Archiv der Kategorie: Schwarzwald

Todtmoos - Rüttebächle

Oktobertouren (1) – Der Lebküchlerweg


Der Lebküchlerweg in Todtmoos ist einer der Genießerpfade im südlichen Hochschwarzwald. Diese Premiumwanderwege zeichnen sich durch landschaftliche Vielfalt, bestimmte Länge, etc. aus. Der beschriebene Weg ist etwas über 12 km lang, hat jeweils 611 Höhenmeter Anstieg und Abstieg, der niedrigste Punkt liegt bei 815 müM, der höchste bei 1.161 müM. Die Wanderung wird als leicht bewertet, was ich angesichts mancher Steigungen als verwegen bezeichnen würde. Der Name ist in der Tradition begründet, dass die Todtmooser seit dem 18. Jhd. Lebkuchen für die zahlreichen Pilger Lebkuchen herstellten. Das Gebäck war nahrhaft und haltbar. Im Volksmund heißen die Todtmooser daher auch „Läbküechlr“ (mundartlich).

An einem wunderschönen Herbsttag machten sich Felizitas und Joachim mit ausreichend Rucksackverpflegung auf den Weg. Startpunkt war der Parkplatz am Schwimmbad in Todtmoos, von wo es zunächst ein Stück am Rüttebächle (Titelbild) entlang ging.

Todtmoos - Modell Schwarzwaldhaus

Todtmoos – Modell Schwarzwaldhaus

Nach dem Überqueren der Landstraße kann man diese wunderschöne Handwerksarbeit bewundern, bevor der Weg im Wald verschwindet.

Todtmoos - Rückstaubecken

Todtmoos – Rückstaubecken

Am Überlauf der Stauhaltung der Wasserkraftanlage „Höflesäge“ vorbei geht es zunehmend steiler bergan. Die Anlage produziert im Regeljahr den Strom für 50 Haushalte und reduziert dadurch die Umweltbelastung um ca. 150.000 kg CO².

Todtmoos - Anstieg Schwarzfelsen

Todtmoos – Anstieg Schwarzfelsen

Die herbstliche Landschaft bietet wunderbare Ausblicke für denjenigen, der sich Zeit lässt und die Vielzahl der Eindrücke genießt.

Todtmoos - auf dem Schwarzfelsen

Todtmoos – auf dem Schwarzfelsen

Vom Schwarzfelsen (943 müM) hat man einen überwältigenden Blick ins Tal und auf die gegenüberliegenden Hänge. An unterschiedlichen Punkten des Weges stehen die einheimischen Tiere als Holzfiguren. Sie alle erzählen eine Geschichte, in welcher jemand „ES“ gestohlen hat, wobei ein Jeder, egal ob Reh, Bussard, Amsel, Auerhahn, etc. eine glaubhafte Erklärung formuliert, warum er es keinesfalls gewesen sein kann. Auf jeder der angebrachten Tafeln ist dann ein Buchstabe vermerkt, die in ihrer Summe dann das Lösungswort ergeben. Ein toller Spaß! Felizitas und Joachim waren der Meinung, wenn der vierte Buchstaben ein „K“ ist, dann ist die Lösung logisch.

Todtmoos - Rudolf-Jordan-Hütte

Todtmoos – Rudolf-Jordan-Hütte

Der Weg steigt stetig an und immer wieder ergeben sich tolle Ausblicke ins Tal.

Todtmoos - Wurzelpfad

Todtmoos – Wurzelpfad

Nach der Rudolf-Jordan-Hütte geht es auf einem schmalen Pfad weiter nach oben, und nach einem kurzen Wegstück hat man die erste nennenswerte Höhe im Streckenprofil erreicht.

Todtmoos - Herbststimmung

Todtmoos – Herbststimmung

Die Strecke führt nun auf einem breiten Feldweg wieder leicht nach unten.

