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Estrich

Campus Galli 2018 – endgültiger Kirchenboden


In drei Etappen plant man, den endgültigen Boden in der Holzkirche einzubringen. Das Titelbild zeigt den Altarraum nach der Fertigstellung am ersten Juniwochenende. Ein beeindruckendes Bild, dies zu erreichen, bedurfte es aber eines langen Weges.

abbauen

abbauen

Einer der verwendeten Grundstoffe war Lehm. Hier bediente man sich des Aushubs vom Fundament der Holzkirche.

sortieren

sortieren

Der Lehm wurde in nächsten Arbeitsschritt von Verunreinigungen wie Steinchen oder Holzstückchen befreit.

stampfen

stampfen

Barfüssig wurde der Lehm, der mit Sand, Stroh und Wasser vermischt wurde, durchgestampft. Das Stroh dient dabei zur Armierung und wirkt gegen die Rissbildung.

anliefern

anliefern

In Mollen, die auf der Schulter tragbar sind, erfolgte die Anlieferung am Seiteneingang der Holzkirche.

anfangen

anfangen

Die Auffüllung im Altarbereich wurde schichtweise in Abschnitten durchgeführt. Die erste Schicht bildet das Gemisch aus Stohlehm.

verarbeiten

verarbeiten

Während Hans die untere Schicht festgestampft, liefert Andreas weiteres Material an.

mit Kalk

mit Kalk

Ursprünglich wollte man drei Schichten einbringen. In der zweiten Schicht sollte das Stroh reduziert werden und eine Kalk-Sand-Mischung zugeführt werden. Die dritte Schicht sollte dann kein Stroh und eine höhere Menge an Kalk enthalten. Im Laufe der Arbeiten hat man aber auf die zweite Schicht verzichtet.

verdichten

verdichten

Mit einer Holzrolle, deren Gewicht bei rund 40 kg liegt, hat Hans dann die oberste Schicht verdichtet.

letztes Stück

letztes Stück

Nach drei Tagen harter Arbeit neigte sich das Werk dem Ende zu. Eine endgültiges Urteil über den Boden wird man nach acht Wochen fällen können. Die Zeit ergibt sich aus der Tatsache, dass pro cm der Schicht eine Woche Trocknung veranschlagt wird.

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Rohling

Campus Galli 2017 – Portal


Als eine der letzten Arbeiten in der dem Publikum zugänglichen Saison hat Hans den halbrunden Bogen über dem Zugangsbereich der Chorschranke teilweise fertiggestellt. Zunächst hat er aus einer geschwungen gewachsenen Stieleiche in zwei Teilen den Halbkreis gefertigt.

Bogen

Bogen

Das Flachrelief wurde mit Kohle vorgezeichnet und danach der Bogen mit umfangreichen Schnitzereien verziert. Als Vorlage diente ein Fundstück aus Müstair (1.200 Jahre altes karolingisches Kloster in der Schweiz).

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (4)

Schnitzereien (4)

Am ersten Sonntagnachmittag im November haben Andreas und Michael, aufmerksam von Hans beobachtet, den Bogen an der richtigen Stelle eingebaut.

Einbau

Einbau

Ob die bestehenden Verbindung des Gesims unterhalb des Bogen erhalten bleibt, wird noch diskutiert.

Portal

Portal

Dieses Bild war die letzte Aufnahme von etwas über 1.000 Photographien, die ich in dieser Saison gemacht habe. Ich habe, als kleines Fazit meinerseits, die Stunden vor Ort und vor allem die Gespräche, die sich immer wieder ergaben, genossen. Und wie in jeder Saison habe ich einiges über die unterschiedlichen Handwerke gelernt. Besonders auffallend in diesen Monaten war, mit welcher Liebe zum Detail der Innenausbau der Kirche vollzogen wurde.

Kirchenfenster

Campus Galli 2017 – Kirchenfenster


Kurz vor Ende der diesjährigen, öffentlichen Bausaison hat die Holzkirche ihre restlichen Fenster erhalten. Alle neun Fenster in der abgebildeten Art (drei im Ostgiebel und jeweils drei an den Seiten) sind nun rechtzeitig zum Winter mit auf einem Rahmen gespannten Pergament verschlossen. Beim verwendeten Pergament handelt es sich um Schweine- oder Ziegenhaut.

Kirchenfenster - eingeweicht

Kirchenfenster – eingeweicht

Um die Verarbeitung zu ermöglichen, werden die bereits zugeschnittenen Stücke und auch die „Befestigungsbänder“ gewässert.

Kirchenfenster - befestigen

Kirchenfenster – befestigen

Die Bänder werden auf beiden Seiten durch die vorgefertigten Löcher, sowohl im Pergament als auch im Holzrahmen, geführt und verknotet. Beim Trocken zieht sich das Pergament wieder zusammen und die benötigte Spannung entsteht.

Kirchenfenster - Duett

Kirchenfenster – Duett

Gemeinsam lässt sich diese Arbeit immer einfacher verrichten.

