Wollfäden

Campus Galli 2017 – färben und spinnen


Bevor solche Wollknäuel entstehen, wird langer Weg beschritten. Die Wolle wird gesäubert und gewaschen, manchmal auch noch geschoren, und kommt dann zu Karin und ihren Helferinnen, die dann das Färben durchführen. Dabei verwenden sie neben Zwiebelschalen. Brombeerblättern, etc. auch die Färberkamille.

Färberei - Färberkamille

Färberei – Färberkamille

Ein besondere Pflanze in der Färberei ist der Krapp. Nach drei Jahren werden die Wurzeln geerntet, die dann noch einmal ein Jahr trocknen. Zerstoßen oder auch zerschnitten, werden sie dann zum Färben benutzt. Hier kommt dann die hohe Kunst der Färberinnen zum tragen, die richtige Wassertemperatur beim Erhitzen zu erreichen und vor allem auch beizubehalten.

Färberei - Krapp

Färberei – Krapp

Die ausgekämmte Wolle in der ursprünglichen Form oder schon gefärbt, wird mit der Handspindel zu Fäden versponnen.

Spinnen

Spinnen

Bei den mit Birkenblättern gefärbten gesponnen Wollfäden fallen die unterschiedlich Farbnuancen ins Auge. Das liegt einmal an der Anzahl der Züge (Wiederholung des Färbens mit neuer Wolle), oder auch an der Verwendung eines Eisentopfs, wodurch Eisensulfat frei wird.

Färberei - Birkenblätter

Färberei – Birkenblätter

Erst wenn alle diese zeitaufwendigen Tätigkeiten vollbracht sind, kann Mechthild, die Weberin, mit dem Weben am Gewichtswebstuhl beginnen.

am Webstuhl

am Webstuhl

Nun wird dem Betrachter der Wert von Kleidung erneut bewusst.

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