Todtmoos - Wiesenpfad

Todtmoos – Wiesenpfad

Auf einem Wiesenpfad führt der Weg nun wieder nach oben. Kurz bevor man den Ortsteil Lehen erreicht, befindet sich rechts am Wegrand eine Rastmöglichkeit, die einen weiten Rundblick über das Hochtal erlaubt. Felizitas hatte alles notwendige für eine Brotzeit auf die beiden Rucksäcke verteilt. Als besondere Überraschung hatte sie sogar zwei hartgekochte Eier dabei. Joachim verbrauchte fast das ganze Salz, da er seinen Sazhaushalt wieder auf Vordermann bringen musste. Nach einer ausgiebigen Stärkung machten sich die Beiden auf den Weiterweg.

Todtmoos - Anstieg zum Hochkopf-Haus

Todtmoos – Anstieg zum Hochkopf-Haus

Todtmoos - Brunnen mit Martl

Todtmoos – Brunnen mit Martl

Das nächste Ziel war das Hochkopf-Haus, dass an diesem Tag von Motorradfahrern völlig in Beschlag genommen war.

Todtmoos - Schönheiten (1)

Todtmoos – Schönheiten (1)

Todtmoos - Schönheiten (1)

Todtmoos – Schönheiten (1)

Neben den starken landschaftlichen Eindrücken gab auch noch weitere Schönheiten zu betrachten. Nach insgesamt rund 5 km erreichten die Beiden den Weißenbachsattel in 1.080 müM. Ab dort führt der Weg in Wellen am Waldrand entlang.

Todtmoos - Panoramaweg (1)

Todtmoos – Panoramaweg (1)

Todtmoos - Panoramaweg (2)

Todtmoos – Panoramaweg (2)

Todtmoos - Panoramaweg (3)

Todtmoos – Panoramaweg (3)

Im Hintergrund kann man, wenn auch etwas unscharf, die Schweizer Alpenkette erkennen.

Todtmoos - Weidbuche

Todtmoos – Weidbuche

Unter einer riesigen Weidbuche in inzwischen 1.110 müM locken zwei Himmelsliegen zum Verweilen. Das Pärchen welches sich auf der einen tummelte, war sichtlich dankbar, als Feli und Joachim sich wieder auf den Weg machten. Nach einem letzen Anstieg auf den höchsten Punkt der Strecke führt der weitere Weg durch den Wald zum Rüttepavillon.

Todtmoos - Waldweg

Todtmoos – Waldweg

Todtmoos - Rüttepavillon

Todtmoos – Rüttepavillon

Der Pavillon ist mit einer Grillstelle und dem dazugehörigen Werkzeug ausgestattet. Ab nun geht ein Pfad steil nach unten, der immer wieder über kleine Brücken des begleitenden Gebirgsbach führt.

Todtmoos - Bächlein

Todtmoos – Bächlein

Todtmoos - Rütte

Todtmoos – Rütte

Am späteren Nachmittag erreichten die Beiden den Ortsteil Rütte, der sehr abgelegen liegt. Ihr nächstes und letztes im Bild eingefangene Ziel war der Todtmooser Wasserfall.

Todtmoos - Wasserfall

Todtmoos – Wasserfall

Nachdem die Beiden noch eine Banane, die zur Stärkung diente, geteilt hatten, machten sie sich auf die letzen Kilometer. Entgegen der Streckenführung nahmen sie nicht mehr den Weg über die Stricker Kapelle, sondern folgten dem Rüttebächle über den Ortsteil Hintertodtmoos bis zum Ausgangspunkt ihrer Wanderung. Erstaunlicherweise zeigte die Schritte-App von Feli mehr als 14 km Strecke an.

Unabhängig von der km-Zahl waren die Beiden der Meinung, dass war eine tolle Strecke, die nur zu empfehlen ist. Die Klassifizierung „leicht“ wird dabei den Ansprüchen aber keinesfalls gerecht.

