Aus Omas Küche: Hägemark


Die gut reifen Früchte der wilden Rose, die sogenannten Hagebutten, werden von Blüte und Stiel befreit, aufgeschnitten und die Kerne mit einer neuen Haarnadel herausgeholt. Die entkernten Früchte kommen mit einem 1/4 l Wein in einen kühlen Raum, wo sie durch Gärung in 5 – 6 Tagen weich werden; sie müssen täglich umgewendet werden. Nun werden die weichen Früchte durch ein Haarsieb getrieben. Danach bringt man das durchgetriebene Mark mit der gleichen Menge Grießzucker*) unter ständigem Rühren zum Kochen, lässt es einmal aufkochen und rührt es, bis es kalt ist. Durch längeres Kochen verliert das Mark seine Farbe.

Stehen Weckgläser zur Verfügung, dann verwendet man nur die Hälfte des Zuckers und sterilisiert das eingefüllte Mark 10 Minuten bei 90° C.

(Die getrockneten Kerne für Tee verwenden – oder als Jugenderinnerung als Juckpulver.)

*) gemeint ist normaler Haushaltszucker, Grieß heißt er wegen der Größe der Körner.

Quelle (bis auf das Juckpulver):

Koch- und Haushaltungsbuch – E. Wundt, A. Rothmund, M. Künzler,
überarbeitet A. v. Fleischbein – 25. Auflage, 1960 – Gemeinschaftsverlag Dobler/Braun, Karlsruhe

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