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Pfosten setzen

Campus Galli 2017 – Einfriedung


Die Holzhandwerker des Campus Galli haben an der Kirche eine Einfriedung gebaut. Bevor die Eichenpfosten in die Erde geschlagen wurden, hat man sie im Feuer leicht angebrannt, um so die Haltbarkeit zu verlängern.

ankohlen

ankohlen

Mittels eines großen Holzhammers war dann auch die notwendige Kraft vorhanden.

Pfosten

Pfosten

Das Tor wurde auf beiden Seiten abgestützt, damit die Konstruktion den Kräften der beiden Torflügel standhalten kann. Hierzu hat man die abgebildete Kralle gefertigt und mit dem Torpfosten verbunden.

Holzverbindung - Kralle

Holzverbindung – Kralle

Die Kralle wird an den Pfosten angepasst und mit einem Holznagel gesichert.

Torpfosten mit Verbindung

Torpfosten mit Verbindung

Das Tor ist bis aus ein Dach und die beiden Torflügel fertig.

Tor

Tor

Nach einer Woche, mit Hilfe von freiwilligen Händen, ist die Einfriedung klar erkennbar.

Einfriedung

Einfriedung

Für den Sturz wurde absichtliche ein geschwungener Eichenbalken behauen, da es dem Tor eine besondere Note verleiht.

Innenbereich Holzkirche

Campus Galli 2017 – Innenausbau Holzkirche (3)


Der Bau der Chorschranke kommt voran. Inzwischen sind alle 14 Pfosten gefertigt und die Hälfte der Flachreliefe, die alle unterschiedlich sind, ist geschnitzt.

Nut schlagen

Nut schlagen

Da der Zwischenraum zwischen den Eichenpfosten eine Holzfüllung erhalten soll, ist Oscar dabei, die notwendigen Nuten zu schlagen.

Buchenrugel

Buchenrugel

Weil das Holz nur im Innenbereich verbaut wird, hat man beschlossen, Buchenholz zu verwenden, dass auf dem Gelände in ausreichender Form vorhanden ist. Mit Axt und großem Holzhammer wird die Spaltung durch Andreas und Oscar vorbereitet.

Spaltkeile

Spaltkeile

Durch den Einsatz von Holzkeilen aus Buche oder Eiche entstehen durch mehrfaches Spalten die Spaltbohlen. Sie ähneln in ihrem Aussehen einem Tortenstück.

behauen

behauen

Mit der Bundaxt verwandelt Michael die Bohlen in Bretter. Auf dem Bild erkennt man als feinen Streifen den Anriss. Alle Bretter werden 2 1/2 Fingern breit.

Feinarbeiten

Feinarbeiten

Zum Abschluss wird durch Andreas der Splint und jener Teil des Kerns, der nicht der Breite entspricht, entfernt.

Füllung

Füllung

Einen Eindruck wie die Füllungen wirken werden, bekommt bei einem vorläufigen Einbau von zwei Brettern. Die Bretter sollen wie die Pfosten abschließend auch ein Relief erhalten.

fertigen

Campus Galli 2017 – Pfosten und Kapitell


Wie alle an der Kirche verwendeten Holzbalken werden auch die abschließenden, seitlichen Pfosten der Chorschranke mit Axt und Breitbeil hergestellt.

Einpassen

Einpassen

Alle Pfosten sind durch einem Zapfen mit den Schwellen verbunden. Mit Hilfe der Lotwaage prüfen Andreas und Michael die richtige Position.

aussägen

aussägen


ausstemmen

ausstemmen

Seitlich wird dieser Pfosten mit dem Riegel des Fachwerks verbunden.

Chorschranke - rechts

Chorschranke – rechts

Das Ergebnis mit der Verbindung zum nächsten Pfosten konnte man auf der gegenüberliegenden Seite betrachten.
Auf die Pfosten, die oben einen Zapfen haben, wird eine runde Säule, deren Abschluss ein Kapitell bildet, aufgesteckt. Dazu hat Hans, der Drechsler, zunächst ein Tonmodell gefertigt.

Kapitell - Tonmodell

Kapitell – Tonmodell

Damit es noch anschaulicher wird, hat er zusätzlich ein Holzmodell erstellt.

Kapitell - Holzmodell (1)

Kapitell – Holzmodell (1)


Kapitell - Holzmodell (2)

Kapitell – Holzmodell (2)


Kapitell - Holzmodell (3)

Kapitell – Holzmodell (3)

Die Art des Kapitells wird deutlich erkennbar. Ob das Modell in dieser Form an den insgesamt 14 Säulen realisiert wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

Chorschranke

Campus Galli 2017 – Chorschranke (2)


Am letzten, langen Wochenende (in Baden-Württemberg war am Donnerstag ein Feiertag) sind die Arbeiten in der Holzkirche fortgeschritten. Die Chorschranke mit ihren insgesamt 7 Pfosten auf jeder Seite nimmt immer mehr Gestalt an. Schön zu erkennen bei den auf dem Boden liegenden Schwellen ist die Aussparung, die später den Eingang bildet. Bis zur Höhe dieser Aussparung wird der endgültige Estrich reichen, der entweder aus feinem Lehmmörtel oder Kalkmörtel bestehen wird.