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Route 4

Rosendorf und Schluchtensteig


Feli und Joachim fuhren von Waldshut über die B 500 bis nach Waldhaus, wo sie hinter dem Ort rechts nach Nöggenschwiel abbogen. Nöggenschwiel ist auch als das Rosendorf bekannt. Das es diesem Ruf gerecht wird, zeigen die folgenden Bilder.

Rosenbeet (1)

Rosenbeet (1)

Rosenbeet (2)

Rosenbeet (2)

Rosenbeet (3)

Rosenbeet (3)

Das Dorf hat sich völlig den Rosen verschrieben. Es gibt mehrere kleine Touren, auf welchem man viele private Gärten mit ihrer Pracht bewundern kann. Einen besonderen Anziehungspunkt bildet ein Duftgarten in der Nähe der Kirche. Die einzelnen Rosensorten sind mit einer Skala von eins bis drei hinsichtlich ihrer Duftintensität gekennzeichnet. Hier macht riechen Spaß.

Pavillon

Pavillon

Rosen (1)

Rosen (1)

Rosen (2)

Rosen (2)

Rosen (3)

Rosen (3)

In diesem Juli gab es zum 48. Mal die Rosentage mit Rosenmarkt, Festumzug und Unterhaltung für Groß und Klein.

Von Nöggenschwiel fuhren die Beiden über die Fohrenbachsäge (18% Gefälle), Strittberg, Amrigschwand und Höchenschwand nach St. Blasien. In der Nähe des Kletterfelsen (ist gesperrt) kannte Joachim noch eine Stelle, an welcher er früher Pfifferlinge gefunden hatte. Leider gab es keine Beute. Aber er entdeckte einen alten Pfad wieder, der am Windbergwasserfall entlang zurück in den Ort führt.

Windbergwasserfall (1)

Windbergwasserfall (1)

Windbergwasserfall (2)

Windbergwasserfall (2)

Windbergwasserfall (3)

Windbergwasserfall (3)

Windbergwasserfall (4)

Windbergwasserfall (4)

Die Höhe des Wasserfalls ist zwar überschaubar, aber der Weg ist immer noch naturbelassen und keine „Autobahn“ für Wandergruppen. Außerdem ist er Teil des Schluchtensteigs, der auf 119 km quer durch den Naturpark Südschwarzwald führt.

Nach einem Eis im Ortsinnern, an Alb und Dom, fuhren die Beiden zurück an den Hochrhein. Mit einem gemeinsamen Abendessen endeten zwei vergnügliche Tage.

Informationen:

Rosendorf Nöggenschwiel

Schluchtensteig

Route 3

Schwarzwald – Schluchsee


Der Schluchsee, die oberste Staustufe von mehreren Wasserkraftwerken bis zum Hochrhein, bietet sich für kleine Wanderungen zu jeder Jahreszeit an. Wenn man aus Felis Heimatstadt, der Doppelstadt am Hochrhein, der B 500 bis zur Abfahrt Blasiwald folgt, erreicht man den Ort Eisenbreche. Im Ort hält man sich an der ersten Kreuzung rechts, biegt die nächste mögliche Straße links ab, und folgt dieser Straße, vorbei am Hotel Blasiwalder Hof, bis fast zum Ende. Dort befindet sich ein Parkplatz, an welchem man fast immer eine Parkmöglichkeit findet. Dort entdeckt man das Hinweisschild für die Vesperstube Unterkrummenhof, die man nach 4 km erreicht. Der Weg führt immer etwas oberhalb des See, und bietet einfach tolle Aussichten.

Schluchsee (1)

Schluchsee (1)

Schluchsee (2)

Schluchsee (2)

Schluchsee (3)

Schluchsee (3)

Schluchsee (4)

Schluchsee (4)

Nach zwei Drittel des Weges erreicht man die Hütte der Fischer. Der Hüttenbereich ist privat, ein Brunnen neben der Hütte lädt aber zum Verweilen ein.

