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Schmiede - neues Dach

Campus Galli 2019 – Neues Dach für die Schmiede


Wie in früheren Beiträgen bereits geschildert, wurde die Schmiede als Grubenhaus gebaut. Die Form eines solchen Hause bestand wie der Name sagt aus einer Grube, über welche ein Dach gestellt wurde. Dies war die schnellste Form zur Errichtung eines Gebäudes. Außerdem hatte es für einen Schmied den Vorteil, dass es dunkel war, was er für die Beurteilung der erreichten Schmiedetemperatur bei seinen Werkstücken genötigte. Auf der Ostseite hatte man das Dach geöffnet und so die Stabilität des Dreiecks aufgehoben. Man wählte diesen Weg, um den Gästen einen besseren Einblick in Tätigkeit eines Schmieds zu gewähren. Aus statischen Gründen hat man nun in diesem Jahr das ursprüngliche Grassodendach durch ein Schindeldach ersetzt. Hierzu waren funktionsbedingt zusätzliche Baumaßnahmen notwendig.

Funkenfang (1)

Funkenfang (1)

Um die Gefahr eines Brandes auszuschließen, wurde über der Esse ein Funken- bzw. Rauchfang gebaut. Das Grundgerüst besteht aus dünnen Fichtenstämmen, die schräg zu einer viereckigen Öffnung im Dach führen.

Funkenfang (2)

Funkenfang (2)

Vervollständigt wurde die Konstruktion durch ein Flechtwerk auf welches eine Lehmmischung aufgebracht wurde. Bei einigen Feuerstellen in den Handwerkerhütten, die in ähnlicher Art gesichert sind, hatte man gute Erfahrungen gemacht.

Schornstein

Schornstein

Im äußeren Bereich bildet ein Schornstein den Abschluss. Hans arbeitet auch hier etappenweise mit Flechtwerk und Lehm.

Westseite

Westseite

Abschließend erhielt der Schornstein seine Regenhaube und und die Wände wurden gekalkt.

Esse

Esse

Und so ist Thilo, der Schmied, glücklich, dass endlich wieder Feuer auf der Esse ist.

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Mauer Obstgarten

Campus Galli 2017 – Streifzug im August


Die Mauer am Obstgarten nimmt immer mehr Gestalt an. Nach einer Woche Ruhezeit sind Jens, ein Wandergeselle, ein weiterer Maurer und einige Freiwillig an allen Stellen zugange.

Mangold

Mangold

Auf den Feldern reift das Gemüse …

Linsenernte

Linsenernte

… und eine teilweise mühsame und langwierige Ernte steht an.

Esse

Esse

In der Schmiede wurde die Esse umgebaut. Durch eine erhöhte Lehmwand werden nicht nur die Blasebälge geschützt, das Holzkohlefeuer hat auch mehr „Dampf“.

schmieden

schmieden

Johannes, der Schmied und ein Zuschläger (Hobbyschmied) fertigen eine Axt für den Steinmetz (für die Steinbearbeitung). Die Bedienung des Blasebalgs (Nicole) betrachtet das Ganze von der Seite (nur ein Schuh ist erkennbar).

Chorschranke (3)

Chorschranke (3)

In der Holzkirche geht es mit dem Bau der Chorschranke voran. Die Fertigstellung der Füllungen und die Schnitzarbeiten laufen inzwischen parallel.

Säule (geschnitzt)

Säule (geschnitzt)

Auch der Bau der Eingangstür aus Eichenbohlen nährt sich dem Ende. Der Türsturz in der Kirche ebenfalls aus Eiche ist fertig.

Kirchentür

Kirchentür

Die Bilder stellen nur einen kleinen Streifzug des letzen Augustwochenende dar, vor Ort sind natürlich ein Vielzahl von weiteren Eindrücken erlebbar.

Esse

Campus Galli 2017 – schmieden und mauern


Mit Hilfe von zwei großen Blasebälgen, die Johannes, der Schmied, gebaut hat, wird ein Werkstück erhitzt. Die dabei verwendete Holzkohle hat man teilweise in zwei eigenen Grubenmeiler hergestellt.

heiß

heiß

Sobald die richtige Hitze erreicht ist, was der Schmied an der Farbe erkennt, holt er das glühende Werkstück aus dem Feuer.

schmieden

schmieden

Mit dem Hammer wird auf dem Amboss nach und nach die gewünschte Form geschmiedet.

