Archiv der Kategorie: Allgemein

Holzkirche im August 2018

Campus Galli 2018 – Die Holzkirche im August


Durch Rodungen bei der Holzkirche ergeben sich, wie das Titelbild zeigt, in einfacher Form neue, interessante Perspektiven.

Rodungstruppe

Rodungstruppe

Großen Anteil daran hatte eine Jugendgruppe vom Haus Nazareth. Sie haben den Wald auf der Südseite der Holzkirche ausgedünnt. Dabei wurden die gefällten Hasel und kleine Buchen einer sinnvollen Verwendung zugeführt. Die Äste mit grünem Blattwerk kamen als Futter zu den Ziegen und Schafen. Die dickeren Stammstücke wurden entastest, auf gleiche Länge gesägt und Martin, dem Töpfer, für den nächsten Brand zu Verfügung gestellt. Was keine sinnvolle Weiterverwendung fand, hat man an Ort und Stelle verbrannt.

Wurzeltruppe

Wurzeltruppe

Einer mühsamen Tätigkeit nahmen sich zwei Freiwillige an. Sie haben eine riesige Fichtenwurzel ausgegraben. Eine schweißtreibende Tätigkeit. Somit wurde der benötigte Platz für den geplanten Glockenturm geschaffen.

Dachkonstruktion

Dachkonstruktion

Julian hat mit den letzten Arbeiten am Dach des Kreuzgangs begonnen. Auf der Ostseite wird noch ein kurzer Dachüberstand gebaut.

Sitzbank

Sitzbank

Im Kreuzgang wird es an der Wand der Holzkirche und dem Ostteil eine Sitzbank geben. Das Bild zeigt die Sitzflächen aus Fichtenholz.

Kreuzgang August 2018

Kreuzgang August 2018

Ein Großteil der Fußbodendielen ist inzwischen eingebaut. Mit der Fertigstellung ist daher in den nächsten Tagen zu rechnen.

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Schmetterling

Campus Galli 2018 – Blütenpracht


Innerhalb der letzten Monate habe ich immer wieder Bilder von reichhaltigen Pflanzenwelt im Campus Galli gemacht. Nachdem sich nun mehrere Aufnahmen angesammelt haben, möchte ich sie in einem kleinen Bilderreigen zeigen. Die Bilder sprechen für sich, daher sind nur einige weiterführende Hinweise vermerkt.

Königskerze

Königskerze

Eine schöne Königskerze wächst neben einem Mispelbaum.

Seifenkraut

Seifenkraut

blühender Lein

blühender Lein

Madonnenlilie

Madonnenlilie

wilde Pracht

wilde Pracht

Die Bienenweide ist immer wieder ein „Hingucker“.

Herzgespann

Herzgespann

Gemüsegarten

Gemüsegarten

Was nicht fehlen darf, ist ein Blick in den klösterlichen Gemüsegarten mit seinen 18 Beeten.

Indormationen:

Die Köngskerze

Die Mispel

Das Seifenkraut

Die Madonnenlilie

Das Herzgespann

Gemüsegarten im Klosterplan

Paradies (2)

Kloster Maulbronn – ein Besuch (Teil 2)


Nachdem ich im ersten Teil ausschließlich auf den wirtschaftlichen Bereich der Klosteranlage eingegangen bin, geht es in diesem Bericht nun um den kirchlichen Bereich. Über eine Vorhalle, das Paradies genannt, betritt man den klösterlichen Bereich. Beim Paradies von Maulbronn handelt es sich um ein Meisterwerk der Frühgotik.

Paradies (3)

Paradies (3)

Da der Baumeister unbekannt ist, erhielt er den Namen „der Paradiesmeister“. Seine Werkstatt hat um 1220 diese imposante Vorhalle geschaffen.

Paradies - Kirchentür

Paradies – Kirchentür

Das Hauptportal aus Tannenholz stammt aus dem Jahre 1178. Mit dem Südportal sind es die ältesten datierbaren Türen Deutschlands.

Kreuzgang (1)

Kreuzgang (1)

Der Kreuzgang, als Verbindung für die wichtigen Funktionsräume des Klosters, entstand in mehreren Bauphasen. Der abgebildete Südflügel wird dem „Paradiesmeister“ zugeordnet.