Schluchsee (5)

Schluchsee (5)

Der Blick von der Terrasse des Unterkrummenhofes entschädigt auch den Wandermuffel für die rund 4 km. Feli und Joachim waren sich einig, dass das Ursprüngliche, altes Bauernhaus, durch den Neubau eines zusätzlichen Gastraums und auch der Neugestaltung des Küchenbereichs gelitten hat. Er herrscht immer noch Selbstbedienung, aber man muss nicht mehr auf den lautstarken Aufruf für seine Speisen aus der Küche warten. Der Gast erhält einen sogenannten Pager, ein Gerät, bei welchem über Funk ein unangenehmes Geräusch verbunden wilden Blinken ausgelöst wird. Nun weiß man, das Essen abholbereit und sucht verzweifelt den Ausknopf.

Es besteht stündlich bis kurz nach 17.00 Uhr die Möglichkeit, mit einem kleinen Kursschiff die Fahrt zurück bis an die Staumauer zu machen.

Schluchsee (6)

Schluchsee (6)

Feli und Joachim wählten erneut den Fußweg, genossen die Aussicht, und fanden noch ein paar Pfifferlinge für die Sauce am Folgetag.

Informationen:

Unterkrummenhof

Schluchsee

Wegweiser

Albtal – Hans Thoma – Hotzenwald


Am Pfingstmontag machten sich Feli und Joachim auf den Weg ins Albtal. Der schönste Teil der Fahrstrecke mit seinen aus dem Fels gehauenen Tunnel ist zur Zeit geschlossen. Ob es zu einer Wiedereröffnung kommt ist momentan noch offen.
Trotzdem ist die Strecke immer noch schön, und hält manche Überraschung wie das Schild auf dem Titelbild bereit. Joachim war der Meinung, dass man sich hier sicher etwas abfrieren würde.

Alb

Alb

Ein Blick nach unten zeigt die wildromantische Schlucht.

Albtalstrecke

Albtalstrecke

Im unteren Bereich führt die Strecke an Felsen entlang, je näher man nach St. Blasien und dem Albsee kommt, umso mehr öffnet sich das Tal.

Marienbildnis

Marienbildnis

In einer Kirche in einem kleinen Ort kann dieses Marienbild finden. Das Bild ist aus den 70er Jahren. Es zeigt wie Maria ihren Mantel schützend über das Tal ausbreitet.

Nach einer Besichtigung des Dom von St. Blasien, der wie immer beeindruckend war, fuhren die beiden nach Bernau-Innerlehen, um das Hans-Thoma-Museum zu besuchen. Der gebürtige Bernauer widmete sich in seinen Werken der naturalistischen Darstellung seiner Heimat und des dort stattfindenden bäuerlichen Lebens. Er war einer der beliebtesten deutschen Maler am Ende 19. Jahrhundert. In einer zweiten Dauerausstellung kann man die Bilder von Karl Hauptmann betrachten. Er malte in einem ähnlichen Stil sehr viele Winterlandschaften des südlichen Hochschwarzwaldes. Oft als Kontrast sind Sonderausstellungen von zeitgenössischen Malern zu sehen.

Nach dieser ausgiebigen geistigen Stärkung beschlossen die Beiden, nun ihr leibliches Wohl zu befriedigen. Dazu machten sie sich auf den Weg in den Hotzenwald nach Göhrwihl-Rotzingen zum Nestor-Hof. In einer großen ehemaligen Scheune, die mit Liebe zum Detail ausgestattet wurde, befindet sich die urgemütliche Straußenwirtschaft. Es gibt eine kleine Karte, aber die Beiden wählten den Tipp des Tages, Schweinefilet in Pfefferrahmsauce mit Knöpfle und Gemüse. Ihre Wahl war ausgezeichnet, wie das Preis-Leistungsverhältnis. Wer eine ausgeprägte Abneigung gegen Stallgeruch hat, sollte diese Strauße meiden.

Für die Beiden stellte das gemeinsame Essen ein passenden Abschluss für vier ereignisreiche Tage dar.

