Archiv des Autors: Joachim Dorn

Über Joachim Dorn

Hobbyautor, geschieden, zwei Töchter, lebt am Bodensee, aus dessen reicher Kulturlandschaft die meisten Beiträge in diesem Blog stammen. Daneben findet der Interessierte weitere "Werke" auf meiner hompage.

Bodman früher Morgen - Titelbild

Impressionen vom See


Noch hat sie mich nicht heimgesucht, die senile Bettflucht. Aber wer früh aufsteht, hat die Chance, besondere Momente zu erleben. Ich war heute zu früher Stunde in Bodman. Das Ergebnis fand ich eindrucksvoll. Darum einige Bilder, die diesen Eindruck bestätigen mögen. Sie sprechen für sich selbst.

Bodman früher Morgen - Ruhe

Bodman früher Morgen – Ruhe

Bodman früher Morgen - Nebel und Sonne

Bodman früher Morgen – Nebel und Sonne

Bodman früher Morgen - Blick zum Schachenhorn

Bodman früher Morgen – Blick zum Schachenhorn

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Moritz von und zu Blaustein

Neues vom Adligen (4)


Da ich in der letzten Zeit hier sehr wenig veröffentlicht habe, kommt mal wieder eine Geschichte vom „Roten“. Er machte sich eben viele Gedanken.

Das Dilemma

Immer wieder stelle ich fest, der Zweibeiner, ob weiblich oder männlich, ist ein eigenartiges Wesen. Sie haben Dinge, Beziehungen oder Momente, die sie lieben, die ihnen etwas bedeuten und doch machen sie sie kaputt, zerstören den Zauber. Manchmal durch Taten, manchmal durch Worte oder eben dadurch, dass sie weder etwas tun, noch dass sie darüber sprechen. Manchmal unbewusst aus Mangel an Aufmerksamkeit, manchmal jedoch ganz bewusst, um sich nicht zu verlieren und manchmal um zu beenden. Mir scheint jedoch, unabhängig vom wie, was, wo oder warum, am Ende gibt es Verlierer. Nachdenklich und auch betroffen wünsche ich meinen zweibeinigen Freunden die Fähigkeit das Wort zur rechten Zeit zu nutzen, die Kraft Taten zu vollbringen, die Muse zuzuhören und immer den passenden Gegenpart.

Ihr Moritz von und zu Blaustein

Aus – Die andere Sicht des Alltäglichen –
2014

Mettnau - Titelbild

Bodensee 2019 – Impressionen von der Mettnau


Das Titelbild zeigt die Mettnau mit Radolfzell vom Schienerberg aus. Deutlich erkennbar ist der Zellersee als Teil des Untersee zwischen den beiden Halbinseln Höri und eben Mettnau. Den Markelfinger Winkel, auf dem Bild hinter der Mettnau gelegen, kann man nur erahnen. Bei den weiteren Aufnahmen bedarf es keines Kommentars, sie sprechen für sich.

Mettnau - Blick zum Seeende

Mettnau – Blick zum Seeende

Mettnau - Blick Richtung Moos

Mettnau – Blick Richtung Moos

Mettnau - Blick zur Höri

Mettnau – Blick zur Höri

Mettnau - Kanu

Mettnau – Kanu

Mettnau -Liebesinsel

Mettnau -Liebesinsel

Weitere Informationen:

Die Mettnau

Die Höri

zum Schmunzeln (12)


Das Sybillinische

Wenn ich manchmal über meine zweibeinige Dame nachdenke, fällt mir Frau Percht ein, die doppelgesichtige Göttin. Auf der einen Seite zeigt sich die dunkle, gefährliche Maske der Luz, auf der anderen Seite die Strahlende, die schöne Perchta. In der Hand hält sie den Stab mit Drudenfuß mit welchem sie die magischen Kreise zieht, in deren Mitte stehend sie von ihren Gesellen stampfend umtanzt wird. So ist auch meine Zweibeinige eine Doppelgesichtige, mal Hausdame oder mal Dame des Hauses. Als die Erstere hat ihr magischer Stab unterschiedliche Formen, Kochlöffel, Besen oder auch Staubsauger, und dient weder für zwei- noch für vierbeinige Gesellen zur Bestimmung eines Tanzareals, geschweige denn ist in dieser Zeit mit irgendeiner Form von Belustigung zu rechnen. Alle unterliegen dem Diktat des Tanzverbotes, werden ausgegrenzt und vehement vertrieben aus jenen Räumen durch die sie mit ihrem Drudenfuß hindurchfegt. Wehe demjenigen der dabei ihre magischen Kreise stört, er ist dem Untergang geweiht, der Luz ausgeliefert, und dies wird ihm deutlicher Form nahegebracht. Als Dame des Hause, die Perchta, verkörpert sie Stil, Lebensart, Geschmack, Takt und Würde. Sie ist die Instanz, die dem Geschätzten den Zutritt gewährt und ihn mit Wärme, Nähe, Aufmerksamkeit und Zuneigung umsorgt. Und nicht nur bei der wilden Jagd in den Rauhnächten, ob mit Klaubauf, Holzmandl und Habergoas oder ohne, ob als Luz oder als Perchta, sie hält das Böse fern, ihr Segen bringt das Glück und wendet alles Unheil ab.

Ihr Moritz von und zu Blaustein

Auszug:

Die andere Sicht des Alltäglichen
– Kalendergeschichten –

Joachim Dorn
neobooks, 26.04.2014 – 64 Seiten

zum Schmunzeln (11)


Wie immer in der Winterzeit taucht dieser Kater wieder auf, und gibt mit der ihm typischen Arroganz irgendwelche Weisheiten zum besten. Nun irgendwann geht es wieder vorüber. Viel Spaß!

Der Imperfekt

Mein Personal – Katzen haben dies immer auch in zweibeiniger Form – in meinem Domizil trägt mit einem großen Teil zu meinem zufriedenstellenden Tagesablauf bei. Manchmal noch etwas langsam von Begriff, bemühen sie sich jedoch, meine Wünsche zu erkennen, um somit auch meinen Anforderungen gerecht zu werden. Natürlich geht dies nicht von jetzt auf sofort, aber mit Geduld und mehrfachen Unterweisungen sind sie nach einer gewissen Zeit fähig, in meinem herrschaftlichen Umfeld ihren Platz einzunehmen. Ich habe festgestellt, dass auch ich heute bei meinen dienstbaren Geistern eine gewisse Nachsicht walten lassen muss. Ähnlich wie in anderen Lebensbereichen fehlt ihnen die vollständige Identifikation mit ihrer zugewiesenen Position. Das Perfekte anzustreben wird doch immer mein Ziel sein. In das Unsägliche „früher war alles besser“ möchte ich nicht mit einstimmen, denn es ist mir sehr wohl bewusst, dass es nur anders war. Diese Glorifizierung des Vergangenen ist doch einerseits ein Ausdruck des Verkennens, andererseits das Eingeständnis mit dem heutigen nicht zurechtzukommen. Und so werde ich immer offen sein für das Neue, das Andere oder das Spannende, nicht wissend wie es schließlich endet, um nicht als Gewesener in einer Ecke Trübsal zu blasen.

Ihr Moritz von und zu Blaustein

Auszug:

Die andere Sicht des Alltäglichen
– Kalendergeschichten –

Joachim Dorn
neobooks, 26.04.2014 – 64 Seiten