Archiv des Autors: Joachim Dorn

Über Joachim Dorn

Hobbyautor, geschieden, zwei Töchter, lebt am Bodensee, aus dessen reicher Kulturlandschaft die meisten Beiträge in diesem Blog stammen. Daneben findet der Interessierte weitere "Werke" auf meiner hompage.

zum Schmunzeln (11)


Wie immer in der Winterzeit taucht dieser Kater wieder auf, und gibt mit der ihm typischen Arroganz irgendwelche Weisheiten zum besten. Nun irgendwann geht es wieder vorüber. Viel Spaß!

Der Imperfekt

Mein Personal – Katzen haben dies immer auch in zweibeiniger Form – in meinem Domizil trägt mit einem großen Teil zu meinem zufriedenstellenden Tagesablauf bei. Manchmal noch etwas langsam von Begriff, bemühen sie sich jedoch, meine Wünsche zu erkennen, um somit auch meinen Anforderungen gerecht zu werden. Natürlich geht dies nicht von jetzt auf sofort, aber mit Geduld und mehrfachen Unterweisungen sind sie nach einer gewissen Zeit fähig, in meinem herrschaftlichen Umfeld ihren Platz einzunehmen. Ich habe festgestellt, dass auch ich heute bei meinen dienstbaren Geistern eine gewisse Nachsicht walten lassen muss. Ähnlich wie in anderen Lebensbereichen fehlt ihnen die vollständige Identifikation mit ihrer zugewiesenen Position. Das Perfekte anzustreben wird doch immer mein Ziel sein. In das Unsägliche „früher war alles besser“ möchte ich nicht mit einstimmen, denn es ist mir sehr wohl bewusst, dass es nur anders war. Diese Glorifizierung des Vergangenen ist doch einerseits ein Ausdruck des Verkennens, andererseits das Eingeständnis mit dem heutigen nicht zurechtzukommen. Und so werde ich immer offen sein für das Neue, das Andere oder das Spannende, nicht wissend wie es schließlich endet, um nicht als Gewesener in einer Ecke Trübsal zu blasen.

Ihr Moritz von und zu Blaustein

Auszug:

Die andere Sicht des Alltäglichen
– Kalendergeschichten –

Joachim Dorn
neobooks, 26.04.2014 – 64 Seiten

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Titelbild - Auf dem Haldenhof

Bodensee 2018 – Auf dem Haldenhof


Der Haldenhof ist einer der Aussichtspunkte am Bodensee. Und wie man auf den Bildern sieht nicht nur bei klarer Sicht, wenn die Alpenkette ein Panorama bildet, nein auch bei aufziehendem Hochnebel. Der Kontrast zwischen farbenprächtigem Laub und diesigem See hat einfach Charme.

Blick zum Bodanrück

Blick zum Bodanrück

Blick auf Sipplingen

Blick auf Sipplingen

Es ergaben sich tolle Anblicke. Offensichtlich waren auch andere dieser Ansicht und hatten den Ort aufgesucht. Bei vier Personen nahm die Schönheit der Landschaft keinen breiten Raum ein. Sie zofften sich. Es ging offensichtlich um das Verhalten von Radfahrern und Wanderern. Eine Dame war ziemlich auf sich alleine gestellt. Die gegenseitige Lautstärke nahm dann noch etwas zu, was mich zu dem Ratschlag „Liebet und mehret Euch“ veranlasste. Erstaunlicherweise stieß er auf wenig Gegenliebe.

Eiche überm See

Eiche überm See

Nach einem letzten Bild machte ich mich wieder auf dem Heimweg.

Noch eine kleine Anmerkung: Von April bis November ist das Höhengasthaus Haldenhof geöffnet. Dann sind die Parkplätze den Besuchern des Gasthauses vorbehalten. Zum meinem letzten Besuch kann mitteilen, es lohnt sich nicht. Aber ich denke eine zweite Chance wäre fair.

Spätherbst 2018

Bodman im Spätherbst


Stille ist eingekehrt am See. Nun gehört er den Wasservögeln, dem Wind und manchmal, wenn man viel Glück hat, noch einmal den warmen Sonnenstrahlen. Die Touristen sind weg, die meisten Lokale haben geschlossen, einige wenige Spaziergänger sind unterwegs. Man könnte meinen, es kommt alles zur Ruhe. Ein besonderes Licht erfüllt die Landschaft.