Informationen:

Albtal

Hans-Thoma-Museum

Hotzenwald

Nestor-Hof

Rund ums Kinzigtal

Kinzigtal und drum herum


Nach einem guten Mittagessen machten die beiden sich auf den Weg nach Zell am Harmersbach. Auf dem Weg dorthin kommt man bei der Überquerung eines kleinen Passes an der Ruine Hohengeroldseck vorbei.

Hohengeroldseck

Hohengeroldseck

Die Burg wurde im Jahre 1250 fertig gestellt und 1689 durch die Franzosen zerstört. Vom Parkplatz auf der Passhöhe erreicht man die Ruine nach einem steilen Anstieg von ca. 1 km Länge. Kurz hinter der Passhöhe befindet sich die Herberge „Zum Löwen“ (nähere Information findet man hier).
Die Herberge ist das älteste Gasthaus Deutschlands. Sie besteht seit dem Burgbau im Jahre 1231 und war die Herberge für die Bauarbeiter.

Die Beiden fuhren weiter nach Zell am Harmerbach. Hier wollte Feli endlich ihre neu erworbenen Cityroller (Tretroller) mit Joachim ausprobieren. Da der Ortskern in seiner Größe als überschaubar bezeichnet werden kann, war auch die Länge der Rollerfahrt von kurzer Dauer. Joachim war bei der Bullenhitze dafür überaus dankbar, zumal sie wider besseren Wissen zweimal zur gleichen Kirche fuhren, einmal von der Vorder- und einmal von der Rückseite.

Rosen am Kanzeleiplatz

Rosen am Kanzeleiplatz

Aber auch bei kurzen Fahrten sind malerische Ecken zu entdecken.

Den vorläufigen Abschluss im Kinzigtal bildet ein Besuch der Flößer- und Fachwerkstadt Schiltach. Während das Flößerhandwerk im Museum und bei Brauchtumsvorführungen wieder lebendig wird, ist das Fachwerk allgegenwärtig.

Fachwerkhaus

Fachwerkhaus

Häuserzeile am Marktplatz

Häuserzeile am Marktplatz

Nach einem längeren Spaziergang durch die Gassen des Ortes machten sich die Beiden auf den Rückweg in Heimatstadt von Feli, die Doppelstadt am Hochrhein. Da der Hunger sich meldete, beschlossen sie im Gasthaus Storchen in Waldkirch (das Waldkirch an der B 500) ein Abendessen einzunehmen. Dieser Versuch wurde zum Höhepunkt des Tages, in seiner Form und Ablauf sicherlich einmalig in ganz Baden. Nach dem Betreten der Gaststube strebten die Beiden der gefüllten Terrasse zu, um dort vielleicht ebenfalls Platz zu finden. Auf Höhe des Stammtisches vor dem Tresen, bewaffnet mit einem Tablett mit sechs soeben gefüllten Schnapsgläsern, sprach sie ein Mann mittleren Alters in Kochkleidung an. Den Blick leicht von unten nach oben gerichtet, sprach er die folgenschweren Sätze:“ S´goat it!“ „Danke!“ „S`duet mer leid.“ “ S`goat it!“ Mit diesen wenigen Worten im breitesten alemannisch macht er klar, dass es für die Beiden nichts zu essen gab. Offensichtlich war er Koch und Ober in einem. Er rief ihnen noch ein paar „Danke“ nach, was sie außerhalb des Gastraumes zu schallendem Gelächter animierte. Ein „Running-Gag“ war geboren. Am Chilbiplatz der Heimatstadt von Feli gab es dann doch noch ein Abendessen.

Mühlentour

Mühlentour im Schwarzwald


Als Ausgangspunkt für den Beginn der Tour bietet sich idealerweise der Ort Hinterzarten an. Ob man aus Richtung Osten, Bodensee, oder Richtung Westen, Freiburg, kommt, man folgt ab Hinterzarten der B 500 in Richtung Furtwangen. Nach rund 16 km biegt man links ab und folgt der Ausschilderung stetig bergab bis zum Ziel.

Hexenlochmühle

Hexenlochmühle

Die Mühle wurde 1825 erbaut und wird durch den Heubach angetrieben.