Kreuzgang (2)

Kreuzgang (2)

Kreuzgang (3)

Kreuzgang (3)

Der Blick aus dem Brunnenhaus zeigt den Kreuzgang. Mit den Bögen auf dem Dach, die mit gotischen Türmchen verziert sind, wird der Druck abgeleitet.

Laienkirche

Laienkirche

Alle Elemente der Klausur waren doppelt vorhanden, einmal für die Laien und einmal für die Mönche. Das Bild zeigt den Laienbereich der zweigeteilten Kirche.

Kruzifix

Kruzifix

Mittelschiff

Mittelschiff

Im hinteren Teil des Laienkirche und vor der Chorschranke befindet sich das Kruzifix. Das spätgotische Kunstwerk ist aus einem Stein gehauen. Seine überaus realistische Darstellung von Kreuz und Körper wird durch die Bemalung Christus erzeugt.

Chorschranke

Chorschranke

Die romanische Chorschranke teilte die Kirche in Mönchschor und Laienkirche.

Mönchschor

Mönchschor

Mönchschor mit Hochaltar

Mönchschor mit Hochaltar

Aufwendige Holzschnitzarbeiten zieren Chorgestühl und das Relief des Hochaltars. Hier lohnt sich genaues Hinschauen.

Wandmalerei

Wandmalerei

Auch beachtenswert sind die Wandmalereien, die von der Stiftung des Klosters und von biblischen Szenen handeln.

Kapitelsaal

Kapitelsaal

Decke - Kapitelsaal

Decke – Kapitelsaal

Der Kapitelsaal war der Versammlungsort der Mönche. Hier hörten sie täglich ein Kapitel aus den Regeln des Ordens, was die Bezeichnung des Raumes erklärt.

Parlatorium - Decke

Parlatorium – Decke

Parlatorium - Wandmalerei

Parlatorium – Wandmalerei

Das Parlatorium war der Ort an welchen die Mönche täglich für kurze Zeit einige Worte miteinander wechseln konnten. Ansonsten galt das Schweigegebot. Der im östlichen Kreuzgang angesiedelte spätgotische Verbindungsbau beeindruckt mit seinem Netzrippengewölbe. Die Wandmalerei an der Ostwand zeigt die thronende Maria mit den Äbten Benedikt von Nursia und Bernhard von Clairvaux. Daher erscheint eine Verwendung als Marienkapelle wahrscheinlich.

Heizraum des Kalefaktorium

Heizraum des Kalefaktorium

Kalefaktorium - Luftschacht

Kalefaktorium – Luftschacht

Das Kalefaktorium war die einzige Wärmestube des Klosters. Sie lag im ersten Stock, und die durch Feuer erzeugte warme Luft wurde durch Schächte nach oben geleitet.

Brunnenhaus

Brunnenhaus

Das Brunnenhaus diente den Mönchen zur Reinigung und zu rituellen Waschungen. Gepeist wurde der Brunnen mit Frischwasser aus Bergquellen im Norden des Klosters. Vom mittelalterlichen Brunnen stammt nur die untere Brunnenschale.

Herrenrefektroium

Herrenrefektroium

Herrenrefektroium - Nische für die Lesung

Herrenrefektroium – Nische für die Lesung

Der Speisesaal der Mönche war ein repräsentativer Raum. Mit einer Länge vom 27,20 m, einer Breite von 11,50 m und einer Höhe von 10,40 m hatte er durchaus Züge eines fürstlichen Saals. Entstanden ist das Herrenrefektorium in der frühgotischen Bauphase und wir dem „Paradiesmeister“ zugeordnet.
Während der Mahlzeiten galt für die Mönche das Schweigegebot. In einer Nische mit einem kleinen Podest las ein Mönch aus der Bibel oder anderen Schriften vor.

Laienrefektorium

Laienrefektorium

Der zweischiffige Speisesaal der Laien ist einer der frühen Bauten des 13. Jahrhunderts. Er diente zusätzlich noch als Wirtschaftsraum. Zwischen den den beiden Speisesälen befand sich die Küche.

Kapitell

Kapitell

Säulenfuß

Säulenfuß

Säule

Säule

Meine Audioführung endet im Cellarium einem Vorratskeller des Klosters. Er wird heute als Lapidarium genutzt, in welchem originale Steinfragmente des Kloster und Werkzeuge ausgestellt werden.

