Archiv des Autors: Joachim Dorn

Über Joachim Dorn

Hobbyautor, geschieden, zwei Töchter, lebt am Bodensee, aus dessen reicher Kulturlandschaft die meisten Beiträge in diesem Blogg stammen. Daneben findet der Interessierte weitere "Werke" auf meiner hompage.

Rohling

Campus Galli 2017 – Portal


Als eine der letzten Arbeiten in der dem Publikum zugänglichen Saison hat Hans den halbrunden Bogen über dem Zugangsbereich der Chorschranke teilweise fertiggestellt. Zunächst hat er aus einer geschwungen gewachsenen Stieleiche in zwei Teilen den Halbkreis gefertigt.

Bogen

Bogen

Das Flachrelief wurde mit Kohle vorgezeichnet und danach der Bogen mit umfangreichen Schnitzereien verziert. Als Vorlage diente ein Fundstück aus Müstair (1.200 Jahre altes karolingisches Kloster in der Schweiz).

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (1)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (2)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (3)

Schnitzereien (4)

Schnitzereien (4)

Am ersten Sonntagnachmittag im November haben Andreas und Michael, aufmerksam von Hans beobachtet, den Bogen an der richtigen Stelle eingebaut.

Einbau

Einbau

Ob die bestehenden Verbindung des Gesims unterhalb des Bogen erhalten bleibt, wird noch diskutiert.

Portal

Portal

Dieses Bild war die letzte Aufnahme von etwas über 1.000 Photographien, die ich in dieser Saison gemacht habe. Ich habe, als kleines Fazit meinerseits, die Stunden vor Ort und vor allem die Gespräche, die sich immer wieder ergaben, genossen. Und wie in jeder Saison habe ich einiges über die unterschiedlichen Handwerke gelernt. Besonders auffallend in diesen Monaten war, mit welcher Liebe zum Detail der Innenausbau der Kirche vollzogen wurde.

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Einzelteile

Campus Galli 2017 – Ambo


Mit Ambo bezeichnet man einen erhöhten Ort, der zur Lesung oder auch zum Singen der Psalme dient. Das Wort hat seinen Ursprung im]lzhandwerker das dazu notwendige Podest hergestellt. Das Titelbild zeigt einen Teil der insgesamt acht Einzelteile aus Eiche.

messen

messen

Verbindung

Verbindung

Gehrung

Gehrung

Hier zeigte sich wieder die inzwischen erworbene Fähigkeit, mit der Axt präzise Verbindungen auszuarbeiten.

prüfen

prüfen

Das Ergebnis wurde immer wieder mit der Setzwaage und Richtscheit überprüft.

Podest (1)

Podest (1)

So entstand der achteckige Rahmen des Podests.

bohren

bohren

Mit Holznägeln wurden die Verbindungen gesichert.

Podest (2)

Podest (2)

Danach wurde eine zusätzliche Aussteifung eingebaut. Bevor das Podest dann in Lehm eingebettet wurde, erfolgte eine genaue Ausrichtung am endgültigen Standort innerhalb der Chorschranke.

einbetten

einbetten

Abschließend erhält das Podest einen Boden aus Buchen- und Eichenbrettern. Auf das Aussehen des Lesepult darf man gespannt sein.

Podest und Altar

Podest und Altar

Kirchenfenster

Campus Galli 2017 – Kirchenfenster


Kurz vor Ende der diesjährigen, öffentlichen Bausaison hat die Holzkirche ihre restlichen Fenster erhalten. Alle neun Fenster in der abgebildeten Art (drei im Ostgiebel und jeweils drei an den Seiten) sind nun rechtzeitig zum Winter mit auf einem Rahmen gespannten Pergament verschlossen. Beim verwendeten Pergament handelt es sich um Schweine- oder Ziegenhaut.

Kirchenfenster - eingeweicht

Kirchenfenster – eingeweicht

Um die Verarbeitung zu ermöglichen, werden die bereits zugeschnittenen Stücke und auch die „Befestigungsbänder“ gewässert.

Kirchenfenster - befestigen

Kirchenfenster – befestigen

Die Bänder werden auf beiden Seiten durch die vorgefertigten Löcher, sowohl im Pergament als auch im Holzrahmen, geführt und verknotet. Beim Trocken zieht sich das Pergament wieder zusammen und die benötigte Spannung entsteht.

