Archiv für den Monat Januar 2017

Naturschutzgebiet Bodman

Winter am See – kleine Ausflüge (9)


Das Naturschutzgebiet am östlichen Ende des Überlinger Sees liegt zwischen der Sportanlage des TSV Bodman und dem Campingplatz Schachenhorn. Bei der Sportanlage findet man um diese Jahreszeit immer einen freien Parkplatz. An Sportgaststätte vorbei in Richtung Yachthafen führt am Ende der Strasse ein kleiner Pfad in eine fast unberührte Landschaft.

Naturschutzgebiet Bodman - Pfad

Naturschutzgebiet Bodman – Pfad

Der Pfad führt dann ein paar hundert Meter durch das Unterholz, vorbei an Eisflächen, bevor man dann auf einen breiten Wanderweg gelangt.

Naturschutzgebiet Bodman - gefrorener Tümpel

Naturschutzgebiet Bodman – gefrorener Tümpel

Durch das Gebiet fließt die Aach, die hier auch in den Bodensee mündet.

Naturschutzgebiet Bodman Aachmündung

Naturschutzgebiet Bodman Aachmündung

An manchen Stellen kann man bis zum Ufer gehen. Nach meiner Erinnerung durfte man hier zu meiner Jugendzeit noch baden.

Naturschutzgebiet Bodman - Ufer

Naturschutzgebiet Bodman – Ufer

Innerhalb des Naturschutzgebietes besteht die Möglichkeit, auf ausgeschilderten Wegen an der Aach entlang spazieren, und so eine andere Landschaftsform entdecken.

Naturschutzgebiet Bodman- Aach

Naturschutzgebiet Bodman- Aach

Dort kommt es dann manchmal zu überraschenden Begegnungen.

Naturschutzgebiet Bodman - Wildgänse

Naturschutzgebiet Bodman – Wildgänse

Naturschutzgebiet Bodman - Reh

Naturschutzgebiet Bodman – Reh

Das Reh hat den Kameraauslöser gehört und sich schnell wieder ins Dickicht verkrochen.

Bevor es wieder taut, konnte man am renaturierten Ufer in Bodman bei strahlend blauem Himmel von Wellen geformte „Eiskugeln“ betrachten.

Bodman - Eiskugeln

Bodman – Eiskugeln

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Mühlheim an der Donau

Winter am See – kleine Ausflüge (8)


Dieser kleine Ausflug führte dieses Mal weg vom Bodensee an die obere Donau. Bei wunderschönen Sonnenschein und Temperaturen knapp über 0°c führte der Weg über Neuhausen ob Egg in das kleine Städtchen Mühlheim an der Donau.

Winterlandschaft bei Neuhausen ob Egg

Winterlandschaft bei Neuhausen ob Egg

Etwas abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten wie Kloster Beuron, Sigmaringen usw., bietet der Ort eine bemerkenswerte Altstadt oberhalb der Donau gelegen.

Altes Stadttor Mühlheim an der Donau

Altes Stadttor Mühlheim an der Donau

Durch das alte Stadttor betritt man eine pittoreske Altstadt mit teilweise engen, verwinkelten Gassen. Der Hauptstraße folgend erreicht man nach wenigen Metern das Rathaus.

Rathaus Mühlheim an der Donau

Rathaus Mühlheim an der Donau

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen alemannischen Fachwerkbau aus dem Jahre 1400 (laut einer am Haus angebrachten Tafel).

Gegenüber des Rathauses führt eine Straße zum Vorderen Schloss, in dem sich ein erstaunlich gut ausgestattetes Museum befindet. In mehreren Abteilung werden die Stadtgeschichte, die Kirchengeschichte mit ihrer barocken Frömmigkeit anhand von anschaulichen, wertvollen Exponaten dargestellt. Diese reichen von den Ausgrabungen eines alemannischen Gräberfeldes über die ehemals weithin bekannte Marienwallfahrt auf den Welschenberg bis hin zur Industrialisierung des 19. Jahrhunderts mit Heimwerkstätten der Instrumentenfertiger oder -polierer. Breiten Rahmen findet auch die Wirtshausgeschichte des Ortes, sowie Auszug und Rückkehr der Donauschwaben.
Im Erdgeschoss des Schlosses befindet sich eine Ausstellung des Malers Josef Alfons Wirth, der als hoffnungsvoller Künstler galt, ab leider schon 1916 in Frankreich gefallen ist.

