Archiv für den Monat August 2016

Westgiebel

Campus Galli 2016 – Endspurt bei der Holzkirche


Nachdem der Ostgiebel vollständig ausgefacht war, wurde das imposante Gerüst am Westgiebel neu aufgebaut. Nun konnten die beiden letzten Sparrenpaare angepasst werden, sowie die noch fehlenden Dachlatten angebracht werden.

Dach - Nordseite

Dach – Nordseite

Zwei freiwillige Helfer, im unteren Teil des Bildes sichtbar, bringen kleine Holznägel in die Holzschindeln ein, die zum Aufhängen an den Dachlatten dienen. Andreas, einer der Zimmerleute, ist dabei, den Rest des Daches mit den so vorbereiteten Schindeln zu decken. Nach den bisherigen Erfahrungen in dieser Saison kann man damit rechnen, dass bis Ende Oktober die Holzkirche mit Dach und Fach fertiggestellt ist.

Altar - Seitenansicht

Altar – Seitenansicht

Altar - Frontansicht

Altar – Frontansicht

Jens, der Steinmetz, hat gemeinsam mit einem Helfer den Altar hochgemauert, der nun austrocknen muss. Abschließend wird die Altarplatte aus Buntsandstein mit einem Gewicht von ca. 450 kg verbaut.

Ostgiebel - unten

Ostgiebel – unten

Ostgiebel - oben

Ostgiebel – oben

Der fertige Ostgiebel vermittelt einen guten Eindruck über die Außenansicht der Holzkirche in ihrem endgültigen Zustand. Ein imponierender Anblick!

Ausbeute

Campus Galli 2016 – Grubenbrand


Am Samstag war es wieder soweit, Martin, der Töpfer, hat einen Grubenbrand durchgeführt. Am Sonntag konnten die Besucher bei der Töpferei die Ausbeute begutachten. Bis jedoch die auf dem Titelbild sichtbaren Gefäße enstehen, sind einige Vorarbeiten notwendig.

töpfern

töpfern

Die einzelnen Gefäße werden auf der großen Töpferscheibe oder auf der im Hintergrund sichtbaren kleinen Scheibe hergestellt. Auf der kleinen Scheibe geschieht dies in Form von Aufbaukeramik, auch als Wulsttechnik bekannt.

Kanne

Kanne

Die fertigen Gefäße werden für einige Zeit zum Trocknen zur Seite gestellt.

ungebrannte Gefäße

ungebrannte Gefäße

Die sich auf dem Tisch stehenden Gefäße werden in absehbarer Zeit im daneben befindlichen Töpferofen gebrannt werden. Die unterschiedlichen Farben erklären sich aus den Fundorten des Ausgangsmaterials.

heißes Gefäß

heißes Gefäß

Die Grube hat eine Nacht durchgeschwelt, die Gefäße sind noch sehr heiß, sodass Martin sie mit einem Stock transportiert.

Grubenvertiefung

Grubenvertiefung

Für den anstehenden Betrieb des Töpferofens hat Silke die Grube, aus welcher die Befeuerung erfolgt, etwas vertieft. Hierbei trat eine Lehmschicht zutage, die sich zum Töpfern eignet. Der Aufwand hat sich also doppelt gelohnt. Im Vordergrund des Bildes sieht man den geschlämmten Lehm in einer Molle.

Einen detaillierten Bericht zum Ablauf eines Grubenbrandes findet man hier.

Informationen:

Über Aufbaukeramik

Dinkelgarben

Campus Galli 2016 – Ein kleiner Streifzug durch die Felder


Wie schon berichtet, sind Teile des Dinkelfeldes am letzten Wochenende geerntet worden. Das Titelbild zeigt eine Garbenreihe und den beladenen Ochsenkarren. Im Gegensatz zur letzten Saison sind die Felder weitestgehend von Unwettern verschont geblieben, und momentan ist mit einer guten Ernte zu rechnen. Weiterer ergiebiger Regen ist aber nicht notwendig.

Getreidefeld

Getreidefeld

In einem weiteren Getreidefeld sind noch einige Sonnenstunden bis zur vollständige Reife von Nöten.

