Campus Galli: Die Baumtruhe – Tresor des Mittelalters


Zu allen Zeiten und an allen Orten hatten die Menschen das Bedürfnis manche Dinge vor dem Zugriff von Unbefugten zu schützen. Nun haben die drei Zimmermänner des Campus Galli, Andreas, Daniel und Michael, die ersten selbst geschmiedeten Äxte von hoher Qualität erhalten, die bei anderen offensichtlich einen „Probiermodus“ auslösten. Das war für die Äxte keinesfalls von Vorteil, da die Handhabung einige Narben hinterließ, die die Besitzer in mühevoller Arbeit und mit Einsatz eines Schleifsteines wieder beheben mussten.
Was sollte man tun?
Man entschloss sich einen Werkzeugkiste zu bauen, einen Tresor sozusagen, für die sichere Verwahrung der Objekte der Begierde. So wurde ein geeignetes Eichenholz ausgesucht, mit Keilen ein Deckel abgetrennt, mit der Axt behauen, mit dem Dechsel ausgehöhlt und mit Ziehmesser die Feinarbeit verrichtet. Das Ergebnis der Rohbau einer Baumtruhe.

Baumtruhe - Zimmermansarbeit

Baumtruhe – Zimmermansarbeit

Danach war der Schmied gefordert, um die notwendigen Verstärkungen, Bänder und einen Schließmechanismus anzubringen. Den Öffnungstest nach dem Anbringen ersten Bandes bestanden Kiste und Schmied mit Bravour.

Baumtruhe - offen

Baumtruhe – offen

Inzwischen hat die Baumtruhe ihre drei wunderbar geschmiedeten Bänder, und wird immer mehr durch Handwerkskunst zu einem echten Schmuckstück.

Baumtruhe - mit drei Bändern

Baumtruhe – mit drei Bändern

Über Baumtruhen

Die Einbaumtruhe

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4 Gedanken zu „Campus Galli: Die Baumtruhe – Tresor des Mittelalters

  1. Armin

    Sieht sehr interessant aus. Ich kannte bisher nämlich nur Baumsärge, die bei den Alamannen in merowingischer Zeit verwendet wurden.
    Ist diese Baumtruhe durch archäologische Funde oder eine Schriftquelle belegt?

    Antwort
    1. Joachim Dorn Autor

      Hallo Armin, ich bin auch noch am weiteren recherchieren, aber schon im frühen Mittelalter waren scheinbar drei Truhenformen bekannt, die Front- oder Seitenbohlentruhe und eben diese Baumtruhe. Für die Bohlentruhe gibt es einen bestätigten Fund aus dem 9. Jhd. in der Klosterpfalz von Saint Denis. Da Bohlen herstellen immer aufwendig war, müsste die Baumtruhe im Prinzip verbreitet gewesen sein. Wenn ich mehr finde, teile ich es Dir mit.

      Antwort

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