Holzkirche - Gerüst am Ostgiebel

Sonntag im Campus Galli (20.09.2015)


Wie man auf dem Beitragsbild erkennen kann, war es ein trüber Sonntag. Erstaunt hat mich dabei, als ein regelmäßiger Besucher, die Zahl der Schaulustigen. Morgens kurz nach 10.00 waren schon zwei Busse da, und mittags parkten die ersten auf der Wiese. Ohne genaue Zahlen zu kennen, wage ich aber die Prognose, dass die avisierten 45.000 Zuschauer in dieser Saison übertroffen werden.

Auf dem Bild kann man sehen, wie die längste Stange mit fast 15 m am Ostgiebel gestellt wird. Diese Höhe ist notwendig, da an den Giebelseiten auf dem Gerüst drei Laufebenen enstehen, und zur Sicherheit (BG) auch noch ein Fangnetz angebracht werden muss. Ein Teil des Gerüstes wurde von der Statikerin bereits für tauglich befunden. Als Glücksfall hat sich erwiesen, dass der angestellte Korbmacher bei seiner ersten Ausbildung in seiner Jugend den Bau von Holzstangengerüsten noch erlernt hat. Vor allem hat er wertvolle Kenntnisse über die so wichtigen Knoten.

Bienenkorbglocke - erste Tonschicht

Bienenkorbglocke – erste Tonschicht

Zum angekündigten Glockenguss ist es leider nicht gekommen. Bastian, der Glockengiesser, hat nach eigener Aussage die benötigte Zeit zum austrocknen der äußerem Lehmschicht bei der bestehenden Luftfeuchtigkeit falsch eingeschätzt. Selbst mit Hitze wären nur die äußeren 2 cm der insgesamt 5 cm getrocknet. Bei einem Guss wäre die Glocke gesprungen. Da Bastian die Glocke keinesfalls in seiner Werkstatt gießen möchte, wird der Lehm in einzelnen Schichten aufgetragen und der Guss, wenn alles gut geht, im Oktober diesen Jahres vollzogen. Auf dem Bild sieht Bastian die erste Schicht auftragen. Eine sehr besondere Schicht: Besteht sie doch aus Ton, Sand und Ochsendung. Falls jemand um die Bedeutung des Ochsendungs weiß, bitte einfach posten.

Feuerschweißen

Feuerschweißen

Am Thementag „Feuer“ wurden aus den Rennöfen ja Lupen gewonnen. Diese wurden durch mehrfaches Erhitzen und Bearbeitung mit schwerem Hammer soweit möglich von der Restschlacke befreit. Durch Feuerschweißen wurden die einzelnen Barren verbunden. Aus dem so gewonnen Stahlstück wird anschließend der Klöppel für die Glocke ausgeschmiedet.

(Anmerkung: Das letzte Bild ist von schlechterer Qualität, da die Bewegung des zuschlagenden Schmied zu schnell für meine einfache Kamera sind. Ich bitte da um Nachsicht.)

Informationen zum Feuerschweißen

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2 Gedanken zu „Sonntag im Campus Galli (20.09.2015)

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