Uferanlage

Uferanlage

Herbstimpression (1)

Herbstimpression (1)

Herbstimpression (2)

Herbstimpression (2)

Herbstimpression (3)

Herbstimpression (3)

Herbstimpression (4)

Herbstimpression (4)

Herbstimpression (5)

Herbstimpression (5)

Es ist tatsächlich soweit!

winterfest

winterfest

Ende der Saison

Ende der Saison

Und es ist gut so!

Bild der Saison

Campus Galli 2018 – Bilder


Zum Abschluss noch einmal einige Bilder, die ich sehenswert finde, die aber in keinem Artikel ihre Verwendung fanden. Ausnahme bildet das Titelbild, es ist mein Bild der Saison.

Steinmetzhütte

Steinmetzhütte

Sehenswert ist auch die gekalkte Wand der Steinmetzhütte. Jens hat ganze Arbeit geleistet.

Kalebasse

Kalebasse

Die Flaschenproduktion kommt auch auf Touren.

Ofen

Ofen

Jürgen, der Schindelmacher, bekam von Mutti (Andreas) einen tollen Ofen gebaut.

Korbmacherhütte

Korbmacherhütte

Maga, also seine Hütte, hat ein Schindeldach bekommen.

Holzstapel

Holzstapel

Kreativität – wohin man blickt!

Holzschloß

Holzschloß

Nele hat ein Schloss geschaffen. Es wird an der Seitentür der Holzkirche eingebaut werden.

Mispel

Mispel

Nach dem ersten Frost sehen die immer noch gut, ob sie auch schmecken?

Gewichtswebstuhl

Gewichtswebstuhl

Hier kommt Farbe ins Spiel.

Sonnenanbeter

Sonnenanbeter

Das Highlight dieses kleinen Bilderreigens.

Die Kommentare sind mit einem Augenzwinkern zu lesen. Es ist eben das Ende der Saison.

Das Ende der Saison

Ambo - Titelbild

Campus Galli 2018 – Der Ambo


Das letzte Werk der Holzhandwerker während der öffentlichen Saison in diesem Jahr war die Fertigstellung des Ambo. Das Titelbild zeigt die feinen Holzarbeiten am letzten Sonntag kurz vor der Schließung in diesem Jahr.

Definition: „Ambo (griech. ἄμβων, im Gebrauch vielfach durcheinandergehend mit den Bezeichnungen für Lesepult, Lettner, Presbyterium und erhöhte Sitze überhaupt: analogium, auditorium, bema, dicterium, gradus, lectorium, pluteus, pulpitum, pyrgus, suggestus, tribunal, tribuna usw.) nennt man in der frühchristlichen und mittelalterlichen Kirche die erhöhte, von einer Brüstung umgebene und durch einen Stufenaufgang erreichbare Plattform zum Verlesen der Epistel und des Evangeliums, zum Vorsingen liturgischer Texte und zum Predigen. Er bleibt bis in das 13. Jh. hinein gebräuchlich und bildet eine wesentliche Voraussetzung der Kanzel, der Chorschranken und des Lettners. – Quelle.“

Vorarbeit

Vorarbeit

Begonnen haben die Arbeiten früh in der Saison, indem man schon gelagerte Buchen- und Eichenbretter grob gehobelt hat.

Feinarbeit

Feinarbeit

Buchenbretter

Buchenbretter

Im äußeren Bereich hat man Buchenbretter verwendet, die glatt gehobelt und genau angepasst eingebaut wurden.

Eichenbretter

Eichenbretter

Danach wurden zwei Reihen Eichenbretter eingebaut, bis nur noch vier kleine Dreiecke übrig blieben.

Sägen

Sägen

Für diese Dreiecke wurde dann ein sehr edles Holz verwendet. Andreas und Michael sägen dazu ein Stück von einer Mooreiche ab.

Einpassen

Einpassen

letzter Schliff

letzter Schliff

Das letzte Dreieck wird von Michael angepasst.

Vollendung

Vollendung

Kurz bevor Andreas mit den 40 Schlägen auf die Tabula die Saison 2018 beendete, war der Ambo fertiggestellt. Er wird noch ein bewegliches Pult für die Textablage erhalten. Er ist aber voll funktionsfähig, da die Texte ja auch in der Hand gehalten werden könnten.

Auch meine Berichte in diesem Jahr über das Campus Galli sind fast vollständig, ein kleiner Beitrag mit unveröffentlichten Bildern wird noch folgen. Für meinen Teil war es wieder ein tolles Jahr, mit guten Gesprächen, neuen Erkenntnissen und vielen freundlichen Gästen. Ich freue mich schon heute auf den Saisonbeginn 2019.