Krippen

Krippen

Puppen

Puppen

Ein Vergleich mit den abgebildeten Damen und meiner kongeniale Partnerin bei dieser Tour,Felizitas, verbot sich natürlich von selbst. Ich werde im weiteren Text, soweit es notwendig ist, die Kurz- oder Koseform Feli benutzen. Zu Feli muss man wissen, sie mag es bunt, sie mag es aktiv und hasst jeden Mief. Feli steht für Bewegung, für Sport, Feli reißt Jeden und Alles fort. Feli ist einfach umwerfend. (Anmerkung: Für die Form der gewählten Beschreibung nahm ich eine geistige Anleihe bei Reinhard Mey – den vollständigen Text von „Lulu“ findet man hier.)
Natürlich kann man auch Schwarzwälder Schinken, Schnaps und die letzten Vorort gefertigten Uhren kaufen. Ein Restaurant mit Terrasse ist ebenfalls vorhanden.

Säge

Säge

Für Interessierte ist ein Blick in Säge- und Werkstattbereich möglich. Im unteren, inneren Teil der Mühle kann man durch Glas geschützt die Funktionsweise des Mühlrades bestaunen.

Die Weiterfahrt wurde zum Erlebnis, oder neudeutsch ein „must have“ für alle, die in dieser Gegend weilen. Etwa 100 m nach der Mühle biegt man rechts ab auf eine kleine Strasse in Richtung Gütenbach. Links und rechts führen steile Hänge nach oben und die Straße wird schnell immer schmaler.

enges Tal

enges Tal

Auf dem Bild lässt sich die Steilheit nur erahnen. Wer hier wohnt, hat schon ein besonderes Ambiente. Angehalten haben wir in einer der zahlreich vorhandenen Ausbuchtungen. Solch eine erwies später äußerst hilfreich, als uns ein VW-Bus mit mehreren Quads im Schlepptau entgegen kam. Dankenswerterweise fuhr er als Einheimischer rückwärts und ließ uns durch.

Ölmühle - Nebengebäude

Ölmühle – Nebengebäude

Der nächste Halt erfolgte bei der Ölmühle in Simonswald. Die Mühle befindet sich in Privatbesitz und konnte so erhalten werden. Führungen werden angeboten, wer sich anmeldet, kann dort auch ein Vesper genießen.

Sänger

Sänger

wilder Wein, Geranien

wilder Wein, Geranien

Da auf dem Gelände der Apéro einer großen Hochzeit stattfand, haben wir uns vor der Weiterfahrt mit den liebevollen Details der Mühle beschäftigt.

Figuren am Mühlrad

Figuren am Mühlrad

In der Ortsmitte von Simonswald liegt die Kronenmühle. Ursprünglich stand diese Mühle beim Adamshof in St. Märgen. Der Wirt der Krone ließ sie dort abbauen und rettete sie damit vor dem völligen Verfall. Die Mühle bildet heute den Eingangsbereich zu einem Kaffeegarten (hier feierte später die erwähnte Hochzeitsgesellschaft) und zu einer Minigolfanlage.

Feli und Joachim schlossen den ersten Teil eines ereignisreichen Tages mit einer kleinen Mahlzeit im Biergarten des Gasthauses Krone-Post ab. Der Entwicklung seiner Figur geschuldet, wählte Joachim einen Salatteller und die gebrannte Grießsuppe, die bei jedem Gericht dabei war. Feli gönnte sich Pfifferlinge mit Spätzle und Salat. Beide waren sich einig, dass das Preis-Leistungsverhältnis ausgezeichnet war. Während der Mahlzeit genossen sie noch den Anblick der zahlreichen Hochzeitsgäste, die sich auf den Weg zur Kirche machten. Die Betrachtung der Outfits, auch der Kinder in der Tracht, erwies sich als überaus amüsant.

Informationen:

Die Hexenlochmühle

Die Ölmühle

Die Kronenmühle