Schlagwort-Archive: Campus Galli

Reißboden (1)

Campus Galli 2018 – Torbogen


Aus Fichtenbohlen haben die Zimmerer einen Reißboden hergestellt. Dieser Boden soll beim Bau des Torbogens für den Obstgarten verwendet werden.

Reißboden (2)

Reißboden (2)

Um eine ebene Fläche zu schaffen, hat Daniel zunächst einen Dechsel verwendet.

Reißboden (3)

Reißboden (3)

Die verbleibenden Unebenheiten wurden dann mit dem Hobel beseitigt.

Bogen und Zirkel

Bogen und Zirkel

Der spätere Steinbogen wurde 1:1 auf dem Reißboden skizziert. Ein höhenverstellbarer Zirkel ist in der Mitte angebracht worden.

anzeichnen

anzeichnen

Durch zwei Löcher, die genau den beiden Linien des Bogens entsprechen, kann Jens die Maße des Rückens und der Laibung mit einer Reißnadel auf jeden Stein übertragen. Der Rücken entspricht dabei dem äußeren, die Laibung dem inneren Rand des Bogens.

Bogenstein

Bogenstein

Auf dem Buntsandstein sieht man im oberen Bereich die Laibung und unten den skizzierten Rücken. Es wird spannend bleiben, den weiteren Fortgang zu beobachten.

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Neuer Gewichtswebstuhl - Aufbau

Campus Galli 2018 – neuer Gewichtswebstuhl


Hans und Gerhard, der Drechsler und sein Gehilfe, sind dabei, einen neuen Gewichtswebstuhl für Mechthild zu fertigen. Es handelt sich dabei um ihr erstes größeres Projekt in der neuen Saison. Der Webstuhl wird später neben der Weberinnenhütte im Freien stehen. Aus diesem Grunde wird er auch mit einem Schindeldach ausgestattet.

Gewichtswebstuhl - Einzelteile

Gewichtswebstuhl – Einzelteile

Zunächst wurden die Seitenstützen, obere und untere Querverbindung mit der Axt aus Fichtenstämmen gehauen.

Gewichtswebstuhl -Holzverbindung (1)

Gewichtswebstuhl -Holzverbindung (1)

Gewichtswebstuhl - Holzverbindung (2)

Gewichtswebstuhl – Holzverbindung (2)

Im nächsten Schritt wurden die Holzverbindungen herausgearbeitet.

Gewichtswebstuhl - Holzverbindung (3)

Gewichtswebstuhl – Holzverbindung (3)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit Holzhammer und Stechbeitel enstanden die Schwalbenschwanzverbindungen.

Gewichtswebstuhl - Tuchbaum

Gewichtswebstuhl – Tuchbaum

Am letzten Wochenende hat Hans den Tuchbaum gefertigt und eingepasst. Somit ist mit einer baldigen Fertigstellung und dem Aufbau des neuen Gewichtswebstuhl zu rechnen.

Weitere Informationen:

Gewichtswebstuhl

Vom Faden zum Stoff

Hühnerstall

Campus Galli 2018 – Die ersten Tage


Am letzten Wochenende ist der Campus Galli bei tollem Wetter erfolgreich in seine sechste Saison gestartet.

Das Titelbild zeigt eine der ersten Aktionen des Wochenendes. Marian, der Betreuer vom Haus Nazareth, und ca. ein Dutzend Jugendliche haben für die Hühner eine neue Einfriedung aus Reisig geschaffen.

In dieser Saison soll die Mauer des Obstgartens fertiggestellt werden. Dabei wird das Eingangstor im Westen einen Rundbogen aus Buntsandstein erhalten.

Buntsandsteine

Buntsandsteine

Ein Teil der benötigten Steine hat Jens, der Steinmetz, bereits im letzten Jahr gefertigt.

Stein in Bearbeitung (1)

Stein in Bearbeitung (1)

Stein in Bearbeitung (2)

Stein in Bearbeitung (2)

Mit Hammer, Meißel und Steinbeil und der tatkräftigen Unterstützung einer Freiwilligen werden die übrigen Steine behauen.

Um den geplanten Steinbogen im Maßstab 1:1 anzureißen, baut Daniel, der Zimmermann, einen Reißboden in den Abemessungen von 10 auf 6 Fuß (der verwendete Aachener Königsfuß entspricht 32,24 cm).

Stammbearbeitung

Stammbearbeitung

Zunächst erhält der Stamm, der halbiert den Unterbau bildet, mit dem Dechsel eine gerade Oberfläche.

Bohlen

Bohlen

Für den Boden bearbeitet Daniel zunächst aussortierte Gerüstbohlen mit der Axt. Sobald der Boden fertigt ist, wird die gesamte Fläche mit dem Dechsel geglättet. Sollte es sich als notwendig erweisen, wird eine feine Kalkschlemme aufgebracht, was das Zeichnen erleichtert.