Glockenaufhängung

Campus Galli 2018 – Die Glocke im Glockenturm


Am letzten Freitagnachmittag im Oktober war es soweit, die Glocke sollte auf den Glockenturm kommen. Zunächst mussten, wie auf dem Titelbild sichtbar, die Einzelteile vom Abbundplatz zum Turm transportiert werden. Zuvor hat Thilo, der Schmied, noch die geschmiedete Aufhängung für das Glockenseil am Holzjoch angebracht. Sie ist auf des Linken Seite des Jochs zu erkennen.

Glockenaufhängung (1)

Glockenaufhängung (1)

Glockenaufhängung (2)

Glockenaufhängung (2)

Im Kreuzgang hat dann Hans die Glocke auf das Joch geschoben. Als Führung dient dazu das Bronzedreieck im Mittelteil der Rundbügelkrone. Daher war im Joch ein genau passender Streifen ausgespart, der auf dem zweiten Bild wieder mit einer Holzleiste verschlossen wird. Passgenau mit Holznägel befestigt, hat die Glocke auf dem Joch nun kaum noch Spiel.

Deckeneinbau (1)

Deckeneinbau (1)

Deckeneinbau (2)

Deckeneinbau (2)

Im nächsten Schritt haben Daniel und Julian die Teile der Deckenkonstruktion eingebaut.

Deckeneinbau (3)

Deckeneinbau (3)

Deckeneinbau (4)

Deckeneinbau (4)

Danach wurden die Lager für das Holzjoch an den vorgesehenen Stellen verbaut.

Glockenbefestigung

Glockenbefestigung

Bevor die Glocke mit vereinten Kräften an ihren Platz gehoben wurde.

Klöppel einhängen

Klöppel einhängen

Im vorletzten Schritt hat dann Thilo den geschmiedeten Klöppel eingehängt.

Glockengeläut

Glockengeläut

Am späten Nachmittag war es dann soweit, Bastian hat die Glocke zum ersten Mal unter dem Applaus der anwesenden Zuschauer geläutet.

Information und Video:

Die Bienenkorbglocke läutet

Kirche

Oktoberausflüge 2018 (3)


Mein letzter Besuch an diesem Tag im Oberschwäbischen galt dem Kloster Heiligkreuztal. Das Titelbild zeigt das Münter St. Anna, welches an diesem Tage leider verschlossen war. Die Anfänge des Kloster liegen im Jahre 1227 als Beginengemeinschaft aus Altheim. Als Beginen bezeichnet man Frauen, die ein religiöses, eheloses Leben in einer Gemeinschaft leben, ohne ein Gelübde abgelegt zu haben. Diese in in Deutschland bis heute seid dem 13. Jahrhundert bekannt. Ab 1233 war es ein Zisterzienserinnenkloster unter der Betreuung des Zisterzienserkloster Salem.

Herrenhaus

Herrenhaus

Beim Herrenhaus handelt es sich um ein Gebäude, dass den weltlichen Besuchern des Klosters zur Unterkunft diente. Das Haus dürfte aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Herrengarten

Herrengarten

Der ehemalige Klausurbereich ist für den Besucher nicht zugänglich, hier befinden sich die Zimmer der Gäste. Die gesamte Anlage wurde nämlich im Jahre 1972 durch die Stefanus-Gemeinschaft erworben und nach und nach restauriert. Heute ist es unter anderem ein Tagungshotel.

Beichtigerhaus

Beichtigerhaus

Das Beichtigerhaus war das Wohnhaus des Beichtvaters und des Kaplans, die vom Kloster Salem gestellt wurden. Es ist in seiner Entstehung genau auf das Jahr 1403 datiert.

Kräutergarten

Kräutergarten

Der Kräutergarten nach dem Vorbild der Insel Reichenau darf natürlich nicht fehlen.

Mühle

Mühle

Als einzige Gebäude, dass noch nicht renoviert wurde, ist die Mühle und Pfisterei (Bäckerei) zu nennen. Aber wie auf dem Bild zu sehen, macht das ihren besonderen Charme aus.

Weitere Information finden Interessierte auf dem angegebenen Link. Das ehemalige Kloster hat auch ein Museum, das leider nur an Sonntagen von April bis Oktober geöffnet hat. Dort wird ein reichhaltiger Kirchenschatz gezeigt.

Informationen:

Die Klosteranlage