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Schleifarbeiten

Campus Galli 2017 – Innenausbau Holzkirche (2)


Ein scharfes, gepflegtes Werkzeug vereinfacht die Arbeit. Andreas und Michael, zwei der Zimmerleute, sind dabei, am Westgipfel der Holzkirche ihre Breitbeile abzuziehen. Die Breitbeile werden zur feinen, letzten Oberflächenbehandlung bei den zuvor mit der Bundaxt behauenen Balken verwendet.

Chorschranke - Schwelle

Chorschranke – Schwelle

Hier erkennt man, dass Andreas und Michael bei der Bearbeitung des Balkens sofort das Breitbeil benutzen. Dies hat einen einfachen Grund, der Abschlag auf dieser Seite des Balkens ist so schmal, dass man auf den Arbeitsschritt mit der Bundaxt verzichten kann. Bei dem bearbeiteten Balken handelt es sich um einen der Schwellbalken für die Chorschranke.

Chorschranke -ausmessen

Chorschranke -ausmessen

Der Schwellbalken wird nach dem Einbau zum größten Teil im Estrich eingebettet sein. Mit Fußmaß, Winkel und Anreißnadel werden der Eingang und die Pfostenverbindungen angezeichnet und danach ausgearbeitet.

Chorschranke - Eckpfosten

Chorschranke – Eckpfosten

Die Reliefe der Pfosten werden durch Hans, den Drechsler, geschmitzt. Da ein Eckpfosten zwei Sichtseiten hat, erhält er auch zwei Reliefe. Eine sehenswerte Arbeit!

Roteiche

Campus Galli 2017 – Holzkirche Innenausbau


Nachdem bis auf die beiden Türen, Eingangs- und Seitentür, alle Holzarbeiten an den Wänden und dem Dach erledigt sind, steht der Innenausbau an. Auch hier ist das verwendete Baumaterial Holz, wie auf dem Titelbild ersichtlich ist.

Pfosten behauen

Pfosten behauen

Die angewendete Vorgehensweise von Hans, dem Drechsler, ist an dieser Stelle schon mehrfach beschrieben worden. Nach dem Anzeichnen mit Holzkohle werden Kerben geschlagen, die die Tiefe bestimmen. Dann werden die einzelnen Abschnitte zwischen den Kerben, die ein ungewolltes Ausreißen der Faser verhindern, abgeschlagen. Nachdem dies auf allen vier Seiten geschehen ist, hat man als Ergebnis einen Pfosten aus Roteiche. Bei diesem sind die Maße zwei Hand auf zwei Hand.

fertiger Posten

fertiger Posten

Der Pfosten ist das erste Element für die Chorschranke. Der Einbau einer Chorschranke entspricht dem Vorgehen in den frühchristlichen Kirchen. Mit der Schranke erfolgte die Trennung von Laien und den für Chorgesang zuständigen Geistlichen. Die Chorschranke ist nicht zu verwechseln mit einer Altarschranke.

Schnitzarbeit

Schnitzarbeit

Alle Pfosten werden verziert, sie erhalten Säulen als Aufbau und dazwischen werden geschnitzte Bretter eingebaut. Nach meinem Wissenstand erhält die Chorschranke die Form eines eckigen Omegas.

Flachrelief

Flachrelief

Bei diesem Relief ist ein Zopf als Ornament gewählt worden. Er verläuft in einer Kreisform ohne Anfang und Ende, und steht so als Symbol für die Unendlichkeit.

Es wird spannend sein, den weiteren Fortschritt zu beobachten.

Chorschranke von San Clemente, Rom

Altarbereich

Campus Galli 2017 – Fenstereinbau


Bis auf ein Gefach, die beiden Türen und den Innenausbau ist die Holzkirche von den sofort erkennbaren Holzarbeiten fertiggestellt. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man trotzdem immer wieder Neues.

Fenstereinbau

Fenstereinbau

So haben Johannes und Michael das mittlere Fenster im Ostgiebel eingebaut. Das Fenster besteht aus Pergament, dass auf einen Rahmen gespannt ist. Zur Herstellung wurde eine Ziegenhaut verwendet.

Abschluß

Abschluß

Der offene Zwischenraum zwischen der Seitenwand und der Dachtraufe wird geschlossen. Die quer liegenden Holzbrettchen werden mit einer Leiste auf dem Riegel festgeklemmt. (Zum besseren Verständnis, das Bild ist von unten nach oben aufgenommen.)

Holzkirche im April 2017

Campus Galli 2017 – Fortschritte an der Holzkirche


Während des Winters sind einige Arbeiten in der Holzkirche durchgeführt worden.

Baldachin

Baldachin

Vom Ostgiebel aus wurden zwei Balken eingebaut, die knapp über den beiden sich kreuzenden Balken des Windverbands auf diesen treffen. Dadurch entsteht ein Baldachin oberhalb des Altars.

Seitenwand - Nord

Seitenwand – Nord

Momentan werden die beiden letzten Felder der Seitenwand auf der dem Wetter abgewandten Seite geschlossen.

Zisterne

Zisterne

Fast seit Baubeginn des Fundamentes der Holzkirche befindet sich schräg hinter dem Ostgiebel eine Zisterne. Sie sammelt das Wasser aus der Drainage der Holzkirche und Oberflächenwasser. Da es zukünftig für die Besucher möglich sein soll, die Kirche von allen Seiten zu betrachten, wird die Zisterne mit einem Weidenzaun gesichert. Die Hebevorrichtung für das Wasser wird auch wieder installiert. Das ist dann sicher ein weiteres Bild wert.