Ackerbohnen

Ackerbohnen

Die Acker-, Sau- oder auch Puffbohnen sind gut gewachsen, und eine ertragreiche Ernte könnte ins Haus stehen.

Mohn

Mohn

Selbst der Mohn, der sich zunächst zierte, hat sich teilweise zum Blühen entschlossen.

Flaschenkürbis

Flaschenkürbis

Die Flaschenkürbisse umschlängeln ihr Gestell und haben eine Vielzahl von Blüten.

Ackerringelblume

Ackerringelblume

Die besondere Bewandtnis mit der Ackerringelblume hat mir Mareike, die Agrarbiologin, gezeigt. Zunächst erkennt man nur etwas unscheinbare gelbe Blüten.

Verwandlung

Verwandlung

Nach dem Verblühen neigen sich die Pflanzen dem Boden zu. Anstelle der ehemaligen Blüte bilden sich nun anscheinend behaarte Beine und mehrere Spinnenleiber aus. Zunächst noch in grüner Farbe.

Ergebnis

Ergebnis

Das Endergebnis, ein schwarzer Spinnenleib mit Beinen, ist verblüffend und täuschend echt.

Zum Abschluss noch ein Blick in die Holzkirche, …

Ostgiebelwand

Ostgiebelwand

… der Ostgiebel ist vollständig ausgefacht.

Information zum Flaschenkürbis

Ostgiebel Holzkirche

Campus Galli 2016 – Ostgiebel der Holzkirche


Wie auf dem Titelbild sichtbar, kommt der Einbau der stehenden Spaltbohlen in die Ausfachungen im Ostgiebel zügig voran. In jedes der drei Fächer wird in der Mitte eine breite Spaltbohle mit einem ausgearbeiteten Fenster eingebaut.

Einpassen Fensterbohle

Einpassen Fensterbohle

Zunächst haben Andreas und Michael die nächste Fensterbohle mit Gestellsäge und Axt so bearbeitet, dass sie genau in die Nut der daneben stehenden Bohle sowie in Nut und Falz des Fachwerks passt.

Fenster ausarbeiten

Fenster ausarbeiten

Die Aufgabe das Fenster heraus zu arbeiten, hat dann Hans übernommen. Vom gebohrten Loch hat er mit der Gestellsäge zunächst den unteren Teil des Fensters ausgesägt.

Fenster weiter ausarbeiten

Fenster weiter ausarbeiten

Mit der Axt hat er dann auf beiden Seiten der Bohle den Rand grob vorgearbeitet. Für die abschließenden Feinarbeiten und auch für die Rundung hat er einen Beitel benutzt.

fertige Fensterbohle

fertige Fensterbohle

Nach rund drei Stunden Arbeit, unterbrochen von einer Vielzahl von Erklärungen für die interessierten Besucher, konnte sich das Ergebnis sehen lassen.

Spaltbohlen anpassen

Spaltbohlen anpassen

Währenddessen haben Andreas und Michael weitere Spaltbohlen angefertigt, auf die richtige Länge gebracht und bereits teilweise in die Ausfachung eingebaut.

eingebautes Fenster

eingebautes Fenster

Am späten Nachmittag war das Fenster eingebaut und die richtige Position mit dem Lot überprüft. Neben den vier Fenstern im Ostgiebel erhält auch der Westgiebel das gleiche kleine Fenster im oberen Teil. Im vorderen Bereich der Kirche werden die Seitenwände jeweils drei Fenster erhalten. Die Fensterverkleidung erfolgt mit Pergament. Es wird sicher spannend sein, bei fertiggestellter Kirche die Lichtspiele und -bahnen zu betrachten.

ernten

Campus Galli 2016 – Erntestart


Wie überall in der Landwirtschaft beginnt auch im Campus Galli die Erntezeit. Auf einem der Felder beginnt Mechthilt, den Dinkel mit der Sichel zu mähen. Dabei handelt es sich um eine langwierige und schwere Tätigkeit, was das Titelbild deutlich erahnen lässt.

Ähren

Ähren

Teilweise werden Halme und Ähren noch auf dem Feld getrennt. Die Ähren in Körben gesammelt, die Halme sorgfältig zur Seite gelegt, da sie als weiteres Material für das Strohdach der Feldhütte benötigt werden.

