbetten

Abschließend erhält das Podest einen Boden aus Buchen- und Eichenbrettern. Auf das Aussehen des Lesepult darf man gespannt sein.

Podest und Altar

Podest und Altar

Kirchenfenster

Campus Galli 2017 – Kirchenfenster


Kurz vor Ende der diesjährigen, öffentlichen Bausaison hat die Holzkirche ihre restlichen Fenster erhalten. Alle neun Fenster in der abgebildeten Art (drei im Ostgiebel und jeweils drei an den Seiten) sind nun rechtzeitig zum Winter mit auf einem Rahmen gespannten Pergament verschlossen. Beim verwendeten Pergament handelt es sich um Schweine- oder Ziegenhaut.

Kirchenfenster - eingeweicht

Kirchenfenster – eingeweicht

Um die Verarbeitung zu ermöglichen, werden die bereits zugeschnittenen Stücke und auch die „Befestigungsbänder“ gewässert.

Kirchenfenster - befestigen

Kirchenfenster – befestigen

Die Bänder werden auf beiden Seiten durch die vorgefertigten Löcher, sowohl im Pergament als auch im Holzrahmen, geführt und verknotet. Beim Trocken zieht sich das Pergament wieder zusammen und die benötigte Spannung entsteht.

Kirchenfenster - Duett

Kirchenfenster – Duett

Gemeinsam lässt sich diese Arbeit immer einfacher verrichten.

Kirchenfenster - Trio

Kirchenfenster – Trio

Am Abend waren dann alle Fenster auf die Rahmen gespannt, und konnten nach und nach mit nur für diesen Zweck geschmiedeten Nägel eingebaut werden.

Spätherbst am See

Spätherbst am See


Die Saison ist zu Ende, vorbei ist der Trubel. Statt langer Blechschlangen gibt es nun kostenfreie Parkplätze.

stiller See

stiller See

Leere Sitzbänke verlocken zum Verweilen, zum stillen Genuss der letzen, warmen Sonnenstrahlen.

spiegelglatt

spiegelglatt

Bis auf ein paar Fischer und einige unentwegte Wassersportler haben nun die Wasservögel die Herrschaft übernommen. Wo sonst laute Stimmen in allen Tonlagen vorherrschen, hört man nur das Gezanke der Blesshühner.

Herbststimmung

Herbststimmung

Die Stegplätze leeren sich, die Bestuhlung auf den Gartenterrassen ist verschwunden. Einen Kaffee ergattert man „togo“ in der kurzzeitig geöffneten Bäckerei.

Leichte Brise

Leichte Brise

Und wenn dann der See durch einen leichten Wind sein Gesicht verändert, dann weiß ich, ich liebe das Ende der Saison.
Wunderbar beschrieben hat dies unter anderem auch Reinhard Mey (Das Ende der Saison).