Kirchenfenster - Duett

Kirchenfenster – Duett

Gemeinsam lässt sich diese Arbeit immer einfacher verrichten.

Kirchenfenster - Trio

Kirchenfenster – Trio

Am Abend waren dann alle Fenster auf die Rahmen gespannt, und konnten nach und nach mit nur für diesen Zweck geschmiedeten Nägel eingebaut werden.

Spätherbst am See

Spätherbst am See


Die Saison ist zu Ende, vorbei ist der Trubel. Statt langer Blechschlangen gibt es nun kostenfreie Parkplätze.

stiller See

stiller See

Leere Sitzbänke verlocken zum Verweilen, zum stillen Genuss der letzen, warmen Sonnenstrahlen.

spiegelglatt

spiegelglatt

Bis auf ein paar Fischer und einige unentwegte Wassersportler haben nun die Wasservögel die Herrschaft übernommen. Wo sonst laute Stimmen in allen Tonlagen vorherrschen, hört man nur das Gezanke der Blesshühner.

Herbststimmung

Herbststimmung

Die Stegplätze leeren sich, die Bestuhlung auf den Gartenterrassen ist verschwunden. Einen Kaffee ergattert man „togo“ in der kurzzeitig geöffneten Bäckerei.

Leichte Brise

Leichte Brise

Und wenn dann der See durch einen leichten Wind sein Gesicht verändert, dann weiß ich, ich liebe das Ende der Saison.
Wunderbar beschrieben hat dies unter anderem auch Reinhard Mey (Das Ende der Saison).

Dach Töpferofen

Campus Galli 2017 – Töpferei


Im Laufe der diesjährigen Saison hat der Töpferofen ein Dach erhalten. welches während eines Brennvorganges sinnvollerweise abgenommen werden kann. Zum Ende der öffentlichen Bauphase hat Martin noch einmal 150 Gefäße und auch Gewichte für den Webstuhl gebrannt. Es handelte sich dabei um den fünften Brand. Der Ausschuss mit drei Gefäßen war minimal.

Ausbeute

Ausbeute

Bei diesem Brand haben Martin und seine Helfer eine Reduktion durchgeführt. Sie haben also während des 16-stündigen Brands ein Menge Holz zugeführt und dann den Ofen hermetisch verschlossen. Dies hat zur Folge, dass ein Teil der Gegenstände durch den entstehenden Kohlenstoff eine schwarze Farbe angenommen hat.

Glanzstücke

Glanzstücke

Besonders eindrucksvoll ist der Effekt bei vorab polierten Gefäßen, sie werden zu wahren Glanzstücken.

Heureiter

Campus Galli 2017 – Felder …


Wie die Saison insgesamt neigt sich auch das Jahr auf den Feldern des Campus Galli dem Ende entgegen. Die meisten Früchte sind geerntet. Der wahrscheinlich letzte Schnitt trocknet auf den Heureitern, und erinnert die älteren Besucher an Bilder aus ihrer Kindheit.

Hülbe

Hülbe

Die Ränder der Hülbe wurden nachgearbeitet, somit kann der Wasserstand bei den winterlichen Niederschläge weiter ansteigen.

Feldfrüchte

Feldfrüchte

Vereinzelt entdeckt man doch noch Farbtupfer in den Beeten.

Ernte

Ernte

Einiges der Ernte wird vor der weiteren Verwendung, auch als neuer Samen, in der Feldhütte gelagert.

Feldhütte im Herbst

Feldhütte im Herbst

Bis zum 5. November diesen Jahres hat man noch Zeit über die Felder zu schlendern, bei schönem Wetter auf einer der Bänke am Waldrand zu sitzen und die Sonnenstrahlen in aller Ruhe zu genießen.