Kloster Maulbronn ist für jeden Interessierten eine Reise wert. Um alles zu erfassen sind aber sicher mehrere Besuche, auch mal mit einer öffentlichen Führung, notwendig.

Informationen:

Kloster Maulbronn

Aussenansicht

Kloster Maulbronn – ein Besuch (Teil 1)


Das Kloster Maulbronn gilt als die am besten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen. Seit 1993 ist sie Unesco Weltkulturerbe. Der Baubeginn der Klosteranlage begann im Jahre 1147 durch den Umzug der Mönche aus dem Kloster Eckenweiher. Der Bischof von Speyer wünschte sich ein repräsentatives Kloster und unterstützte dies mittels einer Stiftung.

Wie auf dem Titelbild erkennbar, war die Klosteranlage von einer Mauer umgeben und durch Graben und Türme gesichert.

Klostertor

Klostertor

Das Tor bildete den einzigen Zugang und war urspünglich mit einer Zugbrücke versehen. Der Westteil der Klosteranlage war früher den Laienbrüder vorbehalten. Er war der einzige Zugang zur Außenwelt.

Innenhof (1)

Innenhof (1)

Seitenstraße

Seitenstraße

Mühlenturm

Mühlenturm

Rathaus

Rathaus

Innenhof (2)

Innenhof (2)

Brunnen

Brunnen

Die ehemaligen Klostergebäude haben heute eine weltliche Bedeutung. Sie dienen als Behörden, Geschäfte und auch Gaststätten. Genau betrachtet sind sie das Abbild einer Kleinstadt.

Rückseite Fruchtkasten

Rückseite Fruchtkasten

Der große Fruchtkasten, 45 mal 25 m, zeugt von der Wirtschaftskraft des ehemaligen Klosters. Er diente als Speicherraum für die unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Güter. Heute ist er der Festsaal der Gemeinde Maulbronn.

Im zweiten Teil folgt die Beschreibung des kirchlichen Bereiches, bzw. des Konvents.

Informationen:

Zeittafel Kloster Maulbronn

Kämpferkapitell

Campus Galli 2018 – Die Friedhofsmauer


In der Hütte des Steinmetzes kann man das Kämpferkapitell bewundern. Jens, der Steinmetz, wird zwei gleiche Kapitell formen, die dann der letzte Stein in der Laibung sind, bevor mit dem Kämpfer der Bogen beginnt.

Mauerabdeckung (1)

Mauerabdeckung (1)

Mauerabdeckung (2)

Mauerabdeckung (2)

Inzwischen wurde an einen Teil der westlichen Friedhofsmauer durch Stefan die geplante Abdeckung angebracht. Man wird in dieser Saison nur einen kleinen Teil in dieser Form abschließen, um zu sehen welche Auswirkungen der Winter haben wird. Der erste Eindruck ist auf jeden Fall ausgezeichnet.

Bad Waldsee - Stadtsee

Julitouren 2018 – Bad Waldsee


Während der sehr heißen Tage im Juli habe ich einen kleinen Ausflug nach Bad Waldsee unternommen. Gott sei Dank gibt es den Stadtsee, an welchem ich die meiste Zeit verbringen konnte. So war die Hitze ertragbar, der Rundgang durch die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten musste darunter leider leiden.

Die Altstadt mit ihren kleinen Gassen überrascht mit einer Vielzahl von gastronomischen Betrieben, die zur Mittagszeit alle gut belegt sind.

Bad Waldsee - Rathaus

Bad Waldsee – Rathaus

Das Rathaus aus dem Jahre 1426 gilt als einer der schönsten Profanbauten in Oberschwaben.

Bad Waldsee - Spital

Bad Waldsee – Spital

Das Spital ziert eine neugotische Schaufassade aus dem Jahre 1856. Erstmals erwähnt ist das Gebäude im frühen 14. Jahrhundert. Heute beherbergt es ein Alten- und Pflegeheim.

Bad Waldsee - Stiftskirche St. Peter

Bad Waldsee – Stiftskirche St. Peter

Das Wahrzeichen von Bad Waldsee ist die Stiftskirche mit ihren Doppeltürmen, die aus dem Jahre 1766 stammen. Bei der Kirche handelt es sich um eine Basilika.

Bad Waldsee - Stiftskirche St. Peter - Hochaltar

Bad Waldsee – Stiftskirche St. Peter – Hochaltar

Der Hochaltar hat als Motiv die Marienkrönung. Sie stammt von Jakob Bendel, einem Waldseer Bildhauer.

