Schlagwort-Archive: Buntsandstein

Reißboden (1)

Campus Galli 2018 – Torbogen


Aus Fichtenbohlen haben die Zimmerer einen Reißboden hergestellt. Dieser Boden soll beim Bau des Torbogens für den Obstgarten verwendet werden.

Reißboden (2)

Reißboden (2)

Um eine ebene Fläche zu schaffen, hat Daniel zunächst einen Dechsel verwendet.

Reißboden (3)

Reißboden (3)

Die verbleibenden Unebenheiten wurden dann mit dem Hobel beseitigt.

Bogen und Zirkel

Bogen und Zirkel

Der spätere Steinbogen wurde 1:1 auf dem Reißboden skizziert. Ein höhenverstellbarer Zirkel ist in der Mitte angebracht worden.

anzeichnen

anzeichnen

Durch zwei Löcher, die genau den beiden Linien des Bogens entsprechen, kann Jens die Maße des Rückens und der Laibung mit einer Reißnadel auf jeden Stein übertragen. Der Rücken entspricht dabei dem äußeren, die Laibung dem inneren Rand des Bogens.

Bogenstein

Bogenstein

Auf dem Buntsandstein sieht man im oberen Bereich die Laibung und unten den skizzierten Rücken. Es wird spannend bleiben, den weiteren Fortgang zu beobachten.

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Westgiebel

Campus Galli 2016 – Endspurt bei der Holzkirche


Nachdem der Ostgiebel vollständig ausgefacht war, wurde das imposante Gerüst am Westgiebel neu aufgebaut. Nun konnten die beiden letzten Sparrenpaare angepasst werden, sowie die noch fehlenden Dachlatten angebracht werden.

Dach - Nordseite

Dach – Nordseite

Zwei freiwillige Helfer, im unteren Teil des Bildes sichtbar, bringen kleine Holznägel in die Holzschindeln ein, die zum Aufhängen an den Dachlatten dienen. Andreas, einer der Zimmerleute, ist dabei, den Rest des Daches mit den so vorbereiteten Schindeln zu decken. Nach den bisherigen Erfahrungen in dieser Saison kann man damit rechnen, dass bis Ende Oktober die Holzkirche mit Dach und Fach fertiggestellt ist.

Altar - Seitenansicht

Altar – Seitenansicht

Altar - Frontansicht

Altar – Frontansicht

Jens, der Steinmetz, hat gemeinsam mit einem Helfer den Altar hochgemauert, der nun austrocknen muss. Abschließend wird die Altarplatte aus Buntsandstein mit einem Gewicht von ca. 450 kg verbaut.

Ostgiebel - unten

Ostgiebel – unten

Ostgiebel - oben

Ostgiebel – oben

Der fertige Ostgiebel vermittelt einen guten Eindruck über die Außenansicht der Holzkirche in ihrem endgültigen Zustand. Ein imponierender Anblick!

Holzpflöcke kürzen

Campus Galli 2016 – Steine spalten


Einen der großen Buntsandsteinblöcke zu spalten, ist mit den einfachen, vorhandenen Mitteln kein leichtes Unterfangen. Zunächst werden mit Hammer und Meißel Löcher in ähnlichen großen Abständen in die vorher gewählte Spaltlinie gehauen. In diese Löcher kommen Holzkeile, die immer wieder gewässert werden. Auf dem Titelbild erkennt man, wie die Keile gekürzt werden. Durch das quellende Holz soll im Stein die Spannung erhöht werden.

Einsatz des Vorschlaghammers

Einsatz des Vorschlaghammers

Nach einigen Tagen des Wässerns rücken die beiden Steinmetze, Jens und sein australischer Kollege, dem Stein mit roher Gewalt zu Leibe. Zwischen den Löchern schlagen sie nach und nach eine tiefere Furche. Dabei vergewissern sie sich ständig, dass der langsam enstehende Riss auch wie gewünscht verläuft, und bestimmen daher immer neu, an welcher Stelle die nächsten Schläge erfolgen sollen.

Positionswechsel

Positionswechsel

Durch den Wechsel an der Position des Zuschlägers spart man einfach Kraft.

geschafft!

geschafft!

Das „Wild“ ist erlegt!