Schluchsee - Einstieg Jägersteig

Oktobertouren (2) – Der Jägersteig


Der Jägersteig in Schluchsee ist ein sogenannter Genießerpfad im südlichen Hochschwarzwald. An diese Wanderwege werden bestimmte Anforderungen wie Länge, landschaftliche Besonderheiten, etc. gestellt. Der Jägersteig hat eine Länge von 11,3 km, als An- uns als Abstieg sind jeweils 236 Höhenmeter zu bewältigen, der niedrigste Punkt liegt bei 924 müM, der höchste bei 1.157 müM. Der Startpunkt liegt gegenüber dem EDEKA-Markt an der Landstraße (B500) in Richtung Feldberg.
Bei herrlichem Herbstwetter machten sich Feli und Joachim an einem Sonntag auf den Weg. Sonntag ist ein vorteilhafter Tag, da man auf dem Parkplatz des EDEKA-Markts kostenfrei parken kann. Nach einem letzten Blick in Richtung Fischbach und dem Aussichtsturm oberhalb von Schluchsee führt der Pfad in den Wald.

Schluchsee - Jägersteig

Schluchsee – Jägersteig

Der Weg macht seinem Namen von Beginn an alle Ehre, ein schmaler Wurzelpfad, der langsam und stetig sich bergan schlängelt.

Schluchsee - Pfad

Schluchsee – Pfad

Nach einem Anstieg von ca. 1,5 km mit rund 100 Höhenmetern lichtet sich der Nadelwald, und die Laubbäume zeigen sich in ihren herbstlichen Farben.

Schluchsee - Seeblick

Schluchsee – Seeblick

Kurz vor der Stutzhütte hat man zum ersten Mal einen tollen Blick auf den Schluchsee. Der See ist ein Stausee und die oberste Staustufe für mehrere Wasserkraftwerke, die bis zum Hochrhein reichen.

Schluchsee - Herbstfarben

Schluchsee – Herbstfarben

Durch die herbstliche Kulisse führt zunächst ein Schotterweg, später wieder ein Pfad zum höchsten Punkt der Wanderung. Nach einen leichten Abstieg und einem kurzen, giftigen Anstieg erreicht man den Höhepunkt der Strecke.

Schluchsee - Bildstein (1)

Schluchsee – Bildstein (1)

In ca. 200 Höhenmetern über dem See genießt man ein wunderbares Panorama. In den Felsen sind Stufen gegossen, was den Anstieg erleichtert. Oben gibt es einige Sitzgelegenheiten, die an einem solchen Tag natürlich besetzt waren. Feli und Joachim fanden jedoch auf einem größeren Stamm Platz, der in einer erloschenen Feuerstelle lag. Das Salamibrot mit Gurke und die Weintrauben schmeckten trtotzdem einfach gut.

Schluchsee - Bildstein (2)

Schluchsee – Bildstein (2)

Im Südwesten erkennt man das Äulemer Kreuz, eine Passhöhe hinter der die Straße nach Menzenschwand hinunter führt.

Schluchsee - Bildstein (3)

Schluchsee – Bildstein (3)

Im Westen erhebt sich der Feldberg, mit 1.493 müM der höchste Berg des Schwarzwalds.

Schluchsee - Abstieg

Schluchsee – Abstieg

Der Abstieg vom Bildstein ist als steil zu bezeichnen, auf 1,6 km verliert man rund 180 Höhenmeter, ein gewisses Maß an Konzentration ist sinnvoll. Waren die Wege und Pfade bisher im überwiegenden Teil still und Natur pur, ändert sich dies mit dem Erreichen des Ortsteil Aha grundlegend. Die letzen knapp 4,5 km führen zum großen Teil direkt am See entlang. Da trifft man auf die unterschiedlichsten Naturfreunde. Powerwalker mit breiten Gesäßen, die dich zu überrennen drohen, oder andere die lautstark in ihr flaches Kommunikationsgerät sprechen. Die meisten jedoch genießen einfach den tollen Tag, und erfreuen sich an manchen beruhigenden Anblick den der See gewährt.

Schluchsee - Uferweg (1)

Schluchsee – Uferweg (1)

Schluchsee - Uferweg (2)

Schluchsee – Uferweg (2)

Kurz vor der Amalienruhe fanden Feli und Joachim eine Bank, auf welcher die Beiden sich den selbst gebackenen Käsekuchen von Feli sich munden ließen. Das Feli dabei einiges auf den Boden fiel, ist nur eine kleine Randnotiz eines tollen Tages.

Schluchsee - Amalienruhe

Schluchsee – Amalienruhe

Die Beiden waren sich einig, dass die an diesem Wochenende gemachten Touren, Lebküchlerweg und Jägersteig, einfach erlebenswert waren.

Informationen:

detaillierte Karte