Abbundplatz mit Holzkirche

Campus Galli 2017 – neue Saison


Am Samstag, 1. April 2017, hat die neue Saison im Campus Galli begonnen. Über den Winter haben sich auf dem Gelände einige Neuerungen ergeben, die nach und nach in den publizierten Artikeln ihre Erwähnung finden. Der Restaurationsbereich wurde großzügig erweitert. Durch Rodungen ist nun eine Vergrößerung der Abbundplatzes problemlos möglich, der auch beim Abbund der geplanten Scheune notwendig sein wird.
Der Preis für eine Saisonkarte für einen Erwachsenen wurde von € 59.– auf € 30.– gesenkt. Eine sinnvolle Entscheidung ermöglicht sie doch einem grösseren Klientel, die Karte zu erwerben.
Eine der ersten Tätigkeiten war die Veränderung des Zuganges zur Holzkirche. Wo früher eine mehrstufige Treppe überwunden werden musste, wurde durch Auffüllen von Erde eine bequeme Schräge geschaffen, die auch mit einem Kinderwagen überwindbar scheint.

Holzkirche Eingang

Holzkirche Eingang

Die beiden noch vorhandenen Stufen dürften dabei kein grösseres Hindernis bilden.

Holzkirche Eingangsstufe

Holzkirche Eingangsstufe

Bis zur endgültigen Fertigstellung, waren jedoch einige Arbeiten notwendig.

Eine besondere Erwähnung gebührt dem neuen Hahn.

Hühneridylle

Hühneridylle

Es handelt sich um einen farbenprächtigen, stolzen Vertreter seiner Gattung. Möge er allen möglichen Anfeindungen im Wald trotzen.

lezte Erntetätigkeiten

Campus Galli 2016 – Herbstimpressionen


Bei wunderschönem Herbstwetter konnte man auf den Feldern des Campus Galli am späten Nachmittag die ganze Farbenpracht dieser Jahreszeit genießen. Mareike erntet mit der Sichel die Rispenhirse, und ihre beiden Mitstreiterinnen machen die Ackerbohnen aus, um so den Samen für die neue Saison zu gewinnen.
Um die Mittagszeit und weiter im Waldinneren zeigte sich auch die trübe Seite des sich dem Ende hin neigenden Jahr.

Schweinestall Rückseite

Schweinestall Rückseite

Der imposanten Erscheinung des neuen Schweinestalls tat das Wetter keinen Abbruch.

Schweinstall Vorderseite

Schweinstall Vorderseite

Der Hauptteil des Gebäudes ist fertiggestellt, es fehlen noch Dach- und Fußboden, die beiden Boxen und die Türen.

Holzkirche Ende Oktober 2016

Holzkirche Ende Oktober 2016

Die von den Gerüsten vollständig befreite Holzkirche bildet einen wunderbaren Anblick. Die Zimmerleute sind im Moment dabei, die Seitenfächer zu verschließen.

Lichteinfall 2

Lichteinfall 2

Ein besonderes Schauspiel bietet sich im Kircheninneren, wenn gegen Abend die Sonne durch das kreuzförmige Fenster eine wandernde Lichtbahn am Ostgiebel hinterlässt (Verbessertes Photo gegenüber der ersten Version).

Das Campus Galli hat heute und am Dienstag den 1. November noch geöffnet. Die letzten Gelegenheiten für diese Saison, die Fortschritte des Jahres zu begutachten.

fertiger Westgiebel

Campus Galli 2016 – Spaltbohlen


Auf der kleinen Photomontage erkennt man den fertigen Westgiebel. Man muss sich bewusst werden, dass jede dieser stehenden Spaltbohlen mit der Axt behauen, die Nut eingezogen und schließlich vor Ort angepasst und einzeln eingesetzt wird.

Spaltbohlen anpassen

Spaltbohlen anpassen

Immer wieder werden mit der Axt letzte Feinheiten ausgearbeitet, um so die optimale Passung zu erreichen.

Spaltbohlen prüfen

Spaltbohlen prüfen

Nach letzten prüfenden Blicken …..

Spaltbohlen einbauen

Spaltbohlen einbauen

….. erfolgt schließlich der Einbau. Oben und unten in den Ausfachungen ist eine zwei Finger tiefe Nut, in welche die Bohle so genau wie nur möglich eingebaut wird. Da die Bohlen aus besseren Bearbeitungsgründen aus grünen Holz sind, wird noch ein gewisser Schwund eintreten. Je genauer also der Einbau, umso unwahrscheinlicher werden Lücken entstehen. Da die Bohlen radial gespalten sind, ist der Schwund am geringsten. Die Zimmerleute gehen aber davon aus, dass sie in zwei bis drei Jahren die Bohlen in den einzelnen Ausfachungen erneut zusammenschieben müssen, und ein neugearbeitetes, letztes Brett einsetzen müssen.

Spaltbohlen Feinarbeit

Spaltbohlen Feinarbeit

Besondere Stellen erfordern dann auch noch gemeinsame Anstrengungen.

Das Geheimnis, wie das letzte Brett eingebaut wird, lässt man sich am besten beim Zuschauen erklären. Bis einschließlich 1. November diesen Jahres kann man noch diese Chance wahrnehmen.