Dachkonstruktion

Campus Galli 2016 – Impressionen in der ersten Augustwoche


Am Samstag Morgen hatten die Besucher des Campus Galli für einen kurzen Augenblick die Chance, die imposante Dachkonstruktion im Innern der Holzkirch zu betrachten. Die Jugendlichen von Mutpol hatten in einer bewundernswerten Aktion am Freitag soviel Füllmaterial eingebracht, eine ebene Fläche geschaffen, so dass der endgültigen Öffnung am Sonntag, nachdem es weiter abgetrocknet war, nichts entgegenstand.

in der Holzkirche

in der Holzkirche

Im Vordergrund erkennt man das Fundament für den Altar mit dem geschmückten, eingemauerten Kreuz. Im Hintergrund sind die bereits vorgenommen Ausfachungen mit Spaltbohlen sichtbar. Einige vorgefertigte Bohlen, die nun nach und nach einzeln eingepasst werden, lehnen an der Wand.

fertige Altarplatte

fertige Altarplatte

Das letzte Teil des Altars der Holzkirche, die Altarplatte ist fertig. Jens hat zuletzt an drei Seiten eine Phase (Schräge) angebracht, die am jeweiligen Treffpunkt auf Gehrung gehauen sind. Damit sind die Einzelteile des Altars noch in die Kirche zu transportieren, und dem Aufbau steht nichts mehr im Wege.

bespannter Gewischtswebstuhl

bespannter Gewischtswebstuhl

Der neue Umhang, der auf dem Gewichtswebstuhl entsteht, macht sichtbare Fortschritte. Mechthild, die Weberin, hat kräftige Farben gewählt, und die beiden Ränder, die durch Brettchenweben entstehen, sehen, lapidar formuliert, einfach klasse aus.

Dachdecken

Dachdecken

Hans, der Drechsler, und ein Freiwilliger, sind dabei das Dach der Feldhütte mit Stroh und Schilf zu decken. Eine langwierige Tätigkeit, die sauberes, genaues Arbeiten erfordert.

Deckstuhl

Deckstuhl

Hier zeigt Hans ein besonderes, neugefertigtes Hilfsmittel, einen Deckstuhl. Der Stuhl wird an den notwendigen Stellen an der Lattung eingehängt, und so ist das Dach der Feldhütte problemlos besteigbar. Bei höheren Dächern arbeitet man mit zwei Deckstühlen.

Informationen:

Werkzeuge für das Reetdach

fertige Bodenplatte

Campus Galli 2016 – Altarplatte und Schärbock


Während die Bodenplatte, auf welche der Altar aufgemauert wird, vollständig fertiggestellt ist, müsssen bei der Altarplatte noch die Seiten und die Phasen (Abschrägung) behauen werden. Dazu war es notwendig die Altarplatte zu drehen.

Hebelgesetz

Hebelgesetz

Da Maschinen nicht vorhanden sind, helfen nur das Hebelgesetz und vier kräftige Männer.

auf der Kippe

auf der Kippe

In mehreren Schritten wird die Altarplatte von der Arbeitshöhe auf die unteren Balken gebracht. Dann wird sie in der Waagrechten auf zwei Hölzern auf einem der Balken gehalten.

auf Strohsäcken

auf Strohsäcken

Vorsichtig wird die Platte auf eine Lage aus Strohsäcken herunter gelassen.

entscheidender Moment

entscheidender Moment

Nun wird die Platte auf die andere Seite gekippt. Erst hinterher wird es sich zeigen, ob die bereits fertigen Kanten bei den Kräfteverhältnissen ausreichend geschützt waren.

umgedreht

umgedreht

Die Platte ist umgedreht, die Kanten haben keinen Schaden genommen, und sie wird zunächst wieder auf die beiden Balken gelegt.

Aufbau

Aufbau

Nach und nach kommen zusätzliche Hölzer unter die Platte bis ….

Arbeitshöhe

Arbeitshöhe

…. diese sich wieder auf der passenden Arbeitshöhe sich befindet.

Hammer und Meißel

Hammer und Meißel

Stück für Stück, mit Hammer und Meißel, später mit dem Beil, nährt sich die Platte ihrem Idealzustand an.

Kontrolle

Kontrolle

Der rechte Winkel wird kontrolliert, die kleinen Unebenheiten werden angezeichnet und danach mit dem Beil beseitigt. Die nächste Seite kann kommen.

Etwas ganz Besonderes erlebten die Besucher an diesem Wochenende bei der Weberinnenhütte.

Schärbock

Schärbock

Auf einem Schärbock, den Hans der Drechsler gebaut hat, wurden durch Brettchenweben die Kettfäden in ein Band eingewebt. Die Kettfäden werden später auf dem Gewichtswebstuhl zu einem Umhang verwebt. Durch das Band ist ein sauberer Rand gewährleistet.