Pestkapelle Mühlheim an der Donau

Pestkapelle Mühlheim an der Donau

Die Pestkapelle wurde um 1600 errichtet. Die Bank an der Hauswand lädt zum Verweilen in der Sonne ein. Wer die Kapelle besichtigen möchte, muss sich den Schüssel beim Nachtwächter, Siggi Kunz,holen, der im Eckhaus nach dem Rathaus wohnt.

Der Ort bietet noch eine Vielzahl von weiteren Sehenswürdigkeiten, die einen erneuten Besuch wahrscheinlich machen.

Informationen:

Mühlheim an der Donau

zum Schmunzeln (5)


Die Selbstdarstellung

Das Verhalten einiger Vertreter der Gattung Zweibeiner lässt mich an Ihrem klaren Verstand zweifeln, obwohl sie diesen vehement für sich beanspruchen und ihn meiner Gattung grundsätzlich absprechen. Beispielhaft sind jene Formen, mit denen sie sich scheinbar voller Hingabe in unterschiedlichen Medien prostituieren, um dadurch einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit zu erhalten. Dies scheint ein so unerlässliches Lebenselixier zu sein, dass sie dabei keine Peinlichkeit vermeiden. Selbst dauerhafte Bindungen werden vor einem Millionenpublikum mit tatkräftiger Unterstützung durch ungeeignete Berater in inzwischen abendfüllenden Sendungen vollzogen. Was einmal als Glücksspiel in “Herzblatt“ begann, hat sich zur erlebensverbindlichen Suche nach dem geeigneten Partner in der Landwirtschaft entwickelt. Könnte ich mit den Tasthaaren an meinen Vorderläufen Violine spielen, ich wäre ein Talent. Die Zweibeiner entlocken mit ganz anderen körperlichen Gegebenheiten den Instrumenten klingende Melodien. In einem Bewerbungsmarathon leihen die Zweibeiner dann ihre Stimme großen Interpreten, die dabei ihre eigenen Lieder nicht wiedererkennen würden. Manche der hervorgebrachten Laute erinnern mich an mein nächtliches Flehen nach sinnlichen Genüssen mit einer holden Katzendame. Dabei erschreckt mich jedoch insgesamt die Tatsache, dass Millionen von Zweibeinern sich durch diese Peinlichkeiten unterhalten lassen. Genießen die Unzulänglichkeiten ihrer Geschlechtsgenossen, wohl wissend, dass sie es kaum besser machen würden. Ob Ihnen dabei bewusst ist, dass sie es sind, die diesen Umtrieben ihre Daseinsberechtigung verschaffen? Diesen neuen Grundsatz – Outing ist der Standard – Intimität ist die Ausnahme – werden sie damit immer mehr verfestigen. Ich für meinen Teil nutze meine Tasthaare lieber nachts, um meine Umgebung zu erforschen, mache dies still und leise und nicht vor aller Augen. Und so wünsche ich manchem Zweibeiner die Einsicht, dass Verzicht manchmal Weitsicht bedeutet.

Ihr Moritz von und zu Blaustein

Aus:

Die andere Sicht des Alltäglichen
– Kalendergeschichten –

Joachim Dorn
neobooks, 26.04.2014

Winter am See – Kleine Ausflüge (7)


Die Kirche St. Johann und St. Veit in Horn mit ihrem Friedhof ist einer der schönsten Aussichtspunkte auf der Höri. Von erhöhter Position blickt man in Richtung Nordost zur Insel Reichenau und bis nach Konstanz. An klaren Tagen kann sogar die Alpenkette erkennen.

Horn St. Johann-1

Horn St. Johann-1

Etwas links davon erkennt man Allensbach. Dieser Teil des Untersees trägt den Namen Gnadensee.

Horn St. Johann-2

Horn St. Johann-2

Die Kirche selbst ist eine spätgotische Saalkirche, die im Inneren eine barocke Ausstattung hat. Außen an der Rückseite ist eine Tafel angebracht, auf welcher der Großherzog von Baden mit folgenden Worten zitiert wird: „Wäre ich nicht schon Großherzog, wollte ich Pfarrer von Horn sein.“

Horn Ufer

Horn Ufer

Wer sich von der Anhöhe ans Ufer begibt, wird an einem kalten Wintertag die Ruhe und die raue Schönheit erfassen können.