Garben

Garben

Andere Teile des geernteten Getreides werden zu Garben gebunden, und zum Trocknen auf dem Feld aufgestellt. Mareike und ihre Mitstreiter hoffen auf ein paar Tage trockenes Wetter, um die Ernte gut verarbeiten zu können. Der Wetterbericht ist gar nicht so schlecht. Viel Glück!

Holzpflöcke kürzen

Campus Galli 2016 – Steine spalten


Einen der großen Buntsandsteinblöcke zu spalten, ist mit den einfachen, vorhandenen Mitteln kein leichtes Unterfangen. Zunächst werden mit Hammer und Meißel Löcher in ähnlichen großen Abständen in die vorher gewählte Spaltlinie gehauen. In diese Löcher kommen Holzkeile, die immer wieder gewässert werden. Auf dem Titelbild erkennt man, wie die Keile gekürzt werden. Durch das quellende Holz soll im Stein die Spannung erhöht werden.

Einsatz des Vorschlaghammers

Einsatz des Vorschlaghammers

Nach einigen Tagen des Wässerns rücken die beiden Steinmetze, Jens und sein australischer Kollege, dem Stein mit roher Gewalt zu Leibe. Zwischen den Löchern schlagen sie nach und nach eine tiefere Furche. Dabei vergewissern sie sich ständig, dass der langsam enstehende Riss auch wie gewünscht verläuft, und bestimmen daher immer neu, an welcher Stelle die nächsten Schläge erfolgen sollen.

Positionswechsel

Positionswechsel

Durch den Wechsel an der Position des Zuschlägers spart man einfach Kraft.

geschafft!

geschafft!

Das „Wild“ ist erlegt!

Dachkonstruktion

Campus Galli 2016 – Impressionen in der ersten Augustwoche


Am Samstag Morgen hatten die Besucher des Campus Galli für einen kurzen Augenblick die Chance, die imposante Dachkonstruktion im Innern der Holzkirch zu betrachten. Die Jugendlichen von Mutpol hatten in einer bewundernswerten Aktion am Freitag soviel Füllmaterial eingebracht, eine ebene Fläche geschaffen, so dass der endgültigen Öffnung am Sonntag, nachdem es weiter abgetrocknet war, nichts entgegenstand.

in der Holzkirche

in der Holzkirche

Im Vordergrund erkennt man das Fundament für den Altar mit dem geschmückten, eingemauerten Kreuz. Im Hintergrund sind die bereits vorgenommen Ausfachungen mit Spaltbohlen sichtbar. Einige vorgefertigte Bohlen, die nun nach und nach einzeln eingepasst werden, lehnen an der Wand.

fertige Altarplatte

fertige Altarplatte

Das letzte Teil des Altars der Holzkirche, die Altarplatte ist fertig. Jens hat zuletzt an drei Seiten eine Phase (Schräge) angebracht, die am jeweiligen Treffpunkt auf Gehrung gehauen sind. Damit sind die Einzelteile des Altars noch in die Kirche zu transportieren, und dem Aufbau steht nichts mehr im Wege.

bespannter Gewischtswebstuhl

bespannter Gewischtswebstuhl

Der neue Umhang, der auf dem Gewichtswebstuhl entsteht, macht sichtbare Fortschritte. Mechthild, die Weberin, hat kräftige Farben gewählt, und die beiden Ränder, die durch Brettchenweben entstehen, sehen, lapidar formuliert, einfach klasse aus.

Dachdecken

Dachdecken

Hans, der Drechsler, und ein Freiwilliger, sind dabei das Dach der Feldhütte mit Stroh und Schilf zu decken. Eine langwierige Tätigkeit, die sauberes, genaues Arbeiten erfordert.

Deckstuhl

Deckstuhl

Hier zeigt Hans ein besonderes, neugefertigtes Hilfsmittel, einen Deckstuhl. Der Stuhl wird an den notwendigen Stellen an der Lattung eingehängt, und so ist das Dach der Feldhütte problemlos besteigbar. Bei höheren Dächern arbeitet man mit zwei Deckstühlen.

Informationen:

Werkzeuge für das Reetdach