Zum Abschluss noch eine kleine, persönliche Anmerkung. Seit dem Jahre 2014 begleite ich dieses Projekt mit steigendem Interesse und ich musste feststellen, so eine Saisoneröffnung vermittelt mir inzwischen ein Gefühl in der Form von nach Hause kommen. Ich freue mich auf viele spannende Momente und die Berichte dazu.

Holzkirche in der Herbstsonne

Campus Galli 2017 – Schnappschüsse


Normalerweise ist nun die „campusfreie“ Zeit. Aber beim Sortieren der Bilder habe ich ein paar Aufnahmen gefunden, die ich einfach noch publizieren wollte. Die Bilder mit den Untertexten sprechen für sich.

Das Grossmaul

Das Grossmaul

Der Musterklopfer

Der Musterklopfer

Der Lächler

Der Lächler

seltsame Gestalten

seltsame Gestalten

Rohling

Campus Galli 2017 – Portal


Als eine der letzten Arbeiten in der dem Publikum zugänglichen Saison hat Hans den halbrunden Bogen über dem Zugangsbereich der Chorschranke teilweise fertiggestellt. Zunächst hat er aus einer geschwungen gewachsenen Stieleiche in zwei Teilen den Halbkreis gefertigt.

Bogen

Bogen

Das Flachrelief wurde mit Kohle vorgezeichnet und danach der Bogen mit umfangreichen Schnitzereien verziert. Als Vorlage diente ein Fundstück aus Müstair (1.200 Jahre altes karolingisches Kloster in der Schweiz).

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (4)

Schnitzereien (4)

Am ersten Sonntagnachmittag im November haben Andreas und Michael, aufmerksam von Hans beobachtet, den Bogen an der richtigen Stelle eingebaut.

Einbau

Einbau

Ob die bestehenden Verbindung des Gesims unterhalb des Bogen erhalten bleibt, wird noch diskutiert.

Portal

Portal

Dieses Bild war die letzte Aufnahme von etwas über 1.000 Photographien, die ich in dieser Saison gemacht habe. Ich habe, als kleines Fazit meinerseits, die Stunden vor Ort und vor allem die Gespräche, die sich immer wieder ergaben, genossen. Und wie in jeder Saison habe ich einiges über die unterschiedlichen Handwerke gelernt. Besonders auffallend in diesen Monaten war, mit welcher Liebe zum Detail der Innenausbau der Kirche vollzogen wurde.

Einzelteile

Campus Galli 2017 – Ambo


Mit Ambo bezeichnet man einen erhöhten Ort, der zur Lesung oder auch zum Singen der Psalme dient. Das Wort hat seinen Ursprung im]lzhandwerker das dazu notwendige Podest hergestellt. Das Titelbild zeigt einen Teil der insgesamt acht Einzelteile aus Eiche.

messen

messen

Verbindung

Verbindung

Gehrung

Gehrung

Hier zeigte sich wieder die inzwischen erworbene Fähigkeit, mit der Axt präzise Verbindungen auszuarbeiten.

prüfen

prüfen

Das Ergebnis wurde immer wieder mit der Setzwaage und Richtscheit überprüft.

Podest (1)

Podest (1)

So entstand der achteckige Rahmen des Podests.

bohren

bohren

Mit Holznägeln wurden die Verbindungen gesichert.

Podest (2)

Podest (2)

Danach wurde eine zusätzliche Aussteifung eingebaut. Bevor das Podest dann in Lehm eingebettet wurde, erfolgte eine genaue Ausrichtung am endgültigen Standort innerhalb der Chorschranke.

einbetten

einbetten

Abschließend erhält das Podest einen Boden aus Buchen- und Eichenbrettern. Auf das Aussehen des Lesepult darf man gespannt sein.

Podest und Altar

Podest und Altar

Kirchenfenster

Campus Galli 2017 – Kirchenfenster


Kurz vor Ende der diesjährigen, öffentlichen Bausaison hat die Holzkirche ihre restlichen Fenster erhalten. Alle neun Fenster in der abgebildeten Art (drei im Ostgiebel und jeweils drei an den Seiten) sind nun rechtzeitig zum Winter mit auf einem Rahmen gespannten Pergament verschlossen. Beim verwendeten Pergament handelt es sich um Schweine- oder Ziegenhaut.

Kirchenfenster - eingeweicht

Kirchenfenster – eingeweicht

Um die Verarbeitung zu ermöglichen, werden die bereits zugeschnittenen Stücke und auch die „Befestigungsbänder“ gewässert.

Kirchenfenster - befestigen

Kirchenfenster – befestigen

Die Bänder werden auf beiden Seiten durch die vorgefertigten Löcher, sowohl im Pergament als auch im Holzrahmen, geführt und verknotet. Beim Trocken zieht sich das Pergament wieder zusammen und die benötigte Spannung entsteht.

Kirchenfenster - Duett

Kirchenfenster – Duett

Gemeinsam lässt sich diese Arbeit immer einfacher verrichten.

Kirchenfenster - Trio

Kirchenfenster – Trio

Am Abend waren dann alle Fenster auf die Rahmen gespannt, und konnten nach und nach mit nur für diesen Zweck geschmiedeten Nägel eingebaut werden.