Informationen:

St. Johann

Der Gnadensee

Wangen am Bodensee

Winter am See – Kleine Ausflüge (6)


Die Legende über die Entstehung der Höri am Ende der Schöpfung wurde im Rahmen der kleinen Ausflüge im Winter bereits erzählt. Die Halbinsel Höri ist voll von sehenswerten Orten, die ich nach und nach mit ihren Besonderheiten beschreiben möchte.
Den Ort Wangen am Bodensee erreicht man entweder über den Weg Radolfzell – Moos – Gaienhofen – Wangen oder, nach meiner Meinung auch eine interessante Strecke, über Singen – Bohlingen – Schienen – Öhningen – Wangen. Die zweite Strecke vermittelt einfach mehr Fahrlust, wenn man den Schienerberg mit seinen Serpentinen nach oben fährt. Die beste Lösung ist sicher, beide Wege zu nutzen und mehrere Aufenthalte einzubauen.

Wangen Bodensee

Wangen Bodensee

Wie überall im Winter findet man auch in Wangen auf einem kleinen Parkplatz neben dem Museum Fischerhaus sofort einen Parkplatz. Das Museum zeigt Originalfunde aus der Jungsteinzeit und Versteinerungen aus der Urzeit. Das Besondere am Museumsgebäude ist, dass es sich um ein 500 Jahre altes Fachwerkgebäude handelt, welches ursprünglich an anderer Stelle im Ort stand.

Für den Bereich der Pfahlbauten, die seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören, wurde ein Nachbau errichtet.

Pfahlbau - Wangen Bodensee

Pfahlbau – Wangen Bodensee

Das Museum ist immer von April bis Oktober an allen Tagen außer Montag geöffnet.

Pfahlbau Wangen-Seeseite

Pfahlbau Wangen-Seeseite

Der Winter bietet den Vorteil, dass man den Pfahlbau von allen Seiten betrachten kann, da das Haus bei Normalwasser im Flachwasserbereich steht.

Wangen Bodensee (2)

Wangen Bodensee (2)

So bleibt nur, einfach die Gegend, die Ruhe genießen und wenn es passt, im Frühjahr erneut vorbeischauen.

Informationen:
Museum Fischerhaus

Campus Galli 2017 – Tolles Bild


Isabel Krichel-Bonstein und Oliver Bonstein begleiten das Projekt Campus Galli seit Jahren mit ihren Photoapparaten. Immer wieder enstehen eine Vielzahl von tollen Bildern, die meines Wissens auch jährlich in einem Bildband verarbeitet werden. Am letzten Wochenende erhielt ich folgenden Schnappschuss, der es einfach verdient publiziert zu werden.

Holzkirche Campus Galli im Januar 2017

Holzkirche Campus Galli im Januar 2017

Einfach toll! Vielen Dank!

Ludwigshafen

Winter am See – Kleine Ausflüge (5)


Der Winter hat auch am Bodensee Einzug gehalten. Schnee, Sonne und klare Luft laden an vielen Stellen zu kleinen Spaziergängen ein. In Ludwigshafen am Bodensee empfiehlt sich der Weg vom Parkplatz hinter der Gemeindeverwaltung (im Winter gebührenfrei und wenig benutzt) in Richtung Naturschutzgebiet. Wer genügend Muße mitbringt, kann auch bis nach Bodman wandern.

am Ufer

am Ufer

Direkt am Wasser kann man bis zum Naturhafen „Im Löchle“ gehen, sollte aber, sofern man weiter spazieren möchte, rechtzeitig den Uferweg aufsuchen.

Schachenhorn

Schachenhorn

Die Landschaft ist insoweit intakt, dass ein Biber sich häuslich niedergelassen hat. Kleinere Bäume sind gefällt, größere, die teilweise schon Nagespuren aufweisen, durch Maschendraht gesichert.

an der Wasserlinie

an der Wasserlinie

Durch die andauernde Kälte hat sich in Ufernähe eine dünne Eisdecke gebildet. Einen erwärmenden Blick bietet zum Abschluss Yolanda.

Schneeansichten

Schneeansichten

Einfach monumental!