Verbindung

Verbindung

Mit dem Stechbeitel werden die Verbindungen herausgearbeitet.

Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz

So entstehen nach und nach zwischen jeweils zwei Pfosten verbunden durch ein Brett die Holzverbindungen in Form eines Schwalbenschwanzes.

Auf dem Titelbild wird auch die geschaffene Einteilung des Kirchenraums deutlich sichtbar. Im Osten der Altarbereich, dann der Chorbereich und am Westgiebel der übrige Bereich. Dabei hat die Einteilung keinesfalls zum Ziel, in welcher Form auch immer Abgrenzungen zu schaffen, sie dient ausschließlich dazu, die einzeln Funktionsbereiche zu verdeutlichen.

Schleifarbeiten

Campus Galli 2017 – Innenausbau Holzkirche (2)


Ein scharfes, gepflegtes Werkzeug vereinfacht die Arbeit. Andreas und Michael, zwei der Zimmerleute, sind dabei, am Westgipfel der Holzkirche ihre Breitbeile abzuziehen. Die Breitbeile werden zur feinen, letzten Oberflächenbehandlung bei den zuvor mit der Bundaxt behauenen Balken verwendet.

Chorschranke - Schwelle

Chorschranke – Schwelle

Hier erkennt man, dass Andreas und Michael bei der Bearbeitung des Balkens sofort das Breitbeil benutzen. Dies hat einen einfachen Grund, der Abschlag auf dieser Seite des Balkens ist so schmal, dass man auf den Arbeitsschritt mit der Bundaxt verzichten kann. Bei dem bearbeiteten Balken handelt es sich um einen der Schwellbalken für die Chorschranke.

Chorschranke -ausmessen

Chorschranke -ausmessen

Der Schwellbalken wird nach dem Einbau zum größten Teil im Estrich eingebettet sein. Mit Fußmaß, Winkel und Anreißnadel werden der Eingang und die Pfostenverbindungen angezeichnet und danach ausgearbeitet.

Chorschranke - Eckpfosten

Chorschranke – Eckpfosten

Die Reliefe der Pfosten werden durch Hans, den Drechsler, geschmitzt. Da ein Eckpfosten zwei Sichtseiten hat, erhält er auch zwei Reliefe. Eine sehenswerte Arbeit!

Roteiche

Campus Galli 2017 – Holzkirche Innenausbau


Nachdem bis auf die beiden Türen, Eingangs- und Seitentür, alle Holzarbeiten an den Wänden und dem Dach erledigt sind, steht der Innenausbau an. Auch hier ist das verwendete Baumaterial Holz, wie auf dem Titelbild ersichtlich ist.

Pfosten behauen

Pfosten behauen

Die angewendete Vorgehensweise von Hans, dem Drechsler, ist an dieser Stelle schon mehrfach beschrieben worden. Nach dem Anzeichnen mit Holzkohle werden Kerben geschlagen, die die Tiefe bestimmen. Dann werden die einzelnen Abschnitte zwischen den Kerben, die ein ungewolltes Ausreißen der Faser verhindern, abgeschlagen. Nachdem dies auf allen vier Seiten geschehen ist, hat man als Ergebnis einen Pfosten aus Roteiche. Bei diesem sind die Maße zwei Hand auf zwei Hand.

fertiger Posten

fertiger Posten

Der Pfosten ist das erste Element für die Chorschranke. Der Einbau einer Chorschranke entspricht dem Vorgehen in den frühchristlichen Kirchen. Mit der Schranke erfolgte die Trennung von Laien und den für Chorgesang zuständigen Geistlichen. Die Chorschranke ist nicht zu verwechseln mit einer Altarschranke.

Schnitzarbeit

Schnitzarbeit

Alle Pfosten werden verziert, sie erhalten Säulen als Aufbau und dazwischen werden geschnitzte Bretter eingebaut. Nach meinem Wissenstand erhält die Chorschranke die Form eines eckigen Omegas.

Flachrelief

Flachrelief

Bei diesem Relief ist ein Zopf als Ornament gewählt worden. Er verläuft in einer Kreisform ohne Anfang und Ende, und steht so als Symbol für die Unendlichkeit.

Es wird spannend sein, den weiteren Fortschritt zu beobachten.

Chorschranke von San Clemente, Rom

Altarbereich

Campus Galli 2017 – Fenstereinbau


Bis auf ein Gefach, die beiden Türen und den Innenausbau ist die Holzkirche von den sofort erkennbaren Holzarbeiten fertiggestellt. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man trotzdem immer wieder Neues.

Fenstereinbau

Fenstereinbau

So haben Johannes und Michael das mittlere Fenster im Ostgiebel eingebaut. Das Fenster besteht aus Pergament, dass auf einen Rahmen gespannt ist. Zur Herstellung wurde eine Ziegenhaut verwendet.

Abschluß

Abschluß

Der offene Zwischenraum zwischen der Seitenwand und der Dachtraufe wird geschlossen. Die quer liegenden Holzbrettchen werden mit einer Leiste auf dem Riegel festgeklemmt. (Zum besseren Verständnis, das Bild ist von unten nach oben aufgenommen.)