Brettchenweben

Brettchenweben

Die beiden Weberinnen, Heidi und Mechthild, bei der konzentrierten Arbeit. Die Länge der Kettfäden muss gleich sein, die Richtung des Drehens der Brettchen muss stimmen. Informationen zum Brettchenweben findet man hier.

Altarplatte in Bearbeitung

Campus Galli – Altarplatte und Kirchendach


Für einen kurzen Augenblick war ich im Zweifel, ob es sinnvoll ist, innerhalb von zwei Tagen wieder über das Kirchendach zu schreiben. Da die Fortschritte jedoch beeindruckend sind, rechtfertigen diese jedes Wort und jedes Bild. Dies gilt auch für die auf dem Titelbild sichtbare Altarplatte. Jens, der Steinmetz, ist dabei, die vier Seiten glatt zu arbeiten. Er macht dies immer bis zur Hälfte, danach wird die Platte umgedreht und die Arbeit beendet. Zum Schluss erhalten die Seiten im oberen Bereich noch eine Schräge. Die Bodenplatte des Altars ist bis auf ein geplantes Ornament eben fertiggestellt.

Dachlatten - Südseite

Dachlatten – Südseite

Während auf der Nordseite die Dachfläche des Altarraumes vollständig eingedeckt ist, sind auf der Südseite der Großteil der Dachlatten angebracht.

Schindeln decken - Südseite

Schindeln decken – Südseite

Am Sonntagnachmittag gegen Uhr 17.00 waren die Fortschritte auf der Südseite beim Eindecken unübersehbar. Ich frühe mich heute schon auf das nächste Wochenende, um den weiteren Fortgang zu entdecken.

Blumenwiese

Campus Galli 2016 – Ein Rundgang im Juli


Wie immer im Juli ist die Blumenwiese (Bienenweide) mit ihren vielen Farben, den unterschiedlichen Blumen, eine Augenweide. Was für ein Gegensatz zu den normalen Wiesen auf welchen der Löwenzahn die Herrschaft übernommen hat.

Dieser Rundgang beschreibt mit Text und Bild einen Teil des Campus Galli, für den Besucher vor Ort gibt es eine Vielzahl von weiteren interessanten Gewerken, an welchen kompetente Mitarbeiter Rede und Antwort stehen.

Holzkirche am 9. Juli 2016

Holzkirche am 9. Juli 2016

Bei der Holzkirche erkennt man, dass nun alle Sparren auf dem Dach und rund 2/3 der Dachlatten verbaut sind. Nach Auskunft von Daniel, dem Zimmermann, ist geplant, im Laufe der nächsten Woche mit dem Eindecken mit Holzschindeln zu beginnen. Außerdem wurde begonnen auch den Westgiebel einzurüsten.

Steinbearbeitung

Steinbearbeitung

Nachdem er mittels einer Setzlatte die Unebenheiten auf der Altarplatte festgestellt hatte, hat sie Jens, der Steinmetz mit Holzkohle angezeichnet, und ist nun dabei sie auszubeilen. Danach wird er sich den Seiten widmen und auch diese in Form bringen.

Radteile

Radteile

Um die Transportmöglichkeiten auf dem Campus Galli zu verbessern, baut Hans, der Drechsler, einen weiteren Wagen. Nabe, Speichen und Felgen sind auf dem Bild erkennbar. Neben den Wagen sind die Körbe und Kraxen des Korbmachers unentbehrliche Transportmittel für die unterschiedlichsten Gegenstände, dies reicht vom Stein über Späne bis zum Futter für die Tiere. Hier zeigt sich die Bedeutung eines etwas unscheinbar anmutenden Handwerks.

Körbe

Körbe

Ob Zwiebelschalen, Brombeerblätter, Färberkamille, Krapp und vieles mehr die Färberinnen nutzen dies, um die Wolle der eigenen Schafe zu färben.

gefärbte Wolle

gefärbte Wolle

Die Färberinnen beschränken sich nicht nur auf das Färben, sie präsentieren auch unterschiedliche Formen der Verarbeitung, eine davon ist das Kammweben zur Herstellung von Borten.

Kamm und Kettfäden

Kamm und Kettfäden

Die Hälfte der Kettfäden wird durch Löcher geführt, sie sind somit nicht zu bewegen. Durch das Hoch bzw. Runter des Kammes entstehen immer zwei Fächer, durch welche abwechselnd der Schussfaden geführt wird. Über die unterschiedlichen Farben des Kettfadens wird das Muster vorab bestimmt.

Schussfaden

Schussfaden

Eine zeitraubende Arbeit bis man den Erfolg sieht. Wobei hier wie bei allen Dingen eben die Frage ist, wie definiere ich Erfolg.