Zuschläger

Zuschläger

Zur Unterstützung dient der Gehilfe auch als Zuschläger. Dabei muss dieser mit dem schweren Hammer im vorgegebenen Takt, die vom Schmied mit dem kleinen Hammer angezeigten Stellen, genau treffen. Die beiden haben in diesem Fall eine Kelle für die Maurer gefertigt, deren Form am Ende eher an eine Schöpfkelle mit einem Schnabel erinnert.

Mauerbau

Mauerbau

Jens, der Steinmetz, Andreas und Ulrike verwenden diese Kellen beim Bau der Mauer für den Obstgarten. Nachdem der Drechsler noch einen Griff produziert hat, kam die am Morgen geschmiedete Kelle sofort zum Einsatz.

Mauerkrone

Mauerkrone

Während die Gehilfen im unteren Teil der Mauer beschäftigt sind, ist Jens für die Mauerkrone verantwortlich. Langsam aber sicher nimmt das Bauwerk Gestalt an.

Dach - Grasssoden

Campus Galli – Fortschritte bei der Schmiede


Nachdem die Grassoden noch einmal an manchen Stellen erneuert wurden, ist das Dach der Schmiede seit einer Woche dicht. Dies trotz der immensen Niederschläge, die zu verzeichnen waren.

Schmiededach

Schmiededach

Johannes, der Schmied, hat inzwischen auch die Esse mit dem Stein aus Ton fertiggestellt. Die Ablage für die beiden Blasebälge ist ebenso fertig. Jens, der Steinmetz, hat eine zusätzliche Treppe eingebaut und die Steinmauern teilweise erhöht.

Esse

Esse

Der Westgiebel wird mit Weidengeflecht ausgefacht, dass dann mit Lehm verputzt wird. Damit war im Rahmen eines Projektes ein Gruppe junger Leute beschäftigt.

Auf eine besondere Ausstellung im Meßkircher Schloss mit dem Thema „Evangeliare, Stundenbücher und Heldendichtung. Schätze der mittelalterlichen Buchkunst aus zehn Jahrhunderten“, die am 3. Juli startet, möchte ich noch alle Interessierten hinweisen. Weitere Information findet man hier.

Schmiede - Steildach

Campus Galli 2016 – Neubau Schmiede – Altarsteine


Beim Neubau der Schmiede ist mit der vollständigen Fertigstellung des Dachs in den nächsten Tagen zu rechnen. Auf dem Titelbild ist nach grober Himmelsrichtung die Westseite zu sehen. Wichtiger sind jedoch die einzel erkennbaren Arbeitsschritte bei der Dachdeckung. Zunächst wurden zwischen die Sparren Fichtenbohlen eingepasst, dann folgten zwei Lagen Fichtenrinde, auf die Rinde gestochene Grassoden, bei den das Gras auf der Rinde liegt und als Abschluss darüber eine weitere Grassode. Die untere Grassodenschicht dient dabei als Humus für die obere.

Schmiede - Ostseite

Schmiede – Ostseite

Auf dem Gerüst an der Ostseite sieht man noch einige vorgefertigte Bohlen liegen. Insgesamt sind noch 3 1/2 Fächer zu verschließen. Michael, einer der Zimmerleute, sagte, man braucht pro Fach einen Tag, wenn die Rohlinge vorgefertigt zur Verfügung stehen.
Wie man auf beiden Bildern erkennen kann, ist der Holzaufbau der neuen Esse fast fertig. Wenn alles mitspielt, vor allem das Wetter (bei Regen darf niemand auf das Gerüst), könnte die Schmiede zum nächsten Wochenende soweit fertiggestellt sein, dass der Schmied seine normale Tätigkeit wieder aufnehmen kann.