Bad Waldsee - Stiftskirche St. Peter - Seitenaltar

Bad Waldsee – Stiftskirche St. Peter – Seitenaltar

Bei diesem Seitenaltar ist eine Stickerei hinter Glas in der Wand eingelassen mit den Worten „Sehlige Betha, Grosse Tochter Waldsee´s, bitt´ für uns.“

Bad Waldsee - Stiftskirche St. Peter - Orgel

Bad Waldsee – Stiftskirche St. Peter – Orgel

Im Verhältnis zur Größe der Kirche wirkt die Orgel sehr klein. Wobei natürlich auf der Empore weitere Pfeifen stehen könnten.

Dies war nur ein kleiner Streifzug durch den Ort, den ich aber zu gegebener Zeit sicher wiederholen werde.

Informationen:

Die gute Beth

Kreuzgang - Dachlatten (1)

Campus Galli 2018 – Kreuzgang – Schindeldach und Dielenboden


Der Kreuzgang der Holzkirche strebt seiner Vollendung zu. Er ist in seiner Funktion einer der wichtigsten Orte eines Klosters. Er dient als Versammlungsraum, als Ruheraum und auch als Raum für liturgische Tätigkeiten. Andreas, Holzhandwerker im Campus Galli, nannte ihn sinnigerweise „das Wohnzimmer“ der Kirche.

Das Titelbild zeigt, dass neben dem Anbringen der Dachlatten im rechten Bereich zeitgleich mit der Fertigstellung des Dielenbodens begonnen wird.

Kreuzgang - Dachlatten (2)

Kreuzgang – Dachlatten (2)

Beim Übergang der Dachflächen von Holzkirche und Kreuzgang musste jede einzelne Schindel angepasst werden. Die Fläche des Kreuzgangs läuft dabei unter die der Holzkirche.

Kreuzgang - Lattung - Kehle

Kreuzgang – Lattung – Kehle

Für die Kehle, den Treffpunkt der beiden Dachflächen des Kreuzgangs, war eine eigene Lattung notwendig.

Kreuzgang - eindecken - Kehle

Kreuzgang – eindecken – Kehle

Die Kehle wird immer zuerst gedeckt, denn sie bildet einen neuralgischen Punkt. Die Dichtheit wurde dann mit einem Eimer Wasser getestet.

Kreuzgang

Kreuzgang

Den ersten Regentest hat das Dach bereits bestanden. Dabei wurde das Regenwasser teilweise im Fass aufgefangen.

Kreuzgang - Dielenboden (1)

Kreuzgang – Dielenboden (1)

Der Dielenboden besteht aus massiven Halbspältern aus Fichte. Diese müssen einzeln angepasst werden. Michael baut hier die erste Diele ein.

Kreuzgang - Dielenboden (2)

Kreuzgang – Dielenboden (2)

Im Eckbereich werden die Dielen diagonal eingebaut. Um abschließend eine ebene Lauffläche zu schaffen, wird man die einzelnen Dielen mit dem Dechsel anpassen. Sichtbar ist dies an der zweiten Dielenreihe.

Kreuzgang - Dielen anpassen

Kreuzgang – Dielen anpassen

Das Hauptwerkzeug der Zimmerer ist und bleibt die Axt, auch für die Feinarbeiten.

Immer wieder wird die besondere Form des Kreuzgangs angesprochen. Entgegen der üblichen Bauweise ist er als ein offenes L konzipiert. Dies ist kein Widerspruch, da der Kreuzgang immer wieder eine Verbindung zu anderen Teilen einer Anlage bilden konnte, wie z.B. zur Sakristei. Im Campus Galli bildet er eine organische Verbindung zum neuen Klosterbereich. In etwa 15 bis 20 m Entfernung werden die Gebäude 1 – 6 des Klosterplans errichtet werden. Zum besseren, räumlichen Verständnis sei auf Haus 6, dem Arzthaus, verwiesen. Wer heute auf dem Rundweg unterwegs ist, kommt nach der Schmiede an einem Heilkräutergarten vorbei. Dieser ist die Apotheke des Arzthauses und liegt genau daneben. Auch ist die Größe des Kreuzgangs passend zur Holzkirche gewählt worden.