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Dach - Grasssoden

Campus Galli – Fortschritte bei der Schmiede


Nachdem die Grassoden noch einmal an manchen Stellen erneuert wurden, ist das Dach der Schmiede seit einer Woche dicht. Dies trotz der immensen Niederschläge, die zu verzeichnen waren.

Schmiededach

Schmiededach

Johannes, der Schmied, hat inzwischen auch die Esse mit dem Stein aus Ton fertiggestellt. Die Ablage für die beiden Blasebälge ist ebenso fertig. Jens, der Steinmetz, hat eine zusätzliche Treppe eingebaut und die Steinmauern teilweise erhöht.

Esse

Esse

Der Westgiebel wird mit Weidengeflecht ausgefacht, dass dann mit Lehm verputzt wird. Damit war im Rahmen eines Projektes ein Gruppe junger Leute beschäftigt.

Auf eine besondere Ausstellung im Meßkircher Schloss mit dem Thema „Evangeliare, Stundenbücher und Heldendichtung. Schätze der mittelalterlichen Buchkunst aus zehn Jahrhunderten“, die am 3. Juli startet, möchte ich noch alle Interessierten hinweisen. Weitere Information findet man hier.

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Bearbeitung Luppe

Campus Galli – Thementage „Feuer und Eisen“


Am letzten Wochenende war es soweit, alles drehte sich um das Feuer und was man damit seit Jahrhunderten bewerkstelligen kann.

Der Töpfer hat durch einem Grubenbrand eine Vielzahl von selbstgefertigten Gefäßen haltbar gemacht.

Geöffnete Grube

Geöffnete Grube

Auf dem Bild ist zu sehen, wie die beiden Kolleginnen des Töpfers nach und nach die gebrannten Tongefäße mit Hilfe von Stöckchen aus der Grube wieder herausnehmen. Dabei wird die entstandene Holzkohle von Sand und Ton getrennt.

Tongefäße nach Grubenbrand

Tongefäße nach Grubenbrand

Den Erfolg der Aktion kann man an der Anzahl der fertigen Gefäße messen. Weitere Information zum Thema Ton findet man u.a. hier.

Was dieses Wochenende leider nicht klappte, aber im Monat August nachgeholt werden soll, war der Glockenguss. Grund dafür war, dass der erste gefertigte Kern der Glocke kaputt ging. Danach war die verbleibende Zeit einfach zu kurz. Im Prinzip wird es aber so funktionieren, das auf den unten abgebildeten Kern, Wachsplatten aufgebracht werden aus denen die Glockenform, Wandstärke usw. modelliert werden.

Glockenkern in Arbeit

Glockenkern in Arbeit

Nach dem Wachs kommt dann eine weitere Tonschicht auf den Kern, die den Mantel bildet. Durch das Brennen wird das Wachs entfernt und die Form ist fertig. Danach kann mit dem Gießen der Glocke begonnen werden. Dazu dann mehr, wenn es soweit ist.

Auf dem Beitragsbild ist zu sehen, wie mit schweren Hämmern die Luppe verdichtet wird, auch um die noch vorhandenen Schlacke- und Holzkohleanteile zu entfernen. Bis man jedoch soweit ist, sind einige vorherige Arbeitsschritte zu bewältigen.

Rennofen

Rennofen

Es wurden zwei Rennöfen errichtet, die ihren Aussehen nach an einem Termitenhügel erinnern. Sie sind jedoch aus Ton, oben offen, haben an der Seite eine zusätzliche Öffnung für eine gebrannte Tondüse und sind anfangs auch noch im unteren Bereich an der Vorderseite noch geöffnet.
Im Rennofen wird dann ein Feuer entzündet, an die Tondüse werden zwei große Blasebälge angeschlossen und schließlich, wenn das Feuer gut brennt, wird die Vorderseite wie auf Bild unten sichtbar mit Ton verschlossen.

Rennofen - Vorbereitung

Rennofen – Vorbereitung

Danach wird der Ofen mit Holzkohle und Eisenerz Schicht für Schicht befüllt. Der notwendige Zug wird durch die beiden Blasebläge, die stundenlang bedient werden müssen, gewährleistet.
Der entscheidende Unterschied zum modernen Hochofen ist, dass nicht das Metall sich verflüssigt sondern die Schlacke. Beim Abstich läuft also die Schlacke ab und das verfestigte Metall, in dem Fall die Eisenluppe, wird mit der Zange zum Schmiedestein gebracht.

Herausnehmen der Eisenluppe

Herausnehmen der Eisenluppe

Im weiteren Verlauf wird das gewonnene Metall in einer Esse immer wieder auf die notwendige Temperatur gebracht, umso weiter bearbeitet zu werden können.

Esse mit Blasebalg

Esse mit Blasebalg

Aus dem gewonnenen Metall soll später der Klöppel für die Glocke geschmiedet werden.

Der Grubenmeiler zur Holzkohlegewinnung wurde am Wochenende ebenfalls befüllt, wieviel Holzkohle entstanden ist was am späten Sonntagnachmittag noch offen.