Altar - Holzkirche

Altar – Holzkirche

Den Altar kann man inzwischen in der Steinmetzhütte betrachten, da der Steinmetz die letzen Steine behauen hat. Mit Helfern ist er außerdem dabei, dass Kircheninnere mit Steinen zu verfüllen. Dies dient einfach dazu, die Menge an Stampflehm, der Grundlage für Fußboden bildet, zu verringern. Außerdem ist er dabei, die Bodenplatte (Grabplatte) zu behauen. Als letzte Arbeit wird dann noch die Fertigung der Altarplatte erfolgen. Die beiden Platten sind aus rotem Sandstein.

Bearbeitung Luppe

Campus Galli – Thementage „Feuer und Eisen“


Am letzten Wochenende war es soweit, alles drehte sich um das Feuer und was man damit seit Jahrhunderten bewerkstelligen kann.

Der Töpfer hat durch einem Grubenbrand eine Vielzahl von selbstgefertigten Gefäßen haltbar gemacht.

Geöffnete Grube

Geöffnete Grube

Auf dem Bild ist zu sehen, wie die beiden Kolleginnen des Töpfers nach und nach die gebrannten Tongefäße mit Hilfe von Stöckchen aus der Grube wieder herausnehmen. Dabei wird die entstandene Holzkohle von Sand und Ton getrennt.

Tongefäße nach Grubenbrand

Tongefäße nach Grubenbrand

Den Erfolg der Aktion kann man an der Anzahl der fertigen Gefäße messen. Weitere Information zum Thema Ton findet man u.a. hier.

Was dieses Wochenende leider nicht klappte, aber im Monat August nachgeholt werden soll, war der Glockenguss. Grund dafür war, dass der erste gefertigte Kern der Glocke kaputt ging. Danach war die verbleibende Zeit einfach zu kurz. Im Prinzip wird es aber so funktionieren, das auf den unten abgebildeten Kern, Wachsplatten aufgebracht werden aus denen die Glockenform, Wandstärke usw. modelliert werden.

Glockenkern in Arbeit

Glockenkern in Arbeit

Nach dem Wachs kommt dann eine weitere Tonschicht auf den Kern, die den Mantel bildet. Durch das Brennen wird das Wachs entfernt und die Form ist fertig. Danach kann mit dem Gießen der Glocke begonnen werden. Dazu dann mehr, wenn es soweit ist.

Auf dem Beitragsbild ist zu sehen, wie mit schweren Hämmern die Luppe verdichtet wird, auch um die noch vorhandenen Schlacke- und Holzkohleanteile zu entfernen. Bis man jedoch soweit ist, sind einige vorherige Arbeitsschritte zu bewältigen.

Rennofen

Rennofen

Es wurden zwei Rennöfen errichtet, die ihren Aussehen nach an einem Termitenhügel erinnern. Sie sind jedoch aus Ton, oben offen, haben an der Seite eine zusätzliche Öffnung für eine gebrannte Tondüse und sind anfangs auch noch im unteren Bereich an der Vorderseite noch geöffnet.
Im Rennofen wird dann ein Feuer entzündet, an die Tondüse werden zwei große Blasebälge angeschlossen und schließlich, wenn das Feuer gut brennt, wird die Vorderseite wie auf Bild unten sichtbar mit Ton verschlossen.

Rennofen - Vorbereitung

Rennofen – Vorbereitung

Danach wird der Ofen mit Holzkohle und Eisenerz Schicht für Schicht befüllt. Der notwendige Zug wird durch die beiden Blasebläge, die stundenlang bedient werden müssen, gewährleistet.
Der entscheidende Unterschied zum modernen Hochofen ist, dass nicht das Metall sich verflüssigt sondern die Schlacke. Beim Abstich läuft also die Schlacke ab und das verfestigte Metall, in dem Fall die Eisenluppe, wird mit der Zange zum Schmiedestein gebracht.

Herausnehmen der Eisenluppe

Herausnehmen der Eisenluppe

Im weiteren Verlauf wird das gewonnene Metall in einer Esse immer wieder auf die notwendige Temperatur gebracht, umso weiter bearbeitet zu werden können.

Esse mit Blasebalg

Esse mit Blasebalg

Aus dem gewonnenen Metall soll später der Klöppel für die Glocke geschmiedet werden.

Der Grubenmeiler zur Holzkohlegewinnung wurde am Wochenende ebenfalls befüllt, wieviel Holzkohle entstanden ist was am späten Sonntagnachmittag noch offen.