Kirchenfenster - Trio

Kirchenfenster – Trio

Am Abend waren dann alle Fenster auf die Rahmen gespannt, und konnten nach und nach mit nur für diesen Zweck geschmiedeten Nägel eingebaut werden.

Fundament Holzkirche

Campus Galli 2017 – Fundament der Holzkirche


Kurz vor Ende der Saison, also bevor es richtig kalt wird, haben Jens, Andreas und weitere Helfer das Fundament der Holzkirche neu gestaltet.

ausfugen

ausfugen

Teilweise hat Jens, der Steinmetz, die Fugen erneuert, und so die Grundlage für den endgültigen Putz geschaffen.

neuer Putz

neuer Putz

Auf die gemauerten Bruchsteine wurde ein Kalkputz aufgetragen. Dies ist notwendig, da die verwendeten Kalksteine der Gegend nicht frostsicher sind. In die letzte Kalkschicht wurden Lehmpigmente in unterschiedlichen Farbtönen beigemischt. Durch die Verwendung von dunkleren Tönen wurden die Ecksteine der Mauern betont.

Holzkirche - Nordseite

Holzkirche – Nordseite

Als Gesamtbild eine gelungene Kombination.

Fichtenbohlen

Campus Galli 2017 – Wendebohlentür


Anfang Mai diesen Jahres haben die Zimmerer die notwendigen Fichtenbohlen für die Seitentür der Holzkirche hergestellt. Auf dem Bild arbeitet Michael mit der Axt die Falz heraus. Danach wurden die Bohlen für rund fünf Monate zum Trockenen gelagert.

Wendebohle

Wendebohle

Daniel arbeitet mit dem Ziehmesser die Rundung der Wendebohle heraus. Diese Bohle hat als Verlängerung des Türblattes oben und unten einen Drehzapfen.

Drehzapfen

Drehzapfen

Die beiden Drehzapfen, die sich in Sturz und Schwelle in Vertiefungen befinden, gewährleisten die Beweglichkeit der Tür.

Türblatt

Türblatt

Verbunden werden die einzelnen Bohlen durch zwei Gratleisten. Michael hobelt eine ebene Fläche für die Gratnut.

Seitentür - Innen

Seitentür – Innen

Die beiden Gratleisten sind aus Roteiche gefertigt und mit Holznägeln befestigt.

Seitentür - Außen

Seitentür – Außen

Sobald die Tür auch den honigfarbenen Ton des übrigen Fichtenholzes angenommen hat, passt sie ausgezeichnet ins Gesamtbild.

Gesims herstellen

Campus Galli 2017 – Gesims der Chorschranke


Am Wochenende haben Julian und Michael begonnen das Gesims für die Chorschranke aus Roteiche zu fertigen. Auf dem Bild bearbeitet Julian die Fase mit dem Hobel, während Michael ein Zapfenloch ausstemmt. Durch das Gesims erhält die Chorschranke neben dem Abschluss nach oben auch eine zusätzliche Aussteifung.

ausrichten

ausrichten

Bevor die Gesimsbalken genau eingepasst werden können, müssen die Säulen zunächst genau ausgerichtet werden.

anreißen

anreißen

Danach werden die Messwerte, auf dem Bild mit Winkel, Fußmaß und Anreißnadel, auf den Gesimsbalken übertragen.

einfügen

einfügen

Nach einigen Korrekturen wird dann das erste Gesims eingebaut. Auf den in der Bildmitte erkennbaren Zapfen wird später noch eine weitere Säule eingebaut.

Zapfenloch

Zapfenloch

Hier erkennt man schön das ausgestemmte Zapfenloch und den oberen Teil der Überblattung. Das zur Hälfte ausgesparte Holz wird genau in den unteren Balken passen, bei welchem die andere Hälfte fehlt. Zur Verdeutlichung beim Einbau wird der Balken gedreht.

prüfender Blick

prüfender Blick

Nach einer weiteren kleinen Anpassung wird die Überblattung auf der Ecksäule perfekt sein. Ein schönes Beispiel für Handwerkskunst.

Füllung

Campus Galli 2017 – Schnitzereien


Die Chorschranke in der Holzkirche hat zum großen Teil ihre Füllungen aus Buchen- bzw. Eichenbrettern erhalten. Alle Pfosten sind an den sichtbaren Seiten mit Schnitzereien versehen. Von den vierzehn runden Säulen mit Kapitell hat Hans, der Drechsler, inzwischen sechs Stück fertiggestellt.

Relief (1)

Relief (1)

Relief (2)

Relief (2)

Relief (3)

Die beiden achteckigen Säulen, die zwischen Altarstufe und Ankerbalken stehen und einen Teil des Baldachins bilden, haben im unteren Teil aufwendige Reliefs erhalten. Diese aussagekräftige Arbeit hat Stefan vollbracht. Man darf gespannt sein, wie die vollständige Gestaltung des Kircheninneren wirken wird. Die Entwicklung dahin zu begleiten, ist ein spannender Vorgang.